Frühschoppen-Rückblick 2020

Kurzübersicht:

15. Januar 2020:  Fortsetzung des Themas „Mit den Dieselloks der BR 218 durch Deutschland“ mit Fotos vom Einsatz zur Bundesbahnzeit in Norddeutschland und vom Einsatz bei der DB AG und privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen.
15. Februar 2020: Dietrich Nikel präsentierte seine Fotoreportage „Von Köln nach Saarbrücken – Bahnbetrieb an Rhein – Mosel –  Saar von 1971 bis 1983“
15. März 2020: Rückblick auf den belgisch-deutschen Grenzverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Aachen und Welkenraedt und im Zeitraum von 1944 bis Mitte der 1990er Jahre.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 19. Januar 2020:

Fortsetzung des Themas „Mit den Dieselloks der BR 218 durch Deutschland“.

Zu den langjährigen Stammleistungen der BR 218 gehörte der Verkehr von Hamburg nach Sylt und der Autotransport über den Hindenburgdamm. Stefan Danners war am 02. Oktober 2013 auf dem Bf. Niebüll und fotografierte dort 218 372 nebst einer Schwesterlok bei der Ankunft eines Autozuges aus Westerland (oben). Ebenso war der Verkehr von Hamburg über die „Vogelfluglinie“ nach Skandinavien bis zum Fährhafen Puttgarden jahrzehntelang eine Domäne der BR 218. Am 13. Mai 1992 wurde auf dem Lübecker Hauptbahnhof die 218 461 vor einem der seinerzeit beliebten  Interregiozüge bei der Ausfahrt in Richtung Hamburg aufgenommen (unten).

Im zweiten Teil ging es um die Einsätze bei der Deutschen Bundesbahn in Norddeutschland sowie um die Einsätze bei der Deutschen Bahn AG. Ergänzend wurden  auch einzelne Loks betrachtet, die mittlerweile bei privaten  Eisenbahnverkehrsunternehmen eingesetzt werden.

Dietrich Nikel wird vom Einsatz einer „gesuperten“ 160 km/h schnellen Version von Loks der BR 218 berichten, die in den turbulenten Jahren nach der Wende für den Fernzugverkehr auf (noch) nicht elektrifizierten Strecken in Berlin als BR 210.4 anzutreffen waren. So hat er auf dem Bf. Berlin Zoologischer Garten u.a. die Loks 210 434 und 210 460 gefilmt.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 16. Februar 2020:


Dietrich Nikel lud die Gäste zu einer historischen Foto-Rundreise von Köln nach Saarbrücken entlang von Rhein, Mosel, Saar und durch die Eifel ein. Dazu hat er folgende „Zwischenstopps“ aus seiner Fotosammlung ausgesucht:
Köln (1971-75 Köln Hbf/Deutz, 1971 Bw Köln Eifeltor) – Mayen (1972) – Bw Koblenz-Moselweiß + Moselstrecke (1971-73) – Bw Ehrang (1971/72)- Saarbrücken (1980 mit der Heizlok 18 602) – Kaiserslautern (1973) – Eschhofen bei Limburg (1977 Lokfriedhof mit diversen ausgemusterten Dampfloks der BR 50) – Linz am Rhein (1974 Sonderfahrt mit 094 730) – Troisdorf (1973/74 Begegnung mit dem Urlauberzug der belgischen Streitkräfte, 1977 Sonderfahrt mit 56 3007 alias EBV-Lok „Carl-Alexander Nr. 4“).

Dietrich Nikel hatte – erstmals beim Frühschoppen – für seinen Vortrag eine Projektion mit Beamer ausprobiert. Die Präsentation der Bilder konnte damit deutlich verbessert werden. Allerdings ist die zu große Helligkeit des Raumes weiterhin ein noch zu lösendes Problem.

Silvia und Arno Mörkens hatten aus ihrem Fundus in Spur H0 eine Eilzug-Komposition mit den Loks 18 505 und 39 103 ausgestellt. Der von der BR 39 gezogene Heckeneilzug war typisch für die Eifelbahn, die 18 505 war in dem von Dietrich Nikel thematisierten Zeitraum oft zusammen mit dem Rheingoldzug des Freundeskreises Eisenbahn Köln e.V. (FEK) zu sehen.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 15. März 2020:

Am 15. März 2020 stand der belgisch-deutsche Grenzverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Aachen und Welkenraedt und im Zeitraum von 1944 bis Mitte der 1990er Jahre im Blickpunkt.

Typische Szene vom Fernverkehr im Aachener Hauptbahnhof zu Anfang der 1960er Jahre.

Von 1843 bis 1920 war Herbesthal der deutsche Grenzbahnhof an der Fernstrecke von Köln über Lüttich nach Antwerpen. Das um 1910 entstandene Foto zeigt im Hintergrund links das Empfangsgebäude und davor das stattliche preußische Postamt. 

Im Gegensatz zum pompösen preußischen Grenzbahnhof zeigte sich der belgische Grenzbahnhof Welkenraedt mit seinem eingeschossigen Empfangsgebäude funktional und bescheiden.

Als der IC 435 „Parsifal“ auf seiner Fahrt von Paris-Nord über St. Quentin – Maubeuge – Charleroi Sud – Namur – Liège-G. – Verviers – Aachen nach Köln im Bereich des ehemaligen Bf. Herbesthal fotografiert wurde, war er mit der belgischen E-Lok 2374 bespannt. In Aachen wurde der Zug von einer DB-Lok der BR 110 übernommen und als IC 135 bis nach Köln-Deutz gefahren.

Zu den Fernzug-Klassikern auf dem Abschnitt Welkenraedt – Aachen gehörte auch der Oostende-Wien-Express. Als er am 28. Mai 1988 auf Gleis 7 des Aachener Hauptbahnhofs fotografiert wurde, verkehrte er als D 1225 und war mit seinen Kurswagen nach Moskau, Warschau, Berlin und Budapest bei „Interrailern“ sehr beliebt. Seit Januar 2020 knüpft die ÖBB mit einem „Nightjet“ von Brüssel nach Wien und Innsbruck wieder an die Tradition des legendären Vorgängers an.

Zu den Stars im belgisch-deutschen Grenzverkehr zählten die vier sechsachsigen Mehrsystemloks der SNCB-Reihe 18. Am 22. Dezember 1980 wurde im Aachener Hauptbahnhof die Lok 1803 bei der Ausfahrt mit dem IC 148/428 von Köln über Verviers und Lüttich nach Brüssel aufgenommen. Wenige Augenblicke später wird sie laut „heulend“ die Ronheider Rampe bezwingen. 

 

Hinweis:
Wegen der ungewissen Zukunft des Servicepunktes im EVS-Gebäude am Stolberger Hauptbahnhof und der Infektionsgefahr durch das Corona-Virus kann der „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ bis auf Weiteres nicht mehr stattfinden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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