Fototagebuch 2/2019

Fototagebuch  Februar 2019

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg im Februar 2019.
Die jüngsten Berichte und Fotos stehen am Anfang.
(Hier geht es zum Fototagebuch des Vormonats Januar 2019 .)

Tipps für Eisenbahnfreunde:

verlängert bis 17. März 2019 !
Im Museum Zinkhütter Hof in Stolberg, Cockerillstraße 90/Ecke Schellerweg, wird vom 02. Dezember 2018 bis zum 17. März 2019 eine vom Arbeitskreis Geschichte Mausbach zusammengestellte multimediale Ausstellung zur Geschichte der Erzgrube Diepenlinchen in Mausbach präsentiert. Neben einer Vielzahl von Fotodokumenten können sich Besucher auch Interviews mit ehemaligen Bergleuten anhören und Videomaterial anschauen.

 

 

Beginn des Fototagebuchs:

 

06. März 2019

Der Eisenbahnfreund Ralph Cox, dem ich für seine Bildspende herzlich danke, hatte am 06. März 2019 beim Werk Aachen den zum Aachener Hauptbahnhof rollenden Talent 2-Triebwagen 442 259 aufgenommen. Die Besonderheit seines Fotos ist aber der rechts stehende Talent 2-Triebwagen 442 232, der von der S-Bahn Nürnberg (!) stammt und derzeit einen Gasteinsatz beim Werk Aachen hat. Ein Franke in Aachen…

 

04. März 2019

Wegen des Karnevalszuges in der Eschweiler Innenstadt war der Euregiobahnverkehr  zwischen Stolberg Hbf und Weisweiler zeitweise unterbrochen. Auf dem Streckenast von Stolberg Hbf nach Stolberg-Altstadt waren deshalb verschiedene RB 20-Züge im „Doppelpack“ unterwegs.

Zwischen dem Hp. Stolberg-Schneidmühle und dem Schnorrenfeld wurde 643 219 auf seiner Fahrt zum Stolberger Hauptbahnhof vor historischen Fabrikgebäuden der Glashütte St. Gobain aufgenommen (oben). Nach den kürzlich durchgeführten Rodungen konnte auch die Glasarbeiterkolonie am Schnorrenfeld gut als Motiv genutzt werden (unten).

Auch die folgende Zugfahrt wurde am Schnorrenfeld fotografiert (oben). Hier offenbart der Nachschuss einen fotogenen Blick auf die Doppelkurve und bis zum Hp. Stolberg-Schneidmühle  (unten).

Gegenüber der Straßeneinmündung Schneidmühle/Eisenbahnstraße bzw. in Höhe des einstigen WA Vegla gibt es eine Fotostelle, bei der man sehr lange das Fotolicht ausschöpfen kann.

 

03. März 2019

Am Viadukt Rüst wurde die Baustelle für die Abbrucharbeiten eingerichtet. Am 03. März 2019 waren aber zunächst Arbeiten an Versorgungsleitungen im Straßenraum im Gange (oben und unten).

Nach den Rodungsarbeiten der letzten Wochen zeigt sich die Umgebung des Bahnübergangs „Im Steg“ in Breinig derzeit wieder sehr übersichtlich. Den einstmals hier vorhandenen „Dschungel-Tunnel“ gibt es nicht mehr.

 

02. März 2019


Am 2. März um 14 Uhr fand an der Gedenkstele auf dem „Gustav-Wassilkowitsch-Platz“ am Stolberger Hauptbahnhof eine Gedenkveranstaltung zur Deportation von Stolberger Roma statt, zu der die Gruppe Z Stolberg und der VVM-BdA-Aachen geladen hatten.
Am frühen Morgen des 2. März vor 76 Jahren wurden 37 Roma aus ihren Häusern getrieben. Sie wurden gezählt und registriert und anschließend mit LKW zum Stolberger Hauptbahnhof gefahren. Von dort wurden sie in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. Ermordet, weil sie nicht in das Weltbild der Nationalsozialisten passten. Der Bahnhofsvorplatz am Ende der Rhenaniastraße wurde aus diesem Grund nach dem Jüngsten der Stolberger Roma, dem Kleinkind Gustav Wassilkowitsch, benannt.

 

28. Februar 2019

Am 28. Februar 2019 begann im Rheinland der Straßenkarneval. Am Nachmittag dieses Tages war es auf dem Kölner Hauptbahnhof aber relativ ruhig, der Trubel im Bahnhof und auf den Bahnsteigen hielt sich in Grenzen. Passend zum närrischen Tag zeigte sich der Vareo-Triebwagen 620 048 mit der Zielanzeige „Flirt-Express“.

Als der RE 9 nach Aachen gegen 15:39 auf Gleis 8 des Kölner Hauptbahnhofs einlief, gab es auf dem Bahnsteig wenigstens einige wenige kostümierte Karnevalisten zu sehen, die für ein tagesaktuelles Foto in Szene gesetzt werden konnten…

 

 

27. Februar 2019

In der Abendsonne konnte aus einem vorbeifahrenden Zug heraus im Rbf Köln-Eifeltor die französische E-Lok 437 009 aufgenommen werden.

In Höhe des ehemaligen Rbf Köln-Gereon gab es aus dem Zug heraus vor der Kulisse des Mediaparks die RheinCargo-Lok DE 76 zu sehen.

In Köln Bbf wartete der ÖBB-Taurus 1016 036 vor einem Nachtzug auf seine Rückleistung (oben und unten). Die CAT-Loks kommen üblicherweise nur im Pendelverkehr zum Wiener Flughafen zum Einsatz. Ein Ausflug ins Rheinland ist selten zu beobachten.

Auf dem Kölner Hauptbahnhof war die blitzblanke 101 097 vor ihrem IC-Zug ein Foto wert.

Auf dem Kölner Hauptbahnhof gab es als Zufallstreffer auch noch den RRX-Triebwagen 462 026 auf einer Probefahrt zu sehen (oben und unten).

 

 

26. Februar 2019

Am Nachmittag des 26. Februar 2019 begegnete dem Fotografen auf dem Bonner Hauptbahnhof die HSL-Lok E 186 181 mit einem in Richtung Koblenz fahrenden Kesselwagenzug.

In der Gegenrichtung gab es u.a. 189 029 nebst einer unerkannt gebliebenen Schwesterlok zu sehen, die mit einer langen Schlange leerer Erzwaggons in Richtung Köln den Bonner Hauptbahnhof passierten.

Die erste Lok einer Baureihe ist immer etwas Besonders. So reizte auch 101 001 zu einem Foto, als sie mit einem IC-Zug in den Bonner Hauptbahnhof einlief.

 

25. Februar 2019

Für die DB Cargo-Lokführer des Standortes Aachen-West finden in diesen Tagen Schulungen auf den neuen Siemens-Vectron-Loks (BR 193) statt. In der letzten Februarwoche war dazu u.a. 193 330 auf dem Bf. Aachen-West im Einsatz. Frank Kutsch, dem ich hier für seine Bildspenden herzlich danke, war dabei und hat drei Fotos davon zur Verfügung gestellt:

Wie „frisch aus der Packung“ zeigte sich die blitzblank saubere 193 330 auf dem Bf. Aachen-West.

Blick in den Maschinenraum von 193 330. Man könnte vom Fußboden essen… ;-)

Und ein Blick in den aufgeräumten, übersichtlichen Führerstand der 193 330  darf natürlich auch nicht fehlen.

Neben den vielen Traxx-Loks, die das Bild vom hiesigen Bahnbetrieb dominieren, bieten die Vectrons gewiss eine gern gesehene Abwechslung in der Bahnwelt.

 

23. Februar 2019

Todesfall am Stolberger Hauptbahnhof
Am Abend des 23. Februar 2019 wurde auf dem Stolberger Hauptbahnhof eine männliche Person von einem Güterzug erfasst. Die Strecke Köln – Aachen musste wegen des Vorfalls bis etwa 21:20 Uhr vollständig gesperrt werden.
Wie den Lokalausgaben der Stolberger Tageszeitungen vom 25. Februar 2019 zu entnehmen ist, konnte die getötete Person bislang noch nicht identifiziert werden. Ebenso konnten dort noch keine näheren Angaben zum Unfallhergang mitgeteilt werden. Kriminalpolizei und Bundespolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

 

20. Februar 2019

Gegen 7:55 Uhr beehrte der betagte SNCB-Elektrotriebwagen 649 mit seinem von Farbschmierern individuell, aber scheußlich gestalteten Design den Aachener Hauptbahnhof.

Um 8:01 Uhr konnte auf dem Aachener Hauptbahnhof dieses euregionale Zugtreffen mit 643 215/715 und SNCB Am 649 bildlich festgehalten werden.

Stolberg Hbf bot gegen 8:15 Uhr die Möglichkeit, die von Rurtalbahn-Cargo eingesetzte Northrail-Gravita 261 301 und 145 092 gemeinsam zu fotografieren.

Wenige Augenblicke hatte sich die Szene schon deutlich verändert…

Pünktlich um 8:27 Uhr zog 146 004 den RE 9 nach Siegen ostwärts aus dem Stolberger Hauptbahnhof.

145 092 hatte zwischenzeitlich ihren Güterzug abgehängt und fuhr gegen 8:32 Uhr als Leerfahrt in Richtung Aachen-West davon.

Minuten später konnte man auf dem Stolberger Hauptbahnhof ein „Gravita-Treffen“ mit den Loks 265 031 (DB Cargo, links) und 261 301 (Northrail/RTB Cargo, rechts) beobachten.

Im Rahmen ihres Rangiergeschäftes unternahm die 261 301 auch eine Wendefahrt zum Gleis 26. Ganz „Rurtalbahn-mäßig trägt die Lok übrigens zusätzlich auch den Namen „Steffi“.

Mit leichter Verspätung passierte 146 006 gegen 6:39 Uhr mit dem RE 9 nach Aachen den Stolberger Hauptbahnhof.

Gegen 16:44 Uhr  wurden am Flugplatz Merzbrück zwei unerkannt gebliebene „Talente“ als RB 20 auf dem Weg nach Stolberg Hbf Gleis 44  „en passant“ fotografiert. Anschließend faszinierten allerdings zwei startende Oldtimer-Flugzeuge, so dass der Aufenthalt am Flugplatz doch ein wenig länger dauerte. Da passte es dann schon wieder, auch noch eben die Rückkehr dieser Euregiobahn-Triebwagen abzuwarten…

So wurden die beiden unerkannten Talente dann gegen 17:17 Uhr zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Quinx und Merzbrück in ländlicher Umgebung in Szene gesetzt (oben und unten).

 

 

19. Februar 2019

Am Morgen des 19. Februar 2019 gegen 6:44 Uhr  stand der Arriva-Triebwagen 551 wieder einmal im Fokus des Fotografen. Als RE 18 startete er kurz danach zu seiner Tour nach Maastricht.

Ein vertrauter, kerniger Motorklang erregte wenig später die Aufmerksamkeit des Fotografen – 363 223 kam bei einer kleinen „Sägefahrt“ auf Gleis 1 bis an den Rand der Bahnhofshalle gefahren.
Die knappe Wendezeit reichte gerade für ein spontanes Foto…

Am Nachmittag des 19. Februar 2019 wurde von der Camp-Astrid-Brücke aus der auf Gleis 44 des Stolberger Hauptbahnhofs auf  seine Abfahrt in Richtung Alsdorf wartende RB 20-Verband mit 643 212 an der Spitze aufgenommen.

 

 

18. Februar 2019

Gegen 10:25 Uhr stand der Arriva-Triebwagen 552 auf dem Aachener Hauptbahnhof und wartete auf Fahrgäste nach Heerlen und Maastricht (oben). Dabei bot sich Gelegenheit, auch einmal einen Blick in den komfortablen Innenraum zu werfen (unten). Einmal mehr wurde dabei deutlich, welche Zumutung die von DB-Regio eingesetzten Triebwagen der BR 442 mit ihren beengten Sitzreihen darstellen!

Vom Bahnsteig des Hp. Nothberg aus entstand um 10:55 Uhr dieses Foto von 643 202/702 auf seiner Fahrt durch die Indeauen in Richtung Weisweiler.

Von gleicher Stelle aus wurde gegen 11:05 Uhr auch ein in Richtung Stolberg fahrender RB 20-Zug vor der Kulisse des Braunkohlekraftwerks Weisweiler aufgenommen.

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof wurde am Vormittag des 18. Februar 2019 auch wieder einmal etwas am barrierefreien Zugang zum Mittelbahnsteig herumgewerkelt.

Um 11:36 Uhr schleppte die Railtraxx-Diesellok 266 031 mit laut röhrendem Motorsound einen langen Klv-Zug durch Stolberg Hbf in Richtung Köln.

Gegen 18:15 Uhr war schließlich noch dieser gepflegte Mercedes-Benz-Bus der Firma „Eifelgold“ ein Foto wert, als er auf seiner Fahrt auf der Schnellbuslinie SB 63 kurz vor seinem Ziel am Aachener Hauptbahnhof vorbeikam.

 

17. Februar 2019

Beim Servicepunkt im EVS-Gebäude am Stolberger Hauptbahnhof fand wieder ein „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ statt. Das Thema „Die Strecke von Stolberg-Altstadt (Stolberg-Hammer) nach Walheim gestern und heute“ lockte dabei mehr als 30 Besucher an. Angesichts der im Jahr 2019 zu erwartenden Veränderungen an der Strecke wurde noch einmal der aktuelle Zustand vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten und die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten betrachtet.  Mit einem Film aus der Sammlung von Udo Bellingradt konnten die Besucher die Strecke von Stolberg bis Breinig im Zustand von 1992 aus dem Führerstand eines Gleismesszuges nacherleben. Einen thematischen Schwerpunkt bildeten ferner die Eisenbahnbauten und Bahnanlagen in Breinig. Klaus Wölfle zeigte mehrere Videofilme vom Betrieb auf der Strecke, die er in den 1980er Jahren aufgenommen hatte und erläuterte anhand von Bildfahrplänen aus seinem Fundus den Güterzugverkehr zur Zeit der Deutschen Bundesbahn.

Auf der Ostseite des Bf. Düren erwischte Peter-Josef Otten die derzeit von Rurtalbahn Cargo eingesetzte Northrail-Gravita 1261 301, die auch den Zusatznamen „Steffi“ trägt. Vielen Dank für die Bildspende!

Thomas Printz hatte bei einer Fahrradtour am  sonnigen 17. Februar 2019 das Glück, am niederländischen Bf. Landgraaf einen der neuen Arriva-Elektrotriebwagen auf der Linie RE 18 von Maastricht nach Heerlen und Aachen anzutreffen. Auch hier ein herzliches Dankeschön für die Bildspende.

Auf den Bf. Düren wurde gegen 15:53 Uhr die noch im COBRA-Design laufende E 186 233 (2841) vor einem westwärts fahrenden Güterzug aufgenommen. Die Uhr rechts auf dem Bahnsteig zeigte die falsche Zeit an.

Um 16:18 Uhr traf 146 122 mit dem RE 1 nach Hamm in Düren ein.

Unmittelbar danach verließ die RB 20 den Bf. Düren in Richtung Langerwehe und Aachen. Links davon wartete der VT 740 der Rurtalbahn auf seine Abfahrt nach Heimbach.

Mit dem VT 740 der Rurtalbahn (oben) wurde kurz danach eine Fahrt bis nach Obermaubach unternommen (unten).

Kurz nach Sonnenuntergang war es erneut der VT 740 der Rurtalbahn, mit dem die Rückfahrt vom Obermaubach zum Bf. Düren angetreten wurde.

Als auf dem Bf. Düren im letzten Tageslicht der Rurtalbahn-Regiosprinter VT 6.018.1 fotografiert wurde, fuhr zur Freude des Fotografen zufällig eine unerkannt gebliebene Diesellok der Rurtalbahn ins Bild.

Loks der BR 120.2 von Aachen abgezogen
Wie am 17. Februar 2019 zu erfahren war, sind die drei Loks 120 206, 120 207 und 120 208, die schon einige Wochen auf dem Bf. Aachen-Rothe Erde arbeitslos herumstanden, in den ersten Februartagen zum DB-Stillstandsmanagement nach Hamm abtransportiert worden. Mit den Loks 146 001 bis 146 006 hat das Werk Aachen die Möglichkeit erhalten, die 120.2 zu ersetzen und darüber hinaus auch einige Loks der BR 111 aus dem Umlaufplan herauszunehmen. Von den Loks der BR 111 waren Anfang Februar 2019 rd. 20 Loks auf dem Bf. Leverkusen-Opladen zu sehen. Diese 111er werden dort bei der bei Eisenbahnfreunden „einschlägig bekannten“ Firma Bender wohl zeitnah verschrottet werden.

 

 

16. Februar 2019

Stefan Danners hatte am 16. Februar 2019 seine Kamera dabei, als er am Eschweiler Hauptbahnhof vorbeikam. Auch ihm sage ich ein herzliches Dankeschön für seine Bildspenden. Von der dortigen Behelfs-Fußgängerbrücke aus fotografierte er u.a. den nach Brüssel fahrenden ICE 3-Zug Nr. 4654 bei der Überholung des RE 1 nach Aachen, der baustellenbedingt am Bahnsteiggleis 4 halten musste.

Mit einem von Aachen-West nach Köln fahrenden KlV-Zug begegnete ihm außerdem der in elegantem schwarz lackierte MRCE-Taurus ES 64 U2-096.

Auf dem Bf. Herzogenrath traf er u.a. auf die AIXRail-Lok 211 125. AIXRail-Loks sind in diesen Tagen häufiger mit Überführungsfahrten von niederländischen Elektrotriebwagen zur Firma „Talbot Services GmbH“ in Aachen zu beobachten.

 

15. Februar 2019

Peter-Josef Otten hatte am sonnigen 15. Februar 2019 Gelegenheit, auf dem Bf. Düren den Bahnbetrieb fotografieren zu können. Für seine Bildspenden von diesem Ausflug sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Zunächst begegnete ihm die Railpool-Lok 186 455 mit einem westwärts fahrenden gemischten Güterzug (oben). Zwei als Lokzug fahrende Loks der BR 146 zu erwischen, ist nicht alltäglich. Peter-Josef Otten hatte dieses Glück, als die beiden Regio-Loks 146 266  und 146 261 den Bf. Düren in Fahrtrichtung Aachen passierten (unten).

Der von Paris nach Köln eilende Thalys-Zug Nr. 4343 wurde wegen des Sonnenstandes als Nachschuss aufgenommen (oben), während 101 040 mit ihrer IC-Leerfahrt nach Aachen „schräg von vorn“ aufgenommen werden konnte (unten).

 

12. Februar 2019

Der Eisenbahnfreund Jean-Michel Vanderseypen war am 12. Februar 2019 zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte das Glück, auf dem Aachener Hauptbahnhof die zum Geschäftsbereich DB-Netz gehörende 120 160 mit einem Messzug zur Fahrwegmessung vor die Kamera zu bekommen. Der Messzug bestand aus den Fahrzeugen DB Railab 2/D-DB 63 80 99-94 003-0 (hinter der Lok) und DB 721 201/D-DB 99 80 93-60 009-1 (an der anderen Zugseite). Für die Bildspenden sage ich an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“ an Jean-Michel Vanderseypen!


Der Eisenbahnfreund Stefan Hochstetter war am 12. Februar 2019 am Hp. Aachen-Schanz unterwegs und hat dort u.a. die BLS Cargo-Lok 414 mit einem Klv-Zug nach Aachen-West aufgenommen (oben). In der Gegenrichtung kam ihm die Railpool-Lok 185 677 als Leerfahrt entgegen (unten). Für die Bildspenden sage ich auch Stefan Hochstetter ein herzliches Dankeschön.

Natürlich musste auch der neue Arriva-Elektrotriebwagen 550 auf seiner Fahrt von Aachen nach Maastricht am Hp. Aachen-Schanz abgelichtet werden.

Auf dem Bf. Aachen-West war der Eisenbahnfreund Ralph Cox „im Einsatz, dem ich ebenfalls für seine Bildspenden herzlich danke. Er nahm u.a. die beiden E-Loks 186 387-7 und E 186 220-0 auf, die mit einem Güterzug in Richtung Montzen ausfuhren (oben). Aus der Gegenrichtung kommend begegnete ihm die E-Lok 152 136-8 mit einem gemischten Güterzug (unten).

 

 

09. Februar 2019

Am Vormittag des 09. Februar 2019 ergab sich die Gelegenheit, 643 226 auf seiner Tour von Stolberg Hbf nach Stolberg-Altstadt in Höhe des „Schleicher-Parks“ aufzunehmen.

Im Stadtteil Mühle gibt es reichlich Motive, um Stolberg als alte Industriestadt in Szene zu setzen. Auf seiner Rückfahrt nach Stolberg Hbf diente 643 226 zwischen den Bahnübergängen Hermann-Ritter-Straße und Europastraße (Cockerillstraße) als Dekoration für Stolberger Hinterhof-Ambiente (oben und unten).

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof bot die Überholung eines RB 20-Verbandes durch die als Leerfahrt in Richtung Köln sausende 111 126 ein gerne genutztes Fotomotiv.

Die Railpool-Lok 186 500 schleppte einen langen Kesselwagenzug ostwärts durch Stolberg Hbf.

Vor einem RE 9-Zug von Aachen nach Siegen wollte auch die schmucke 146 002 fotografiert werden.

 

 

08. Februar 2019

Beim Warten auf den Zug für die Heimfahrt gab es auf dem Bonner Hauptbahnhof am Zugende eines südwärts fahrenden IC-Zugs die im eigenwilligen „Rheingold-Design“ gestaltete 101 112 zu sehen (oben und unten).

Während 101 112 eine stilisierte Bundesbahn-Lok darstellt, ist 120 101 eine echte Bundesbahn-Ikone. Sie steht am Anfang der ersten Serie von Bundesbahn-Drehstrom-Loks und markiert den höchsten Entwicklungsstand der Bundesbahn im E-Lok-Bau. Sie rollte wenige Minuten nach der 101 112 in den Bonner Hauptbahnhof ein.

 

04. Februar 2019

Am Nachmittag des 04. Februar 2019 gab es auf dem Bonner Hauptbahnhof die 120 101 vor einem Intercity-Zug zu sehen. Im Zugverband befanden sich u.a. auch einige umlackierte Interregiowaggons, die den Fahrgästen ohne zusätzlichen Aufpreis, d.h. für den üblichen IC-Zuschlag, das authentische  Design der 1980er Jahre boten.

 

03. Februar 2019

Der Eisenbahnfreund Thomas Printz, dem ich für seine Bildspenden herzlich danke, nutzte das sonnige Wetter des 03. Februar 2019, um in Herzogenrath die neuen Elektrotriebwagen von Arriva zu fotografieren, die auf der Linie RE 18 zwischen Aachen und Maastricht verkehren (oben und unten).

Beim Bahnübergang Trockenbuschweg begegnete der von Stolberg Hbf Gleis 44 nach Herzogenrath fahrende 643 218 gegen 16:15 Uhr dem Fotografen.

Blick auf die Gleisreste der ehemaligen Strecke von Stolberg nach Würselen bei einem Bahnübergang nahe des Weidener Hofs. Der Blick geht hier in Richtung Broichweiden.

Hinterm Horizont dampft es weiter…. – Schnappschuss nahe des Weidener Hofs zwischen Stolberg, Broichweiden und Merzbrück. Der Dampf stammt allerdings nicht von einem vorbeifahrenden Dampflok-bespannten Zug, sondern vom Braunkohlekraftwerk in Weisweiler. ;-)

Im Licht der tiefstehenden Abendsonne gelangen zwischen Merzbrück und der ehemaligen Abzweigstelle Quinx Fotos von 643 217 auf seiner Fahrt von Alsdorf nach Stolberg.

Nahe der ehemaligen Abzweigstelle Quinx wurde 643 217 in dem fotografenfreundlichen Sonnenlicht weitere Male fotografiert (oben und unten).

Unmittelbar nach Sonnenuntergang wurde im letzten Tageslicht 643 217 auf seiner Tour von Stolberg nach Alsdorf und Herzogenrath beim Bahnübergang Hochwaldweg fotografiert.

 

02. Februar 2019

Der 02. Februar 2019 war in Stolberg ein ganztägig neblig-trüber Tag. Genau das richtige Wetter, um ICE-Züge zu fotografieren. Zur Mittagszeit wurde zunächst der unerkannt gebliebene ICE von Brüssel nach Frankfurt/M. aufgenommen (oben), beim Gegenzug war es der Triebwagenzug 4604, der in der Nebelsuppe Stolberg Hbf in Richtung Brüssel passierte (unten).

 

01. Februar 2019

In den regionalen Tageszeitungen wird am 01. Februar 2019 unter der Titelzeile „Kohlekommission will Ausbau der Stolberger Euregiobahn fördern“ über die Zukunftsmöglichkeiten der regionalen Eisenbahnprojekte berichtet, die sich die in diesen Tagen durch die Vergabe von Fördermitteln  ergeben.

Der Eisenbahnfreund Jürgen R. Schmitt besuchte am 01. Februar 2019 den ehemaligen Bf. Mariagrube und die Abzweigstelle Kellersberg, um dort die Entwicklung der Freischneidearbeiten zu erkunden. Für seine Bildspende sage ich ihm an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Blick auf die Westseite des ehemaligen Bf. Mariagrube mit den Trassen der Strecken nach Würselen (links) und nach Alsdorf (rechts).

Von Kellersberg aus gesehen verläuft links mit Gefälle das Gleis zum Bf. Mariagrube und rechts, auf einem höheren Damm, das Gleis in Richtung Stolberg.

Ansicht der ehemaligen Abzweigstelle Kellersberg mit den Strecken aus Stolberg (links) und vom Bf. Mariagrube (rechts).

Blick über das Streckengleis Alsdorf – Stolberg hinweg auf das Gelände des ehemaligen Bf. Mariagrube, die Häuser rund um die Konditorei Meisenberg und die Fläche der ehemaligen Grube „Maria“.

Wer sich am Nachmittag des 01. Februar 2019 gefreut hatte, mit dem „schnellen“ Zusatz-RE 1 von Köln Hbf in Richtung Aachen zu fahren, der hatte wieder einmal Pech. Wegen „Personen im Gleis in Köln-Ehrenfeld“ gab es eine Streckensperrung. Als nach etwa 55 Minuten die Strecke wieder freigegeben wurde, standen in Köln Hbf auf den Gleisen 6 – 8 zwei RE1-Züge, ein RE 9-Zug und der Thalys nach Paris nebeneinander und warteten auf die Abfahrt in Richtung Aachen. Wenn man trotz der guten Präsenz der Bundespolizei und anderer Ordnungsbehörden in Köln 55 Minuten benötigt, um die Strecke wieder freizubekommen, dann müssen in Ehrenfeld wohl Horden von Menschen unterwegs gewesen sein….

Gegen 22:30 Uhr stand in Aachen Hbf auf Gleis 7 der Arriva-Triebwagen 552 und wartete auf seine Abfahrt als RE 18 nach Maastricht. Bei der Gelegenheit auch ein Dankeschön an den jungen Lokführer, der für den Fotografen schon einmal das Spitzensignal eingeschaltet hatte.

 

18 Gedanken zu „Fototagebuch 2/2019“

  1. Hallo Roland,
    deinen Hinweis auf die Berichterstattung der regionalen Tageszeitungen vom 01. Februar 2019 unter der Titelzeile „Kohlekommission will Ausbau der Stolberger Euregiobahn fördern, möchte ich in der Form ergänzen, das man mit dem Gefühl das Weihnachten, Ostern, Pfingsten und Muttertag an einem Tag stattfinden, zu diesem Anlass die Sektkorken knallen lassen können.
    40 Milliarden Infrastrukturzuschuß, davon 15 Milliarden in NRW für die nächsten 20 Jahre. Neben vielen anderen Maßnahmen, ist alles das was sich Eisenbahnfreunde auch nur im entferntesten gewünscht oder erhofft haben eingebunden und wird nun finanziert und umgesetzt – bereits beginnend ab 2019.
    Ausbau Knoten Aachen Hbf, Ausbau Knoten Stolberg Hbf, Ausbau Knoten Köln Hbf, Ausbau Knoten Rheydt, Ausbau Knoten Viersen, zusätzliche Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Wesseling,
    Weiterführung der Euregiobahn mit Elektrifizierung bis Raeren / Belgien, Weiterführung mit Elektrifizierung der Euregiobahn bis Aldenhoven, Baesweiler/Siersdorf, Regiotram bis Aachen Innenstadt. Lückenschluß der DKB Linnich-Baal. Elektrifizierung Bördebahn und Eifelbahn,
    selbst die Mittel für die Verschwenkung der Landebahn und den Ausbau des Flughafens Merzbrück stehen nun bereit, Bau des Euregioports in Stolberg Hbf, Bündelmaßnahmen Ersatz für drittes Gleis Aachen-Düren, das zahlreiche Neuheiten für Stolberg Hbf mit sich bringt, frühere Ausfädelung der RB20 am Unterwerk, spätere Einfädelung der RB20 durch neuen Bahnsteig mit Überholgleis, und schließlich der Neubau von neuesten Digitalstellwerken in Stolberg und Viersen. Alles, aber wirklich alles, was auf dem Wunschzettel des NVR stand ( Gutachten der VIA Consulting & Development GmbH vom Januar 2017) zur Verbesserung des Schienenverkehrs, werden nun vollständig umgesetzt. Verbunden mit der Senkung der Trassenpreise für den Güterverkehr zum 01.01.2019, dürfte bald mehr effektiver und umweltfreundlicher Verkehr in der Region auf die Schiene gesetzt werden.
    Prost !!!

    1. „Verbunden mit der Senkung der Trassenpreise für den Güterverkehr zum 01.01.2019, dürfte bald mehr effektiver und umweltfreundlicher Verkehr in der Region auf die Schiene gesetzt werden.“

      Da werden sich aber garantiert nicht alle drüber freuen… Den Anliegern in Alsdorf hat man seitens der Politik jahrelang Sand in die Augen gestreut! Man hat den Leuten doch tatsächlich erzählt, dass es auf der Strecke Herzogenrath – Alsdorf – Stolberg, niemals Güterverkehr geben wird. Jeder der nur etwas von der Materie versteht, weiss das das absoluter Quatsch ist. Stichwort: Deskriminierungsfreier Zugang zur Eisenbahninfrastruktur. Ich bin jendenfalls jetzt schon gespannt, wie ein paar lokal Politiker versuchen werden das Europarecht auszuhebeln…

      1. Hallo Christoph,

        von den Gedanken eines diskriminierungsfreien Netzzugangs her gesehen, ist es sicher denkbar, dass auf der Strecke Stolberg – Alsdorf – Herzogenrath und umgekehrt Güterzugverkehr möglich ist. Ohne Streckenelektrifizierung der Ringbahn dürfte das Umspannen aber die Wirtschaftlichkeit wieder etwas einschränken. Und wenn dann einmal Elektroloks Güterzüge über die Ringbahn schleppen könnten: Bei der relativ geringen Fahrgeschwindigkeit und beim Fahren mit leisen und sauberen Elektroloks dürfte das sicherlich vertretbar sein. Ich denke, die LKWs, die auf den Straßen rings um die Ringbahn umher unterwegs sind, erzeugen mehr Lärm und Umweltbeeinträchtigungen als Güterzüge auf der EVS-Strecke. Außerdem müssten die Güterzüge auf der Ringbahn die erforderlichen Fahrplantrassen und Zeitfenster finden.
        Und ehrlich gesagt hat doch auch niemand einen Anspruch darauf, dass sich die Welt um ihn herum nicht verändern darf. Wer neben einer Bahnstrecke wohnt, lebt mit der latenten Gefahr von „Fahrplanänderungen“…

        Viele Grüße
        Roland

        1. Hallo!

          Das sehe ich ebenfalls so. Es lebt heute kein Mensch mehr, bei dessen Geburt die Bahnstrecken nicht schon bestanden haben. Die Auslastung hat sich seit deren Bestand stets verändert. Von überhaupt keinem Verkehr bis hin zu lautem und Emissionsstarkem Dampflokverkehr waren alle Extreme vorhanden.
          Und beim Kauf eines Grundstücks hat man den entsprechenden, preislichen Abschlag gewiss auch gerne in Anspruch genommen. Es mag zwar sein, dass sich der regional positiv entwickelnde Schienenverkehr nicht mit den Erwartungen von Grundstückskäufern aus den ’90ern deckt, aber das ist nicht die Schuld der EVS/Bahn.

          Was es denn mit den genannten Versprechen, es würde sicher niemals Güterverkehr geben, auf sich hat weiß ich nicht. War das nur so eine dahergesagte Meinung von irgendwem, oder wurde das tatsächlich schriftlich so festgehalten? Ich würde mich schon sehr wundern, wenn das in dieser Form tatsächlich bindend festgehalten worden wäre.
          Die Notwendigkeit der Erbringung von Verkehrsleistungen überwiegt die Forderung nach güterzugfreiem Verkehr. Bei allem Verständnis nach Ruhe und Schallschutz sehe ich da persönlich bei einer so alten Bestandsstrecke keinen Anspruch auf solche Betriebsbeschränkungen.

          Jetzt kommt’s wohl wirklich nur drauf an, ob es dazu irgendwelche bindenden Abmachungen gab.

          1. http://spd-alsdorf.de/blog/?p=4155

            Hier ist mal ein Link zu dem Thema. Hatte damals schon einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen… Besonders interessant finde ich den Teil, dass die Stadt Alsdorf im Jahr 2005, dem Ausbau des Ringschlusses nur unter der Voraussetzung zugestimmt habe, dass keine Güterverkehre stattfinden würden…

  2. Nun, wir wohnen nahe an der Strecke AC – MG, an der Rampe runter nach Herzogenrath. So ein leerer Kesselwagenzug bergab hat so seinen eigenen, nennen wir es mal, Klang. Da ist ziemlich egal was davor hängt. Will sagen – Güterzüge sind nunmal wesentlich aufdringlicher als moderne Triebwagen.

    Was wollen die an Mariagrube denn mit dem Streckengleis Richtung Würselen machen. Da liegen doch schon bald keine Schienen mehr.

    Schönes Wochenende, Tom

    1. Hallo Tom,
      das Gleis von Mariagrube nach Würselen ist schon sehr lange abgebaut. Genau wie das Gleis von Mariagrube über Aldenhoven nach Jülich. Die Strecke wurde ja schon 1980 stillgelegt und bald darauf wurden die auch die Gleise abgebaut.

      Hier mal der Wikipedia-Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Aachen_Nord%E2%80%93J%C3%BClich

      Lustiger Weise ist bzw. war diese ehemalige Verbindung aber die schnellste, weil direkteste Verbindung vom Aachener Nordkreis ins Aachener Stadt-Zentrum.

      MfG

  3. Ach Leute, haltet in Punkto Güterverkehr den Ball flach.
    Wenn nicht gerade das Burtscheider Viadukt oder der Nirmer Tunnel nochmals einstürzt, dann wird auf den Nebenstrecken Herzogenrath-Stolberg oder Raeren-Stolberg wohl niemals je ein Güterzug zu sehen sein. Ich sehe im Moment keinen Gewerbebetrieb, mit Ausnahme der Holzhandlung Eygelshoven, der das nötige Frachtaufkommen rechtfertigen könnte. Und der Transitverkehr braucht leistungsstarke und schnelle Korridore. Sowohl von der Streckenklassifizierung als auch von der Fahrplanlage. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, wenn der Euregioport in Stolberg fertig ist und mit Direktzugverkehr von Rotterdam und Antwerpen bedient wird, das dann mal ein paar Container im Nahgüterzugbereich verteilt werden könnten. Ich glaube da braucht sich kein Anwohner Sorgen zu machen. Wichtig für den Transit Güterverkehr ist z.B. der Ausbau der Knoten Rheydt, Knoten Viersen und Knoten Köln , der 2-gleisige Ausbau der Strecke Viersen- Kaldenkirchen-Venlo, und eine neue Rheinbrücke.

    1. Hallo Philipp,

      vielen Dank für deinen aufmerksamen Hinweis. Du hast natürlich Recht. Der ICE fährt nach Brüssel
      (Aber Brüssel ist ja schon ein wenig „Richtung Paris“, hihi)

      Viele Grüße
      Roland

  4. Nachdem die EVS nun einiges an Gehölz gefällt hat ergeben sich dort neue Blicke, teils erschreckend was der Zeitgenosse Mensch so alles hinterlässt. Da wünscht man sich das Gehölz wieder zurück.
    Aber die Zeit schreitet voran, die zukünftigen Oberleitungsmasten brauchen Platz.

  5. Hallo Herr Keller,
    ihr Kommentar und Ihre Analyse zur „Bahnsteig-Situation“ am Stolberger Hauptbahnhof, trifft meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf. Ich war vor ein paar Wochen nochmal dort und mir sind genau die Punkte aufgefallen die Sie sehr gut beschrieben haben. Ich dachte mir noch, dass sich bestimmt viele diesen umständlichen Bahnsteigwechsel sparen und über die Schienen laufen. Was ich zwar absolut nicht gut heiße, aber dennoch kann ich es mir logisch erschließen.
    Dann besuchte mich letztens noch mein Bekannter aus Köln, der in Stolberg in die Euregiobahn nach Alsdorf umsteigen musste. Er fluchte auch über die dortige Situation und das er deshalb beinahe seinen Anschluß verpasst hätte.
    Ich denke, dass man sich dort keine praktischen Gedanken gemacht hat, was diese Situation für den Kunden schlussendlich bedeutet. Eigentlich mal wieder typisch Bahn…

  6. Hallo
    hatte mir vorgenommen auf diese Bahnbashing Kommentare nicht zu antworten.
    Vielleicht hätte ich es auch nicht tun sollen, aber es fällt mir schwer, wenn hier der DB AG unterschwellig eine Mitverantwortung am Tod eines 19-jährigen, der bei Dunkelheit, gesetzeswidrig und ohne Berechtigung ,Gleisanlagen der DB AG betreten hat, und dadurch letzendlich auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Mit dieser unterschwelligen Behauptung der Mitverantwortung begibt man sich auf dünnes, sehr dünnem Eis. Sicher kann man darüber streiten, das sich die Bauarbeiten für den neuen “ Laufsteg “ hinauszögern. Sicherlich hätte man möglicherweise die Bauabläufe optimieren können, aber schleppende Bauabläufe kennen wir nicht nur bei Bauarbeiten der Stadt Stolberg, sondern wir kennen sie Bundesweit. Der Hinweis man hätte einen anderen Standort für die Behelfsbrücke wählen sollen, da muß ich fragen, wo hätte dann der Standort für die Baubrücke sein sollen ?
    Dort wo die neue Brücke gebaut wurde und somit die Baubrücke im Weg gestanden hätte ?
    Dort wo sich der Servicepoint auf Gleis 1/2 befindet und dann der Serviepoint im Wege steht ?
    Nein, der jetzige Standort der Behelfsbrücke ist nach meiner Meinung der einzige mögliche.
    Und liebe Hobby-Fotografen, wir erinnern uns.
    Das unerlaubte Betreten von Gleisanlagen ist nicht nur lebensgefährlich sondern auch verboten und ist eine Ordnungswidrigkeit nach § 64 EBO.
    Und muß auch nur ein Lokführer deswegen eine Notbremsung einleiten , dann wird aus der Ordnungswidrigkeit eine strafbare Handlung, ( gefährlicher Eingriff in den Bahnetrieb )mit allen rechtlichen Konsequenzen für den Verursacher.
    Sicherlich kann man über diesen Vorfall diskutieren, sicherlich kann man dazu auch eine Meinung haben, aber bitte nicht öffentlich und nicht in dieser Tonlage.
    Diese Kommentare veranlassen mich zum Vergleich, wenn ein Autofahrer in der Nacht um 01: Uhr
    mit über 140 km/h auf einer Landstraße mit erlaubten 70 km/h unterwegs ist, auf die Gegenspur fährt um einem möglichen Radarblitz zu entgehen, und dann einern Verkehrsunfall mit 5 Toten und 2 Schwerverletzen verursacht, dann der Landestraßenbauverwaltung NRW eine Mitschuld unterstellen zu wollen.. Nein, so geht es nicht !

    1. Hallo Herr Grundig,
      wir sind uns doch absolut einer Meinung, dass das Betreten von Bahnanlagen nicht nur dumm bzw. äußerst fahrlässig ist, sondern auch zu Recht eine Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat darstellt. Nicht das wir uns falsch verstehen ;). Ich würde also auch niemals über Bahngleise laufen! Über die Gefahren brauchen wir hier doch nicht diskutieren, die sind uns hier und jedem halbwegs klar denkenden Menschen bewusst.
      Aber… Man muss halt immer mit der Dummheit bzw. Leichtsinnigkeit einzelner Menschen rechnen… Und wenn man eine solche temporäre negative Wegesituation geschaffen hat, dann kann man doch vlt. zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen durchführen. Langsamere Durchfahrten durch den Bahnhof, oder das durchfahrende Züge nur noch auf Gleis 1 in Normalgeschwindigkeit durchfahren dürfen. Wenn irgendwo an Straßen gebaut wird, wird der Verkehr ebenfalls teilweise umgeleitet, aber auf jeden Fall wird das Tempo dort reduziert. Außerdem wäre es angebracht, dass durchfahrende Züge ein Warnsignal abgeben, um die Leute zu warnen. Oder man könnte einen Wachdienst engagieren, der dort aufpasst, dass eben niemand über die Gleise läuft.
      Das sind nur ein paar Vorschläge, welche teilweise mit geringem Aufwand umsetzbar wären. Ich sehe das ganze auch noch aus dem Blickwinkel eines Veranstaltungsmanagers, wo solche unsicheren Verkehrswege zu einer Absage einer Veranstaltung führen könnten. Als Veranstalter muss man proaktiv möglichst alle Gefahrenstellen elimenieren und die Leichtsinnigkeit mancher Menschen mit in seine Planungen einkalkulieren. Das hat die Bahn meiner Meinung nach eben nicht getan… Ich empfinde die Vorsichtsmaßnahmen am Stolberger Hbf jedenfalls als sehr minimal bis gar nicht vorhanden. Und es geht ja nicht nur um den Schutz desjenigen, der dort ordnungswidrig über die Schienen läuft, sondern auch um die psychische Unversehrtheit der Lokführer und der anderen Leute auf dem Bahnsteig.
      Aber nochmal! Jeder der dort über die Schienen rennt, müsste man mal nach dem Verstand fragen!

      MfG

    2. Hallo Herr Grundig,
      mir ging es bei dem Beitrag nicht um „Bahnbashing“ und auch nicht um unterschwellige Schuldzuweisungen. Aber wenn ich lese, dass von offizieller Seite (lt. Presse) geäußert worden sein soll, dass die Behelfsbrücke aus „unerklärlichen Gründen“ teilweise nicht benutzt wird, und weil hier immerhin ein Mensch zu Tode gekommen ist, dann regt das bei mir halt zu eigenen Gedanken an.
      Es ist unstreitig, dass es unbelehrbare Menschen gibt, die sich vorsätzlich in Lebensgefahr begeben und sich unter Missachtung jeglicher Vorschriften und Instinkte auf den Gleiskörper begeben. Gegen diese Spezies wird man letztlich nichts bewirken können. Die erledigen sich aber meist quasi (von) selbst (und dann hoffentlich so, dass andere möglichst keinen Schaden davon tragen).

      Dennoch gibt es bezüglich der Behelfsbrücke meines Erachtens die beschriebenen Aspekte, die Fehlverhalten begünstigen oder dazu verleiten und das Fehlverhalten damit nachvollziehbar und in gewisser Weise „erklärbar“ machen. Gleichwohl machen diese Aspekte das Fehlverhalten damit selbstverständlich nicht entschuldbar. Dass das Überschreiten der Gleise verboten ist, ist unstreitig.

      Selbst wann man den Standort der Behelfsbrücke für alternativlos hält – hätte denn bspw. ein zusätzlicher Treppenabgang zum Bahnsteig mit den Gleisen 43/44 nicht eine wesentliche Verbesserung für den Bahnkunden mit sich gebracht. Für Umsteiger zu den dort verkehrenden Zügen hätten sich auf diese Weise die Wege zu den Anschlusszügen wesentlich kürzer und übersichtlicher gestalten lassen.
      Ist es verwerflich, angesichts des Todesfalles Gedanken anzustellen, ob es hier Ursachen oder Umstände gibt, die man beeinflussen kann? Einmal innezuhalten und die alltäglichen Betriebsabläufe bei der Benutzung des Mittelbahnsteig einmal mehr mit kritischen Augen zu betrachten, ist meines Erachtens kein Bahnbashing. Wenn man das als Bahnbashing abtun will, macht man es sich vielleicht etwas zu leicht. Nach Fehlern zu suchen und für evtl. erkannte Fehler nach Abhilfe zu suchen, ist mancherorts auch ein Stück Unternehmenskultur.

      Mit freundlichen Grüßen
      Roland Keller

  7. Hallo Herr Kuckelkorn,
    den ersten Teil ihres Kommentars teile ich zu 100 %.
    Ihre persönliche Meinung zu der jetzigen temporären Situation teile ich nicht.
    Ich teile auch nicht ihre Meinung , das es sich hier um einen unsicheren Verkehrsweg handelt.
    Sicherlich ist es nicht optimal, sicherlich auch sehr beschwerlich, sicherlich auch für Behinderte unerreichbar, sicherlich sind die Baustellenabläufe nicht optimal, das kennen wir ja in ganz Deutschland bei Baumaßnahmen. Alles unstrittig, aber ist es eine der Baustellensituation geschultete, angepaßte, vom EBA genehmigte und positiv nicht besser zu handhabende Situation. Auf den Standort der Baustellenüberführung bin ich schon zuvor eingegangen. Jede andere Position schied m.E. durch den Neubau des Parkhauses, den Neubau des Skywalks, und den Standort des Servicepoints auf Gleis ½ von vorne herein aus. Andere Standorte sind fußwegig nicht erreichbar.
    Auf Ihre Vorschläge der Temporeduzierung, die Abgabe von Achtungssignalen, oder Gestellung eines Wachdienstes werde ich im Folgenden eingehen.
    Die Durchfahrgeschwindigkeit im Gleis ½ des Stolberger Hauptbahnhofes beträgt zur Zeit, auch wegen der Baustellensituation 100/kmh. Hinter dem Bstg sind es 110 km/h. Die Abgabe von Achtungssignalen ist, soweit nicht durch örtliche Signale ( Pfeiftafeln ) vorgegeben, nur bei erkannter Gefahrensituation abzugeben. ( z.B wenn sich eine Person zu nah an der Bahnsteigkante aufhält ( Verstoß gegen Hausordnung der Bahn / Ordnungswidrigkeit / Notbremsung des Tf = gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr, mit Folgen für den Verursacher. )
    Das heißt, wenn der Tf keine Gefahr wahrnimmt, darf er auch kein Achtungssignal abgeben, auch nicht präfentiv, könnte ja jemand bei Dunkeheit gerade die Gleise überqueren.
    Das wäre ein lustiges Tröten wenn bei Hunderten von Zugfahrten Tag und Nacht ohne Anlass ein Achtungssignal abgeben würde. Das würde den Schlaf der Anwohner bis auf den Donnerberg nachhaltig stören, und würde zu Recht den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verletzen. Und wenn der Störer einen Kopfhörer trägt, könnte der Tf auf seinem Tfz ein Konzert für Blasinstrumente veranstalten, der Störer würde es nicht hören, dafür alle anderen unbeteiligten Anwohner.
    Vergleichbar stellen sie sich einmal vor, an jeder Bushaltstelle müßte ein einfahrender Bus hupen, oder es müßte die Straße deswegen gesperrt werden. Ist die Krefelderstr. In Aachen jemals nach einem Fußballspiel oder nach dem CHIO gesperrt worden, wenn Hunderte von Menschen einfach quer über die Krefelderstr laufen und sich nicht um Polizei, Verkehrskadetten oder Ampeln kümmern und sich selbst und betroffene Autofahrer in Gefahr bringen ?
    Können Sie sich vorstellen, das eine Bundesautobahn wegen spielender Kinder in Nähe der Autobahn gesperrt würde ? Ich kann es mir auch nicht vorstellen. In diesem Fall wird über Verkehrsfunk auf die Gefahrensituation hingewiesen und jeder Autofahrer kann selbst entscheiden, ob er diesen Abschnitt mit Dauerhupton, oder statt 200 km/h mit 190 km/h befährt. Andere Autofahrer die keinen Verkehrsfunk mögen, können entscheiden, ob sie diesen Abschnitt mit 200 km/h durchbrettern und nebenbei noch ihren Facebook-Account checken.

    Auf ihren Vorschlag einen Wachdienst zu engagieren, 24 Std x 365 Tage x fast 3 Jahre Bauzeit, brauche ich nicht ernsthaft einzugehen. Nebenbei stellt sich in Eschweiler Hbf nun die gleiche Baustellensituation mit einer Behelfsbrücke.

    Früher, noch zu Unterführungszeiten, sind zur Teilnahme am öffentlichen Leben charakterlich ungeeignete über die Gleise gelaufen. Jetzt während der Bausituation laufen Wahnsinnige über die Gleise, und ich orakel einmal, wenn der Skywalk mit Aufzügen fertig ist, laufen auch Reifeverzögerte über die Gleise. Es wird immer Menschen geben die sich nicht an rote Ampeln, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Schilder oder andere Verbote halten. Leider.
    Wer genug Jagdinstinkt mitbringt, wird selbst in Köln Hbf den Einen sehen, der seinen muslimischen Halbruder auf einem anderen Bahnsteig entdeckt hat, und nun im Rahmen einer schnellen Familienzusammenführung vor einem einfahrenden ICE rasch und geschmeidig über die Gleise springt. Die Hohenzollernbrücke ist mindestens 1 x je Tag wegen Personen im Gleis gesperrt. Der BGS ist dort wegen Kameraüberwachung ziemlich zügig zur Stelle und kann weitere „ Schäden „ verhindern. Schauen Sie auch einmal nach Stolberg-Altstadt. Sicherlich mit der Zugfolge und der Geschwindigkeit auf anderen Bahnhöfen nicht vergleichbar. Der Gleiskörper ist dort komplett mit Zäunen abgeriegelt. Mit wenig Geduld sehen Sie alsbald jemanden, schwer beidhändig mit Tragetaschen bepackt, Ohren mit Kopfhörer geschützt, wie derjenige durch selbst im Zaun erzeugte Löscher schlupft und im Rhythmus der Musik über die Gleis tänzelt. Ist ja kürzer Alter.
    Das sie nicht nur sich gefährden und schädigen, sondern auch andere Reisende, den beteiligte Lokführer, das beteiligte Rettungspersonal, uvm, daran wir kein Gedanke verschwendet.
    Das zudem noch immense Schadensersatzforderung der DB AG, des Rettungsdienstes ( Notarzt/Hubschrauber) ,an die Hinterbliebenen gestellt werden, ist auch egal.
    Alle Kosten, Krankmeldung des Lokführers, ärztliche Betreuung des Lokführers, ärzliche Nachsorge des Lokführers, Laufuntersuchung des Triebfahrzeuges, Sonderreinigung des Triebfahrzeuges, alle Verspätungen, Teilausfälle und Ausfälle, Umleitungen, höhere Trassenentgelte, Forderungen der Spediteure bei verspäteter Terminfracht, Forderungen der Reisende wegen verpasster Flugzeuge, Reisepreiserückforderung der Reisenden und, und , und ……….. werden akribisch summiert und nachdrücklich von der Rechtsabteilung der DB AG bei den Verursachern oder den hinterbliebenen Erbberechtigten eingefordert. Nun, meistens ist bei dieser Personengruppe wenig bis gar nichts zu holen. Aber als Hinterbliebener sollte man sich schon fragen, ob man dann eine Erbschaft noch annimmt oder nicht.
    4 Tote auf Bahngebiet im Durchschnitt je Bundesland und Tag x 16 = 64 Tote/Tag im gesamten Bundesgebiet !!!
    Durch Selbsttötung oder unerlaubtes Betreten von Bahnanlagen oder Fahrzeugen, falsches Verhalten auf Bahnsteigen, S-Bahn Surfen, auf der Zugkupplung mitfahren, Besteigen von Eisenbahnfahrzeugen unter eingeschalteter Oberleitung. Und, und ….. Die skurillsten tödlichen Unfälle. Ich erinnere an einen tödlichen Unfall in Stolberg Hbf, vor ca 15 Jahren, als der später verunfallte auf der Bahnsteigkante am Gleis 2 saß , und sich wohl übergeben mußte und von einem durchfahrenden Zug erfasst wurde.

    Zuletzt an Interessierte die Hausordnung der Bahn mit Verhalten auf Bahnsteigen und § 13 der EBO ( Gestaltung und Geschwindigkeiten an Bahnsteigen )
    https://www.deutschebahn.com/resource/blob/1173446/055df8164733107aabfe368525fb6a29/hausordnung-data.pdf
    https://www.gesetze-im-internet.de/ebo/__13.html

  8. Hallo Herr Grundig,
    ich finde es gut, dass wir uns im Grundsatz einig sind. Aber ich verstehe nicht, dass Sie konstruktive Verbesserungsvorschläge, gerade nach so einem tödlichen Unfall (auch wenn er durch grobe Fahrlässigkeit des Opfers verursacht wurde), konsequent ablehnen…
    Ich zitiere Herrn Keller:“Selbst wann man den Standort der Behelfsbrücke für alternativlos hält – hätte denn bspw. ein zusätzlicher Treppenabgang zum Bahnsteig mit den Gleisen 43/44 nicht eine wesentliche Verbesserung für den Bahnkunden mit sich gebracht. Für Umsteiger zu den dort verkehrenden Zügen hätten sich auf diese Weise die Wege zu den Anschlusszügen wesentlich kürzer und übersichtlicher gestalten lassen.“ Das ist doch ein sehr guter Ansatz?!
    Dann haben Sie meinen Vorschlag mit dem Achtungssignal einfach so abgetan… Für mich ist die Baustelle am Stolberger Bahnhof zur Zeit eine potentielle Gefahrenstelle und somit wäre ein Achtungssignal durchaus angebracht. Übrigens muss an jedem unbeschrankten Bahnübergang ein solches Achtungssignal abgegeben werden, da ist Ruhestörung auch kein geltendes Argument. Also warum soll man das nicht auch am Stolberger Hbf so machen?!
    Warum ist für Sie ein Wachdienst von vorne herein ausgeschlossen? Ich muss als Veranstalter an den Verkehrswegen meiner Besucher, an jeder Ecke eine Wachkraft/Aufseher positionieren. Dort gelten viel strengere Regeln! Und es ist doch nicht zu viel verlangt, dass ein Multi-Millionen Konzern temporär eine günstige Sicherheitskraft am Bahnhof platziert?! Früher war an jedem Provinzbahnhof ein Bahnmitarbeiter zugegen, der nach dem rechten sah. Das ist ja heute kaum noch vorstellbar… Also warum soll das temporär bitte nicht möglich sein? Und wenn die Bahn sich an die Angekündigten Bauzeiten halten würde, dann müsste man eine solche Sicherheitskraft auch nur für kürzere Zeit einstellen.
    Und warum ist es zu viel verlangt, alle durchfahrende Züge auf Gleis 1 umzuleiten? Das ist ein minimaler Aufwand.
    Alles in allem sind wir uns im Grundsatz einig, aber nicht darin das man die Situation so gestalten sollte, wenn es doch möglich ist, dass möglichst niemand zu Schaden kommt.

  9. Hallo Herr Kuckelkorn,
    sicher sind wir uns im Grundsatz einig, das niemand zu Schaden kommen sollte.
    Ich glaube auch an den Weltfrieden ……..
    Nun, der Unterschied zwischen den Auflagen bei einer Veranstaltung und dem Eisenbahnbetrieb ist simpel. Sie unterliegen der Versammlungsstätten-Verordnung NRW und der Eisenbahnbetrieb, der Eisenbahn Bau u. Betriebsordnung EBO Bund, oder im Fall der EVS GmbH der EBO Land. In beiden Verordnungen ist explizit geregelt, was, wann, wo, und wie zu geschehen hat. In Ihrem Fall verweisen Sie auf die starken Auflagen bei einer Veranstaltung, die sich durch die Ereignisse in Duisburg drastisch verschärft haben, nach meinem Empfinden verursacht durch Fehlverhalten bei Einsatzplanung und Einsatzdurchführung der Polizei.
    Nun , andere Baustelle, back to the future.
    Auf Ihre Frage warum auf Gleis 43/44 kein zusätzlicher Treppenaufgang zur Behelfsbrücke gebaut wurde, bitte ich Sie, diese Frage an die EVS GmbH als Infrastrukturbetreiber und Eigentümer des Bahnsteig 43/44 zu richten. Ich könnte Ihnen hierzu eine Antwort liefern. Gleichzeitig könnte man die EVS GmbH fragen, warum trotz Kameraüberwachung durch die EVS keine generelle Warnung erfolgt und wenn dieser Umstand bekannt ist, warum die EVS dort keine Sicherungsposten posioniert ?
    Ich weiß zwar nicht was ein Sicherungsposten dort machen soll, soll er etwa der Person hinterherlaufen ? Schließlich hat die Person kein Schild um den Hals, das er jetzt gleich und spontan über die Gleise laufen wird und somit von seinem Vorhaben abgebracht werden könnte. Oder präferieren Sie eine Kette von Ordnern ?
    Nun wer behauptet denn, wenn auf der Südseite des Bstg 43/44 ein Treppenaufgang bestanden hätte, das die betroffene Person nicht über die Gleise gelaufen wäre ? Bei allen Dingen die nicht explizit durch Gesetz oder Verordnung vorgeschrieben sind, ist bei Kann-Bestimmungen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit anzuwenden. Die von Ihnen gewünschten Möglichkeiten sind alle außerhalb jeglicher Verhältnismäßigkeit und nicht konstruktiv. Ihr Vorschlag alle Züge über Gleis 1 durchzuführen ( schmunzel ) würde dazu führen, das wohl die allermeisten Züge ausfallen müßten. Bei den technischen Gegebenheiten und der Fahrplanlage könnte man auch versuchen einen Elefanten durch ein Nadelöhr zu ziehen.
    Das wird sich erst ändern wenn im Zuge des Kohleausstiegs Investionsgelder zur Leistungsoptimierung fließen ( Stichwort Bündelmaßnahmen Ersatz für drittes Gleis Aachen-Düren )
    Nun zurück zum Pfeifen. Die EBO unterscheidet nicht zwischen beschrankten oder unbeschrankten Bahnübergänge, sondern in gesicherte oder ungesicherte Bahnübergänge. Während auf Hauptbahnen bis 160 km/h der Bahnübergang immer voll gesichert sein muß, d.h neben Andreaskreutz, LZA und Vollschranken, kann auf Strecken mit weniger Verkehr und geringerer Geschwindigkeit die Sicherung abnehmen, bis auf Nebenbahnen mit geringer Geschwindigkeit und geringem Querungsverkehr, meist außerhalb von Ortschaften, und überwiegend nur durch landwirtschaftlichem Verkehr befahren, um dort auf technische Sicherungen komplett zu verzichten . ( Richtig-Grundsatz der Verhältnismäßigkeit)
    Hier spricht man von einem ungesicherten Bahnübergang, der nur mit Andreaskreutz ( wie Stoppschild ) gesichert ist. In diesem Fall, nur in diesem Fall, muß der Tf bei Annäherung an den BÜ ein Warnsignal, oder mehrmals Warnsignale abgeben, ihm angezeigt durch die Pfeiftafel bzw EbuLa.
    (EBULA = Elektronischer Buchfahrplan mit Verzeichnis der vorübergehenden Langsamfahrstellen )
    Da diese BÜ relativ wenig befahren werden und außerhalb geschlossener Ortschaften in Wald und Wiesenzonen liegen, findet kaum eine Lärmbelästigung der Anwohner statt, weil keine Anwohner vorhanden.
    Also abschließend, die Überschrift des Kommentars „ Selbst Schuld „ ? unterstellt eine Mitverantwortung. Das ist reißerisch und ebenso falsch. Auch die Formulierung „ die Behelfsbrücke wird teilweise nicht genutzt „ ist falsch.
    Tausende Reisende nutzen täglich die vorgesehene Wegeführung über die Behelfsbrücke.
    Wenn vielleicht 1-2 Personen mit geistigen und sozialen Defiziten diese Wegeführung nicht nutzen, dann nehmen Sie bitte nicht die anderen Tausend mit dieser Formulierung in „ Sippenhaft „ .

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