Ein Buchtipp: Stillgelegte Bahnstrecken im Rheinland

Ein Buchtipp:

Am 18. September 2014 ist das Buch

STILLGELEGTE BAHNSTRECKEN IM RHEINLAND

von Bernd Franco Hoffmann erschienen.

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In der Werbung des Sutton-Verlages heißt es:

„Ein spannender Band über die fast verschwundenen rheinländischen Nebenbahnen

Nach dem großen Erfolg seines Bildbandes „Stillgelegte Bahnstrecken im Bergischen Land“ begibt sich Journalist und Autor Bernd Franco Hoffmann nun im Rheinland und in der Eifel auf die Suche nach Relikten aus den Hochzeiten der Nebenbahnen. Mit 74 historischen und aktuellen Fotos sowie anschaulichen Texten erzählt er faktenreich und unterhaltsam die Geschichte von 13 Haupt- und Nebenbahnstrecken von Ihrer Eröffnung bis zur Gegenwart. Dieser Band ist nicht nur für Liebhaber längst verschwundener Bahnstrecken zwischen Mönchengladbach, Jülich, Düren und Aachen ein Muss, sondern auch für alle Freunde der deutschen Eisenbahngeschichte.

Der Leser erfährt Interessantes über die Geschichte der Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen, die als erste die Eifel eroberte und heute noch sporadisch für Güterverkehr und Tourismusfahrten genutzt wird. Kenntnisreich erzählt Hoffmann vom Schicksal der stillgelegten Strecken von Stolberg oder vom Tauziehen um die „Flitsch“, die von Kall nach Hellenthal fuhr und als „Oleftalbahn“ heute unter Denkmalschutz steht. Nicht so viel Glück hatte das „Grietchen“, das Siegburg mit Overath verband. Die Reste der 1997 stillgelegten Trasse findet der Leser auf Bildern von Gleisbruchstücken am Kleiberg in Siegburg oder vom als Fuß- und Radweg genutzten Teilstück entlang der Lohmarer Hauptstraße.

Kurzweilig berichtet Hoffmann von der „Gleislosen“, die zwischen Langenfeld und Monheim verkehrte und nur vier Jahre ihren Dienst verrichtete, oder von der Entwicklung der Dürener Kreisbahn vom einstigen Eisenbahn- zum heutigen Busunternehmen. Von der Jülicher Kreisbahn, die vor allem zum Rübentransport genutzt wurde, finden sich kaum noch Spuren. Freuen konnten sich Bahnbefürworter über die Reaktivierung der Strecke zwischen Jülich und Linnich im Jahr 2002. Am Rest der Trasse nagt der Zahn der Zeit, wie ein Blick auf den Haltepunkt Dalheim zeigt.

Vom architektonisch anspruchsvollen Bau der Nebenbahn zwischen Ahrdorf und Blankenheim erfährt der Leser ebenso wie von der schwierigen Durchsetzung der Kleinbahnstrecke zwischen Siegburg und Zündorf. Heute finden sich nur noch wenige Relikte des „Rhabarberschlittens“, wie die Bilder zeigen. Spannend erzählt Hoffmann, wie die Strecke zwischen Landgraaf und Simpelveld, ein Abschnitt der Eisenbahn Aachen-Maastricht, zu ihrem Spitznamen „Millionenlinie“ kam und wie Limburger Eisenbahnfreunde einen Teil der Strecke als Museumsbahn wiederbelebten.“

Der Autor Bernd Franco Hoffmann, 1961 in Köln geboren, ist als Journalist und Buchautor tätig. Er arbeitete u.a. für die Kölnische Rundschau und die taz. 2013 veröffentlichte er im Sutton Verlag den Band „Stillgelegte Bahnstrecken im Bergischen Land“.

Das Buch mit der ISBN 978-3-95400-396-9 wird zum Preis von 19,99 € verkauft (128 Seiten mit 75 Abbildungen, Format 16,5 x 23,5 cm, gebunden).

Meine Meinung:
Auch wenn dem Leser einige Fehler auffallen werden (z.B. wurde Kornelimünster durchgängig in Korneliusmünster umbenannt), so handelt es sich dennoch um eine kompakte Darstellung zu den stillgelegten Nebenbahnen im Rheinland, die eine Marktlücke schließt.
Das Buch vermittelt nicht nur ein aktuelles Lagebild sondern vermag bei älteren Lesern auch Erinnerungen an eigene Erlebnisse rund um die rheinischen Nebenbahnen zu wecken.
Eine kurzweilige Lektüre und ein Buch, in das man immer wieder gerne hineinschauen wird.

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