Am 3. Oktober 2014 an der Eisenbahnstrecke Düren – Zülpich – Euskirchen

Am 3. Oktober 2014 gab es auf der „Bördebahn“ genannten Strecke Düren – Zülpich – Euskirchen etwas Besonderes zu erleben. Während alle Zugverbindungen im Jahre 2014 üblicherweise mit Regiosprintern der Rurtalbahn gefahren wurden, kam am 3. Oktober 2014 auf dem Abschnitt Düren – Zülpich der Talbot-Triebwagen T 1 der ehemaligen Jülicher Kreisbahn und auf dem Abschnitt Zülpich – Euskirchen der einmotorige Uerdinger Schienenbus 795 256 zum Einsatz. Zusätzlich verkehrte aber auch ein Güterzugpaar zwischen Düren und Zülpich. Bei strahlendem Sonnenschein konnten Eisenbahnfreunde einen abwechslungsreichen goldenen Oktobertag erleben.

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Am Vormittag des 3. Oktober 2014 konnte bei Bessenich zunächst die V 105 der Rurtalbahn mit einem Güterzug von Zülpich nach Düren angetroffen werden.

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Wie in alten Zeiten: Ankunft des Schienenbusses am Bf. Zülpich. Bei der Mehrzahl der Fahrgäste handelte es sich nicht um Besucher der Landesgartenschau, sondern um Menschen, die anstelle einer langwierigen Busfahrt das Angebot einer schnellen und bequemen Bahnfahrt im Stundentakt von Euskirchen nach Zülpich genutzt hatten.

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Der aus Gerolstein angereiste Schienenbus 795 256 hatte auch einen passenden Beiwagen 995 295 mitgebracht. Wegen des an den Endpunkten der Fahrten erforderlichen Umsetzen des Beiwagens, das innerhalb der Stundentaktes Schwierigkeiten bereitet hätte, verzichtete man auf das Mitführen des Beiwagens. Er wurde stattdesssen als Verkaufsstand an den Hausbahnsteig des Bf. Zülpich rangiert. „Am 3. Oktober 2014 an der Eisenbahnstrecke Düren – Zülpich – Euskirchen“ weiterlesen

„Weekend at War“

mit diesem ungewöhnlichen Titel bezeichnete die südlimburgische Dampfzuggesellschaft (ZLSM) eine Veranstaltung, die am Wochenende 23./24. August 2014 in Simpelveld stattfand.

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Ein Jeep der US-Army passiert den Bahnübergang beim Bahnhof Simpelveld, wo im Hintergrund die Kriegslok 52 3879 steht… 

Zusammen mit verschiedenen militärhistorischen Gruppen wollte die ZLSM an das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung der niederländischen Provinz Südlimburg erinnern. Am Rande wurde zusätzlich auch der Schmuggel in der Nachkriegszeit thematisiert. Die Besucher wurden darauf hingewiesen, dass an der von der ZLSM befahrenen Strecke von Simpelveld nach Vetschau im Bereich der Landesgrenze Anlagen des Westwalls und die Reste eines Bunkers passiert werden. Auf dem Gelände des Bahnhofs Simpelveld wurden je ein Camp der US-Army und der deutschen Wehrmacht angelegt, in denen Statisten in historischen Uniformen das Soldatenleben darstellten. Vor allem im Bereich der US-Army gab es darüber hinaus eine Vielzahl von historischen Jeeps und Lastwagen zu sehen, die großenteils auch im Betrieb vorgeführt wurden. Die Besucher hatten die Möglichkeit, in verschiedenen Fahrzeugen auch mitfahren zu können. Als Höhepunkte der Veranstaltung wurde die Darstellung eines historischen Gefechtes angepriesen, das an beiden Tagen aufgeführt wurde. Mit reichlich „Ballern und Böllern“ gelang es dem Verband der US-Army immer wieder, die deutschen Besatzer zu vertreiben. „„Weekend at War““ weiterlesen

Frisches Kupfer für die alte Kupferstadt

Im Gegensatz zu vielen anderen Bahnhöfen und Städten der Region Aachen hat sich Stolberg noch einen relativ beachtlichen Schienengüterverkehr bewahrt. Bis heute wird beispielsweise der Gleisanschluss der Stahlhandelsfirma Kerschgens in Stolberg-Atsch, unmittelbar am Rand des Stolberger Hauptbahnhofs, regelmäßig bedient. Nahezu täglich werden dort mehrere Waggons zugestellt oder abgeholt. Auf dem Gelände des Stolberger Hauptbahnhofs betreibt außerdem die Bahnschotter-Recyclingfirma „BSR“ seit 2005 ihre Recyclinganlagen und ist ebenfalls nahezu täglich Empfänger oder Versender großer Mengen von Bahnschotter. Da die Firma „BSR“ sehr häufig mit sog. „Ganzzügen“ umgeht, nutzt sie gleich mehrere Bahnhofsgleise. Bekannt und häufig zu sehen sind daneben die Erzzüge zum Gleisanschluss der Berzelius-Bleihütte in Binsfeldhammer. Die Erztransport werden von der Rurtalbahn gefahren und finden in einer Art Programmverkehr statt, der auch Bedienfahrten an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen vorsieht.

Obwohl sich die Stadt Stolberg nach außen gerne mit dem Titel „Kupferstadt“ schmückt, sind die Kupfertransporte zur Firma Schwermetall, die von Stolberg Hbf mit Loks der BR 294 von DB Schenker bis zum Anschluss Zur Mühlen in Stolberg-Rüst gefahren werden, wenig bekannt. Vielleicht liegt es daran, dass die Übergabefahrten auf der Stolberger Talbahn meist in den frühen Morgenstunden stattfinden. Dort, auf dem Gelände des ehemaligen Kalkwerkes, werden die Kupferblöcke auf LKW umgeladen und auf der Straße über Vicht-Dreieck nach Breinigerberg transportiert. Der Eisenbahnfreund Luca Oberstaller, dem ich an dieser Stelle herzlich dafür danke, hat mir aus seiner Fotosammlung einige interessante Motive zur Verfügung gestellt, die zeigen, wie die Kupferblöcke nach Stolberg gelangen.

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Am 10. Juni 2014 wurden in dem von Köln Kalk Nord nach Stolberg verkehrenden Güterzug 54654 unter anderem 10 sechsachsige Schwerlastwaggons, die jeweils mit 3 bis 4 Kupferblöcken beladen waren, in die Kupferstadt transportiert. Diese Wagen der Gattung Samms haben ein Leergewicht von ca. 30 Tonnen. Das Ladungsgewicht der Wagen betrug pro Wagen zwischen 60 und 70 Tonnen, wodurch jeder Wagen ein Gesamtgewicht von knapp 100 Tonnen hatte. Das obere Bild zeigt die für das Fahrtziel „Stolberg Gbf“ bestimmten Schwerlastwaggons noch auf dem Güterbahnhof Köln-Kalk-Nord, das untere Bild entstand bei der Ankunft der Fracht auf dem Stolberger Hauptbahnhof.
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Am 10. Juni 2014 hatte die moderne E-Lok 152 025 die Aufgabe, den Güterzug 54654 mit seiner kostbaren Fracht von Köln Kalk Nord nach Stolberg zu fahren.

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Am trüben 14. Februar 2014  musste sich die Oldtimer-Lok 140 501 plagen, sieben mit Kupferblöcken beladene Schwerlastwaggons als Zug 54650 nach Stolberg Hbf zu bringen.

Mit dem Bördeexpress zur Landesgartenschau nach Zülpich

Die Kleinstadt Zülpich wird aktuell von vielen Menschen besucht, weil dort vom 16. April bis zum 12. Oktober 2014 die Landesgartenschau stattfindet. In Zülpich findet der geschichtlich interessierte Besucher aber auch die am besten erhaltene römische Thermenanlage nördlich der Alpen und das Museum der Badekultur. Außerdem gibt es dort die kurkölnische Landesburg und die mittelalterliche Stadtmauer mit vier erhaltenen Stadttoren als touristische Ziele.

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Mit Unterstützung der Sparkassen Düren und Euskirchen erhielt ein Regiosprinter-Triebwagen der Rurtalbahn eine auffällige und ansprechende Werbung für die Landesgartenschau in Zülpich . An Sonn- und Feiertagen ist er meist auf der Strecke Düren – Euskirchen im Einsatz.

Für Autofahrer ist Zülpich über die A 1 und die A 61 sowie die Bundesstraßen 56 und 265 recht gut zu erreichen. Zülpich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, ist dagegen eine Herausforderung, zumal wenn man es an Sonn- und Feiertagen versucht und wenn man aus der Region Aachen kommt.
Ältere Menschen werden sich noch erinnern, dass es einstmals durchgehende Eilzüge von Aachen über Düren und Euskirchen nach Bonn gab, die auch in Zülpich anhielten. Zülpich liegt nämlich an der schon 1864 in Betrieb genommenen und zeitweise zweigleisig ausgebauten Strecke Düren – Euskirchen (-Bonn). Leider wurde der Reisezugverkehr zwischen Düren und Euskirchen am 27. Mai 1983 eingestellt.
Wenn man sich vor Augen hält, dass diese Strecke die großen Städte Düren mit rd. 88.000 Einwohnern und Euskirchen mit rd. 55.000 Einwohnern unmittelbar verbindet und gleichzeitig Zülpich mit rd. 20.000 Einwohnern und Vettweiß mit rd. 8.900 Einwohnern anbindet und außerdem zur Entlastung des Knotens Köln beitragen könnte, so ist es schon sehr verblüffend, dass von Seiten der für den Nahverkehr in der Region zuständigen Stellen keine Anstrengungen zur Reaktivierung der Strecke Düren – Euskirchen zu verzeichnen sind. Dass die Strecke Düren – Euskirchen dennoch erhalten geblieben ist und auch noch von Reisezügen befahren wird, ist dem Engagement von ambitionierten Bürgern zu verdanken, die sich als „Bürgerbahn Düren – Zülpich – Euskirchen e.V.“ zusammengeschlossen haben und unter der Marke „Eifel-BördeExpress“ bzw. „Bördeexpress“ seit 2008 einen kontinuierlich wachsenden ehrenamtlich organisierten Zugverkehr auf der Schienenstrecke Düren-Zülpich-Euskirchen, der „Bördebahn“, eingerichtet haben. Bei diesem Projekt steht zunächst der touristische Sonderbetrieb an Sonn- und Feiertagen im Vordergrund. Langfristiges Ziel ist es, die Reaktivierung der Bördebahn für den regulären Schienenpersonennahverkehr zu erreichen. Der Zugbetrieb füllt an Sonn- und Feiertagen die Fahrplanlücke, die die nur werktags verkehrende Buslinie SB98 hinterlässt. Etwa 20 aktive Vereinsmitglieder organisieren, betreuen und planen diesen Sonderverkehr als Zugbegleiter, Schrankenposten und Servicekräfte oder durch die Pflege der Haltestellen oder Marketing und Imagepflege im Internet. Zur Landesgartengartenschau 2014 in Zülpich erreicht der Verkehr mit einem ausgeweiteten Fahrplanangebot und 33 Betriebstagen seinen bisherigen Höhepunkt. „Mit dem Bördeexpress zur Landesgartenschau nach Zülpich“ weiterlesen

Ausstellung: 130 Jahre „Flitsch“ – Oleftalbahn Kall-Hellenthal

Fotos und Collagen von Marita Rauchberger
in der Galerie „Eifel Kunst“ in Gemünd

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In diesem Jahr wird die Eisenbahnstrecke von Kall nach Hellenthal (Oleftalbahn), die „Flitsch“, 130 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt Marita Rauchberger in der Galerie „Eifel Kunst“, Schleidener Straße 1, 53937 Schleiden-Gemünd, vom 29. Juni bis zum 3. August ihre Foto- und Fotocollagenausstellung zur Oleftalbahn.

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Marita Rauchberger schreibt zu ihrer Foto- und Fotocollagenausstellung: „Ausstellung: 130 Jahre „Flitsch“ – Oleftalbahn Kall-Hellenthal“ weiterlesen