Fototagebuch 6/2017

Fototagebuch  Juni 2017

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg im Juni 2017.
Die jüngsten Berichte und Fotos stehen am Anfang.
(Hier geht es zum Fototagebuch des Vormonats Mai 2017 ).

 

30. Juni 2017

Am frühen Nachmittag konnte auf dem Bf. Langerwehe ein ostwärts fahrender Güterzug mit 155 047 und 152 042 aufgenommen werden.

Der Euregiobahn-Triebwagen 643 202/702 wurde bei seiner Abfahrt von Gleis 5 des Bf. Langerwehe in Richtung Stolberg und Aachen fotografiert.

In Langerwehe entstand auch das Foto des von Paris in Richtung Köln sausenden Thalys-Triebwagens Nr. 4307 (oben). Das Ausfahrsignal am Gleis 4 kündigt schon an, dass sich wenig später gegen 15:17 Uhr die Möglichkeit ergibt, eine Begegnung völlig unterschiedlicher Talent-Triebwagen zu erleben:
643 214/714 als RB 20 und 442 601 mit einem weiteren, unerkannt gebliebenen 442er als RE9 (unten).

Gegen 15:25 Uhr ergab sich auf den Gleisen 4 und 5 des Bf. Langerwehe die Begegnung der beiden Euregiobahn-Talente 643 214/714 (links) und 643 206/706 als Fotomotiv.

Vom Gleis 4 des Bf. Langerwehe fädelte der von Düren hergekommene Euregiobahn-Triebwagen 643 206/706 sich aus der Strecke Köln – Aachen aus und wechselte auf die Verbindungsstrecke nach Eschweiler-Weisweiler über.

Der Kreuzungsbahnhof Eschweiler-Weisweiler aus der Perspektive des Autofahrers.

Auf den ersten Blick nur ein alltäglicher RE 1-Zug. Doch bei näherer Betrachtung fällt die ungewöhnliche Zuglok 146 122 auf. Loks der BR 146.1 kommen nur sehr selten vor dem RE 1 zum Einsatz (oben und unten).

Dieses Zusammentreffen kann sich nur bei Verspätungen ergeben. Hier war es der verspätete RE1 aus Köln, der das Foto von der Begegnung der Traxx-Lok 146 267 mit dem Talent-Triebwagen 643 215 auf dem Stolberger Hauptbahnhof nahe des Stellwerks „Sf“ beim Streckenkilometer 60,2 möglich machte.

Wegen der Verspätung des RE 1 aus Köln musste der RB 20-Zug Stolberg Hbf von Gleis 2 aus verlassen. Beim Wechsel von Regen in Sonnenschein wurde das Euregiobahn-Pärchen aus 643 216 und 643 202 (am Zugschluss) fotografiert, als der Lokführer gerade zum Sprint über die Rennstrecke von Stolberg Hbf nach Eilendorf beschleunigte.

 

29. Juni 2017

Autoreisezüge sind im Netz der Deutschen Bahn AG selten geworden. Als Saisonzug verkehrt aber u.a. bis zum 28. Juli der EN 40490 von Wien nach Düsseldorf. Am Morgen des 29. Juni 2017 begegnete der Zug dem Fotografen in Bonn Hbf. An der Zugspitze führte der ÖBB-Taurus 1116 102 (oben und unten).

Gegen 20:32 Uhr hielt 120 207 mit dem RE9 nach Aachen Hbf am Gleis 1 des Stolberger Hauptbahnhofs.

 

28. Juni 2017

Die Tageszeitung „Grenzecho“ berichtet unter der Überschrift „Euregiobahn kommt Belgien näher“ über die aktuell anstehende Entscheidung des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR), Fördergelder für die Reaktivierung der Strecke Stolberg-Altstadt – Breinig zu bewilligen und die Option für die Wiederinbetriebnahme des Schienenweges nach Raeren und Eupen offen zu halten. U.a. heißt es in dem Pressebericht:
„Wenn alles läuft wie geplant, dann wird der Zweckverband „Nahverkehr Rheinland“ diese Woche einen Betrag von mehr als fünf Millionen Euro bewilligen, um die Bahnstrecke zwischen Stolberg-Altstadt und Breinig wieder befahrbar zu machen. Das wäre ein erster Schritt, um irgendwann eine Anbindung der Bahnhöfe Eupen und Raeren an das Netz der Euregiobahn zu ermöglichen.“

Am Morgen des 28. Juni 2017 zeigte der DB-AG-Teil des Stolberger Hauptbahnhofs wieder einmal seine Unzulänglichkeit. Für die gegen 6 Uhr auf dem Bahnsteig wartenden rd. 40 Bahnkunden gab es nur einen unzureichenden Wetterschutz. Wer nicht daran gedacht hatte, einen großen Regenschirm mitzubringen, stand im Wortsinne „im Regen“. Glücklicherweise rollte 146 272 mit dem RE 1 nach Hamm fast pünktlich an den Bahnsteig.

Gegen 18 Uhr entstand das Foto von 265 029, die zu dieser Zeit ihre Rangieraufgaben erledigt hatte und eine Betriebspause auf Gleis 26 verbrachte.

 

27. Juni 2017

In den gedruckten Lokalausgaben der regionalen Tageszeitungen ist am 27. Juni 2017 (online bereits am 26. Juni) unter der Überschrift „Stolberger Hauptbahnhof wandelt sich zur neuen Visitenkarte“ ein Bericht erschienen, der sich mit einer individuellen Wahrnehmung des Stolberger Hauptbahnhofs befasst.

 

 

 

26. Juni 2017

Loktausch bei DB-Schenker
DB Schenker-Rail hat seine in Stolberg Hbf stationierte Lok gewechselt. Anstelle von 265 011 ist seit dem 26. Juni 2017 die 265 029 rund um Stolberg im Einsatz.

In Köln Bbf gab es am Morgen des 26. Juni 2017 gegen 7 Uhr 110 469 zu sehen, die vor dem Speisewagen des AKE-Rheingoldzuges ein ansprechendes Fotomotiv abgab.

 

22. Juni 2017

Der Eisenbahnfreund Ralpf Cox hatte am Morgen des 22. Juni 2017 gegen 6:56 auf dem Bf. Düren das Glück, diesen interessanten Lokzug vor die Linse zu bekommen. Mit den Loks 146 259, 111 147 und 111 125 im Schlepp war 111 037 von Aachen aus in Richtung Köln unterwegs. Für die Bildspende sage ich Ralph Cox ein herzliches Dankeschön.

 

21. Juni 2017

Gegen 5:55 Uhr konnte man auf dem Stolberger Hauptbahnhof im goldenen Streiflicht der tiefstehenden Morgensonne 189 044 beobachten, die den Übergabezug aus Köln hergebracht hatte und anschließend durch den Bahnhofsbezirk III für ihre Rückfahrt umsetzte (oben). Schon am Morgen lagen die Temperaturen nahe bei 20 Grad, im Laufe des Tages wurde die 30 Grad-Marke geknackt. Die Fahrgäste, die gegen 18:20 Uhr die Euregiobahn nach Aachen bestiegen, waren entsprechend sommerlich-luftig gekleidet (unten). Auch die Farbe des an der Zugspitze laufenden 643 214 wirkte etwas ausgedörrt.

 

20. Juni 2017

Der Eisenbahnfreund Stefan Danners hat zwei Fotos von einem Besuch auf dem Eschweiler Hbf gespendet. Vom Hausbahnsteig am Gleis 1 aus konnte er 152 043 bei der Durchfahrt mit einem westwärts fahrenden Güterzug fotografieren. Von gleicher Stelle aus ging ihm auch die EBM-Lok 203 115 ins Netz, die auf dem Weg nach Stolberg Hbf war (unten). Herzlichen Dank für die beiden Aufnahmen!

Am Gleis 9 des Kölner Hauptbahnhofs konnte man am 20. Juni 2017 gegen 17:15 Uhr anstelle des RE1 nach Aachen ausnahmsweise einmal einen Triebzug der BR 423 (u.a. mit 423 692) als S 19 nach Düren erleben. Ebenso wie der RE 1 verkehrte er mit rd. 15 Minuten Verspätung…

Wenig später gab es am Gleis 11 des S-Bahn-Bahnsteigs des Kölner Hauptbahnhofs den betagten, aber durchaus kundenfreundlichen 420 487 als S-Bahn der Linie S 12 nach Horrem zu sehen.

Der verspätete RE 1 nach Aachen verkehrte in umgekehrter Reihung und mit 146 267 an der Zugspitze. Gegen 18:20 Uhr konnte er auf Gleis 1 des Stolberger Hauptbahnhofs an der Westspitze des verkürzten Bahnsteiges noch „geradeso“ aufgenommen werden.

Dicht hinter dem verspäteten RE 1 preschte der ICE 3 mit der Nummer 4684 in Richtung Brüssel durch den Stolberger Hauptbahnhof.

Im Ostteil des Stolberger Hauptbahnhofs gab es am Abend des 20. Juni 2017 auch eine class 66-Lok von Rurtalbahn Cargo zu sehen.

 

19. Juni 2017

Gegen 5:50 Uhr lieferte die Morgensonne auf dem Stolberger Hauptbahnhof wieder ein eindrucksvolles Farbspiel und tauchte 265 011 sowie einen unerkannt gebliebenen Euregiobahn-Triebwagen in das goldgelbe Licht ihrer ersten Sonnenstrahlen.

Am Nachmittag des 19. Juni 2017 konnte auf dem Stolberger Hauptbahnhof eine der Class 66-Dieselloks von Rurtalbahn-Cargo gesichtet werden.

 

18. Juni 2017

Die Ringbahnstrecke war auch am 18. Juni 2017 zwischen Alsdorf-Annapark und Herzogenrath gesperrt. Für den Pendelverkehr zwischen Stolberg Hbf und Alsdorf-Annapark war 643 214/714 im Einsatz.

Kurz bevor der „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ im Stolberger Hauptbahnhof begann, wurde gegen 9:50 Uhr  noch die Durchfahrt des ICE von Brüssel nach Frankfurt/M. mit der im Bauzugdienst eingesetzten 212 052 im Hintergrund fotografiert.

Beim „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“ präsentierte Stefan Danners den ersten Teil einer virtuellen Bahnreise durch Österreich. Eines der vielen dabei gezeigten Fotos, die die Vielfalt der Österreichischen Bundesbahn authentisch widerspiegelten, war dieses Motiv mit dem Elektrotriebwagen 4010 002, das Stefan Danners am 07. August 1992 beim Krausel-Tunnel auf der Semmeringbahn in Szene gesetzt hat.

Nach dieser Veranstaltung fand 111 122, die gegen 13:27 Uhr mit einem RE 9 nach Siegen Stolberg Hbf passierte, vor allem wegen ihres Stromabnehmers das Interesse eines Eisenbahnfreundes.

 

17. Juni 2017

Passend zum einstigen „Tag der Deutschen Einheit“ entstand am Nachmittag des 17. Juni 2017 in Köln das Foto der ehemaligen DDR-Lok 143 568, die mit einem Regionalbahnzug von Koblenz nach Mönchengladbach gerade den Rhein überquert hatte.

Am Wochenende 17./18. Juni 2017 feierte das DB-Museum Koblenz sein Sommerfest und veranstaltete dazu auch Sonderfahrten mit der einstigen Star-Lok 103 113 und einem TEE-Nostagiezug zwischen Koblenz und Köln.

Beim Warten auf den verspäteten Sonderzug gelang der Schnappschuss von 181 201, die mit einem PbZ nach Köln Bbf den Kölner Hauptbahnhof passierte.

Zeitlose Eleganz – 103 113 mit dem Nostalgie-TEE-Zug am Abend des 17. Juni 2017 zwischen Köln Hbf und der Hohenzollernbrücke.

Wenige Minuten später verließ der von der MRCE-Dispolok ES 64 U2-034 bzw. 182 534 gezogene HKX-Zug nach Hamburg den Kölner Hauptbahnhof.

Bei der Rückkehr ins Heimatstädtchen wurde im Vorbeifahren die V 105 („Sally“) von Rurtalbahn Cargo auf dem Stolberger Hauptbahnhof aufgenommen.

 

15. Juni 2017

Am 15. Juni 2017 wurde gegen 15:50 Uhr die Durchfahrt des ICE 3 von Brüssel nach Frankfurt/M.  abgepasst. Bei der Gelegenheit auch einen Gruß an die beiden jungen Eisenbahnfreunde aus der Region und ein Dankeschön für den Hinweis zum anschließenden Fotomotiv.

Im Blockabschand vor dem RE 1 von Aachen nach Hamm verkehrten an diesem Tag die Bombardier-Twindexx-Fahrzeuge 445 005 und 445 039 als Testfahrt auf dem Laufweg des RE 1. Weil im Rahmen der Testfahrt in Stolberg Hbf ein kurzer Stopp eingelegt wurde, gelangen gleich mehrere Fotos (oben und 3x unten).


 

14. Juni 2017

Morgenstimmung auf dem Stolberger Hauptbahnhof gegen 5:50 Uhr mit dem Euregiobahn-Triebwagen 643 212, der an diesem Tag nur zwischen Stolberg Hbf und Alsdorf-Annapark pendelte.

Gegen 6:47 Uhr verließ der „auffällige“ Thalys-Triebwagen Nr. 4306 den Kölner Hauptbahnhof in Richtung Paris Gare du Nord.

Wenige Augenblicke später wurde dort auch die Begegnung des aus Horrem kommenden S-Bahn-Triebzuges  420 417 mit dem nach Aachen Hbf fahrenden und von 111 122 geschobenen RE 9-Zug abgelichtet.

In Köln Bbf wurde der Domblick an diesem Morgen von 146 575 bereichert.

Trotz des dichten Gedränges auf dem schmalen und mit Menschen vollgestopften Bahnsteig an den Gleisen 2 und 3 des Bonner Hauptbahnhofs ist die Wartezeit auf verspätete Züge dort wegen der Vielzahl der vorbeidonnernden Güterzüge immer sehr abwechslungsreich. So konnte bspw. am Nachmittag des 14. Juni gegen 16:55 Uhr beim Warten auf den verspäteten EC 8 die südwärts fahrende Lok E 189 213, die – ähnlichen den PKP-Dampfloks – mit einem polnischen Wappen geschmückt war, fotografiert werden.

Bahnfahrer, die sich am 14. Juni 2017 vor der „Feiertagsbrücke“ mit Fronleichnam auf einen entspannten Feierabend gefreut hatten, wurden in Köln Hbf – wieder einmal – von den Töchtern des DB-AG-Konzerns herb enttäuscht. Gegen 17:15 Uhr meldete der RE 1 nach Aachen 45 Minuten Verspätung, der nachfolgende RE 9 lief mit 20 bzw. später 25 Minuten Verspätung und auch die S-Bahn nach Düren war keine Alternative…. (oben und unten).
Als der verspätete RE 1 und der RE 9 dann endlich in Köln Hbf eintrafen, wurden die wartenden Fahrgäste zusätzlich auch noch mit Gleisänderungen beglückt. Nahezu zeitgleich mit der Einfahrt der Züge wurden sie informiert, dass die Züge jeweils abweichend am Nachbarbahnsteig auf den Gleisen 6 bzw. 7 anhalten. Als besondere Herausforderungen für die Fahrgäste selbstverständlich in beiden Fällen auch noch am westlichen Ende des Bahnsteiges in den Abschnitten D bis G. Wieder einmal bester Kundenservice nach Art der DB-AG….

Wenn die Lokführer der Euregiobahn nicht so freundlich wären, auf dem Stolberger Hauptbahnhof  vielen mit den örtlichen Verhältnissen nicht vertrauten Bahnreisenden weiter zu helfen und  vom Führerstand aus unkompliziert die verschiedensten Fragen zu den Umsteigeverbindungen zu beantworten, wäre der Frust der Bahnkunden in Stolberg deutlich größer…
(Eine von vielen Szenen, hier fotografiert am 14. Juni 2017 gegen 19:05 Uhr)

 

In den gedruckten Lokalausgaben der regionalen Tageszeitungen wurde am 14. Juni 2017 (online bereits am 13. Juni) unter der Überschrift „Historische Gleisstrecke soll bis Eupen reaktiviert werden“ über den aktuellen Stand der Pläne zum Ausbau der Strecke Stolberg – Breinig und einer Verlängerung bis Raeren und Eupen berichtet.

 

 

 

 

 

 

13. Juni 2017

Lokwechsel bei DB-Schenker Rail
Am Morgen des 13. Juni 2017 stand auf Gleis 27 des Stolberger Hauptbahnhofs nicht mehr die „kleine Gravita“ 261 106, sondern die Tauschlok 265 011.

Die neue Schenker-Rail-Tauschlok 265 011 wurde am Morgen des 13. Juni 2017 gegen 5:50 Uhr von der Morgensonne in goldgelbes Streiflicht getaucht.

Auf dem Kölner Hauptbahnhof konnte man Abend des 13. Juni 2017 eine Testfahrt der Fahrzeuge 445 005 und 445 039 beobachtet werden. Diese von Bombardier als „Twindexx“ gelieferten „Mischlinge“ aus Elektrotriebwagen und Doppelstock-Steuerwagen sind in Rostock beheimatet und werden derzeit in NRW auf dem Laufweg von RE 1-Zügen eingesetzt (oben und 2x unten).


Schnappschuss vom Stolberger Hauptbahnhof, wo derzeit die Info-Vitrine wieder mit vielen Hinweisen zu Änderungen im Bahnbetrieb vollgehängt ist. Wer eine Bahnfahrt unternehmen will, sollte sich – wieder einmal – vorher gründlich informieren.  Leicht und unkompliziert mit der Bahn fahren? – wohl eher nicht…

Werbung aus einem Kursbuch der Deutschen Bundesbahn mit dem Winterfahrplan 1965/66 – verblasste Erinnerungen an ein staatliches Verkehrsunternehmen, das der öffentlichen Daseinsvorsorge verpflichtet war…

Am Abend des 13. Juni 2017 stand 265 011 am gewohnten Ruheplatz der DB-Schenker Rail-Loks auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhof.

 

 

12. Juni 2017

643 203 wurde gegen 9:33 Uhr bei einer Fahrt zum Stolberger Hauptbahnhof am Haltepunkt Stolberg-Rathaus angetroffen (oben). Dort wurde gerade eine neue Grünfläche angelegt, die auch dem Eisenbahnfotografen neue Motive beschert (unten).

Wegen Bauarbeiten ist die Ringbahnstrecke in den nächsten Tagen zwischen Alsdorf und Herzogenrath gesperrt. Die Euregiobahnzüge verkehren deshalb nur als einzelne Talent-Triebwagen und nur zwischen Stolberg Hbf und Alsdorf-Annapark. Am Vormittag des 12. Juni 2017 war 643 212 als Pendeltriebwagen auf diesem Abschnitt im Einsatz.

 

11. Juni 2017

Anläßlich des Kulturfestes „Stolberg goes Österreich“ wurden wieder einmal die beliebten Euregiobahn-Sonderfahrten nach Breinig angeboten. Fünf Zugpaare verkehrten am 11. Juni 2017 (Sonntagnachmittag). Am späteren Nachmittag wurden die letzten Fahrten im Bereich von Stolberg-Binsfeldhammer abgepasst.

Vor dem Haupteingang der Berzelius-Bleihütte stehend konnte ein unerkannt gebliebener Euregiobahntriebwagen auf dem Bahndamm hinter den Werksanlagen aufgenommen werden.

In der Wildnis des Rüsttales wurde ein von Breinig kommender Talent-Triebwagen beim Überqueren des dortigen Viaduktes aufgenommen.

Das nächste Foto dieses Triebwagens lässt schon den Übergang in das Industriegebiet im Bereich Binsfeldhammer erkennen. Hier wird das Bild von einer Gemengelage aus Werkswohnungen, dem Umspannwerk und dem Kantinengebäude der Bleihütte sowie dem Haus der hier ebenfalls ansässigen biologischen Station geprägt.

Etwa 100 m weiter ist der Euregiobahn-Sonderzug zwischen den Anlagen der Bleihütte kaum noch zu erkennen.

Auch dieses Bildpaar mit 643 216 auf der letzten Tour von Stolberg Hbf nach Breinig zeigt die Kontraste, die die Gegend um Binsfeldhammer für den Eisenbahnfotografen bereithält: Oberhalb der Bahntrasse geht der Blick in Richtung Brockenberg in scheinbar intakte Landschaft und ein Naturschutzgebiet, unterhalb des Bahndamms befindet sich der Haupteingang der Berzelius-Bleihütte (oben und unten).

Mit dem Teleobjektiv wurde der nach Breinig fahrende 643 216 zusätzlich noch auf dem Rüstviadukt fotografiert. Von dieser Perspektive sieht es selbst nach dem Freischnitt des Bahndamms so aus, als läge der Viadukt mitten im Urwald.

Für die Rückfahrt des letzten Zuges aus Breinig wurde ein Fotostandpunkt an der Straße „Waldfriede“ bezogen. Das Kreuz am linken Bildrand erinnert an den jungen Carl Josef Wilden, der hier am 20. Juni 1851 bei einem Unfall mit seinem (Pferde-)Karren tödlich verunglückte.

Auf der Ringbahnstrecke von Stolberg Hbf über Alsdorf nach Herzogenrath fand am Wochenende 10./11. Juni wegen einer Streckensperrung infolge diverser Bauarbeiten kein Zugbetrieb statt. Für die Fahrgäste war aber ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden.

… und die nächsten Streckensperrungen und Zugausfälle wegen Bauarbeiten werden schon angekündigt. Den Bahnkunden wird empfohlen, sich einen „persönlichen Fahrplan“ aus dem Internet zu generieren, weil sonst kaum noch ein Durchblick durch die abweichenden Betriebssituationen zu gewinnen ist…

 

 

10. Juni 2017

Bei einem kurzen Abstecher zum Stolberger Hauptbahnhof konnte dort gegen 9:49 Uhr der aus Paris kommende Thalys-Triebwagen 4303 im Bild festgehalten werden.

Am Hp. Stolberg-Mühlener Bahnhof wurde gegen 10:08 Uhr auch der Euregiobahn-Triebwagen 643 206 fotografiert. Bei der Gelegenheit einen Gruß an den freundlichen Lokführer, der ihn gefahren hat!

Am Rendezvouspunkt Mühlener Bahnhof wurde außerdem noch der ASEAG-Bus Nr. 345 auf der Linie 25 nach Vaals fotografiert, der eine ansprechende, frühlingshaft-farbige Werbung für die bilinguale Kita und Krippe „Villa Luna“ trägt (oben und unten).

Am 10. Juni 2017 wurden anläßlich des Kulturfestes „Stolberg goes Österreich“ drei Euregiobahn-Nachtfahrten von Stolberg Hbf nach Breinig und zurück angeboten.

 

08. Juni 2017

Etwas überraschend gegenüber den vorangegangenen öffentlichen Erklärung der DB-AG, aber gewiss zur Freude aller Bahnkunden, ist die Streckensperrung zwischen Düren und Langerwehe am 08. Juni 2017 wieder aufgehoben worden. Der Zugverkehr rollt wieder!

Der Süden der Städteregion wird intensiv von der DB-Tochter „RheinlandBus“ bedient. Auch der Stolberger Stadtteil Venwegen wird häufiger von diesen Bussen angefahren. Am Vormittag des 08. Juni 2017 konnte an der Haltestelle Venwegen-Süd der auf der Linie 61 eingesetzte DB-Bus 55904 angetroffen werden.

In Roetgen konnte außerdem ein Mercedes-Benz-Gelenkbus der Firma „Eifelgold-Reisen“ im Einsatz auf der Schnellbuslinie 63 nach Schleiden Busbahnhof gesichtet werden.

Reichlich „Eifelgold“ gab es auch an der Nordostseite des ehemaligen Bf. Konzen zu sehen. Für die Radler auf dem Vennbahnradweg hat man hier einige Eisenbahnutensilien drapiert (oben und unten).

Bei Nothberg konnte gegen 16:06 Uhr auf der „Rheinischen Eisenbahn“ eine ICE 3-Zug von Brüssel nach Frankfurt/M. fotografiert werden.

Auf der „Bergisch-Märkischen Eisenbahn“ bot sich bei Nothberg nur der Blick auf Euregiobahn-Triebwagen. Zunächst wurde 643 213 zwischen dem Zentrallager des DALLI-Werks und dem Hp. Eschweiler-Nothberg aufgenommen.

Wenige Minuten später stand der aus dem Kreuzungsbahnhof Eschweiler-Weisweiler kommende Gegenzug mit 643 202 im Fokus. Er wurde im Indetal kurz vor dem Hp. Eschweiler-Nothberg (oben) und unmittelbar am Haltepunkt mit der Nothberger Burg im Hintergrund aufgenommen (unten).

 

 

07. Juni 2017

Wie die DB-AG im Laufe des Tages zugab, wird die Streckensperrung zwischen Düren und Langerwehe nun wohl noch bis mindestens Freitag, den 9. Juni 2017 um Mitternacht andauern. Der WDR berichtete, dass die Ursache für die Fortsetzung der Streckensperrung auf fehlende Statiknachweise für mindestens eine der betroffenen Brücken zurückzuführen sei. Bevor diese Statiknachweise nicht vorliegen, könnten aus rechtlichen Gründen keine Züge die Brückenbauwerke befahren.

Das Infoplakat der DB-AG zu den Brückenbauarbeiten zwischen Düren und Langerwehe…

Am 07. Juni 2017 war zwischen Aachen und Langerwehe für RE 1-Züge anstelle eines Doppelstockwagenzuges ein zweiteiliger Talent-Triebwagenverband im Einsatz. So konnte man offenbar das Fahrgastaufkommen für die geringe Zahl von im Schienenersatzverkehr eingesetzten Bussen etwas „vorfiltern“. Innerhalb der als Ersatzzüge eingesetzten Talent-Triebwagen herrschte vielfach Gedränge, außerhalb waren viele Fahrgäste, die einen Doppelstockzug erwartet hatten, verunsichert. Die Lokführer der Dieseltriebwagen mussten häufig als Kundenbetreuer tätig werden und hatten damit einen stressigen „Doppel-Job“ (oben und unten).

In Eschweiler-Aue konnte auf der Anschlussbahn des Röhrenwerks im Betriebsteil Blockbearbeitung das Zweiwegefahrzeug angetroffen werden. Die im Übergabegleis von DB-Schenker Rail bereitgestellten Waggons mit Strangguss-Halbzeugen wurden jeweils paarweise zur höhergelegenen Verarbeitungsstätte rangiert. Nachdem bereits zwei Waggons in einer der oberen Spitzkehren abgestellt worden waren, fuhren die ESW-Werksbahner zum Abholen der zweiten Tranche (oben und unten).

Das Zweiwegefahrzeug des ESW-Röhrenwerks wurde hier auf der Indebrücke zwischen dem Bahnhofsgelände von Eschweiler-Aue und dem Betriebsteil Blockbearbeitung fotografiert.

Die vier mit Strangguss-Teilen beladenen Waggons wurden anschließend unter der Kranbrücke bereitgestellt, um von dort aus in die Blockbearbeitung übernommen zu werden.

Von Stolberg Hbf kommend passiert 643 223 den Bf. Eschweiler-Aue in Richtung Langerwehe.

 

 

06. Juni 2017

Bahnpendler erlebten am Morgen des 6. Juni 2017 eine herbe Überraschung: Die von der DB-AG begonnenen Brückenbauarbeiten an drei Brücken zwischen Düren und Langerwehe konnten nicht termingerecht am Morgen des 6. Juni 2017 gegen 4 Uhr abgeschlossen werden. Die Strecke musste über den ganzen Tag hinweg gesperrt bleiben. Für den Schienenersatzverkehr hat die DB-AG 4 (!) Busse bereitgestellt, mit denen die Menschenmassen aus den eigentlich halbstündlich verkehrenden Regionalexpresszügen der Linien RE1 und RE 9 sowie der Regionalbahnlinie RB 20 zwischen den beiden Bahnhöfen hin- und hergekarrt werden. In den Medien wurden viele Berichte veröffentlicht, in denen Fahrgäste von unsäglichen Zuständen, chaotischen Verkehrsverhältnissen und fehlenden Informationen sprachen.
Die Brückenbauarbeiten dauern mittlerweile schon seit Wochen an. So waren bereits vorher  zwischen dem 10. April und 23. April nächtliche Streckensperrungen verfügt worden. Von Karfreitag abend bis einschließlich Ostermontag gab es schon einmal eine tagelange  Vollsperrung. In einer Pressemeldung der „Aachener Nachrichten“ vom 27. Mai 2017 mit der Überschrift „Bahnstörungen zwischen Düren und Langerwehe“ hieß es zunächst noch: „Aufgrund von Brückenbauarbeiten fallen einige Züge vom 29. Mai bis 9. Juni aus. Betroffen sind vor allem die Tage zwischen dem 3. und 5. Juni, an den restlichen Tagen ist hauptsächlich der Nachtverkehr eingeschränkt.“

 

 

05. Juni 2017

Auch das war einmal eine Bahntrasse…. Auf einer Fahrt in den Selfkant wurde ein kurzer Abstecher nach Ederen unternommen, um einmal nachzusehen, wie sich die Reste der ehemaligen Jülicher Kreisbahn heute darstellen. Dort, wo der Hase hoppelt, befand sich früher die östliche Ausfahrt des kleinen Landbahnhofs Ederen mit der Strecke in Richtung Merzenhausen und Jülich.

Das „Bahnhofsgebäude“ von Ederen, das kaum mehr als eine Wartehalle war, muss vor nicht all zu langer Zeit abgerissen worden sein. Nahe bei dem in der Wildnis immer noch aufrecht stehenden Stationsschild „Ederen“ wurde die Schuttreste aufgehäuft.

Wer die Landstraße von Freyaldenhoven nach Ederen befährt, wird am Ortsanfang zumindest noch von einem Gleisrest daran erinnert, dass es auch hier einmal einen Schienenstrang gab, der die Verbindung in die große weite Bahnwelt vermittelte.

Beim Blick zum Streckenende in Richtung Puffendorf kündet in den Feldern noch ein altes Überwachungssignal für die Blinklichtanlage bei Ederen von der Bahnvergangenheit. Der Greifvogel bevorzugt allerdings einen neuzeitlichen Aussichtspunkt…

Blick von Ederen nach Siersdorf – auch 25 Jahre nach der Schließung der Grube Emil Mayrisch sind Teile der Bergehalde noch weitgehend unbewachsen.

Am Nachmittag dieses Pfingstmontags wurde noch ein kurzer Erkundungsausflug in Merkstein unternommen. Auf dem Gelände des einstigen Güterbahnhofs wird in diesen Tagen ein Ausweichgleis gebaut. Das Foto zeigt 643 213 bei der Passage der Baustelle.

Auf dieser Freifläche befand sich einstmals der Güterbahnhof Merkstein („Nordstern“), der u.a. dem Anschluss der Gruben „Carl-Alexander“ in Baesweiler und „Adolf“ in Merkstein diente und zusätzlich auch eine Funktion als Vorbahnhof für den großen Grubenbahnhof in Alsdorf hatte. Gegenüber der ursprünglichen Größe wirken die Neubauten der EVS eher bescheiden. Dennoch – es findet wieder ein Ausbau von Eisenbahninfrastruktur statt!

Die westliche Anbindung des „Begegnungsgleises“ wartet noch auf die zugehörige Weiche. Diese wird nebenan gerade in kleinteiliger Puzzlearbeit vorbereitet (oben und unten).

Von der ruhenden Baustelle aus wurde auch 643 220 auf seiner Fahrt von Alsdorf nach Herzogenrath als Dokument der Übergangszeit fotografiert (oben und unten).

643 201 beim Halt in Herzogenrath – August-Schmidt-Platz. Diese Haltestelle weist wegen des angrenzenden kleinen Ortszentrums von Merkstein und dem nahen Freibad stets eine gute Kundenfrequenz auf.

Nachschuss vom Bahnübergang der Geilenkirchener Straße (B 221 L 232) aus auf den in Richtung Alsdorf und Stolberg davon eilenden Euregiobahn-Triebwagen 643 201.

Als Gegenzug wurde kurz danach 643 213 als RB 20 nach Düren in Merkstein aufgenommen. Wegen einer Streckensperrung wegen Brückenbauarbeiten zwischen Düren und Langerwehe musste er an diesem Pfingstmontag allerdings seine Fahrt über Herzogenrath – Aachen Hbf – Stolberg Hbf und Eschweiler-Talbahnhof schon in Langerwehe beenden.

Auch beim Halt von 643 213 war am Haltepunkt Herzogenrath – August-Schmidt-Platz ein lebhafter Fahrgastwechsel zu beobachten.

Zufälligerweise gab es an diesem Nachmittag am Indeviadukt in Eschweiler-Aue noch eine weitere Begegnung mit dem nach Langerwehe fahrenden 643 213.

 

 

03. Juni 2017

Unter der Überschrift „Strecke nach Breinig soll dieses Jahr reaktiviert werden“ berichteten die Stolberger Lokalausgaben der regionalen Tageszeitungen vom 03. Juni  2017 (online bereits am 02. Juni 2017) über die anstehende Vergabe von Fördermitteln des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland. Am 30. Juni soll dort die Zwecksverbandsversammlung über das neue Investitionsprogramm entscheiden. Für Stolberg könnten dabei Zuschüsse mit einem Volumen von mehr als 4,5 Millionen Euro winken.
Rund 3,62 Millionen Euro davon sollen als Fördermittel in die Reaktivierung der Strecke zwischen den Stationen Stolberg-Altstadt und Breinig für den Personenverkehr investiert werden. Die Gesamtkosten für die etwa fünf Kilometer werden von der EVS als Antragstellerin mit 5,025 Millionen Euro (einschließlich einer Erneuerung des Rüstbach-Viaduktes) angegeben. Wegen der parallelen Nutzung für den Güterverkehr muss bei der Bezuschussung ein Abschlag von 20 Prozent berücksichtigt werden.
Für eine Förderung relevant, aber – weil die Realisierung noch nicht abschließend geklärt ist – derzeit noch nicht bewertet und deshalb zurückgestellt ist der Zuschussantrag der EVS über rund 8,8 Millionen Euro zur Befahrbarmachung der weiteren Route bis zur Bundesgrenze. Ähnliches gilt für Fördermittel von rd. 20 Millionen Euro zur Erschließung der Gleise von Mariagrube über Siersdorf bis ins Gewerbegebiet Baesweiler.
Für acht Fahrradboxen am Haltepunkt Stolberg-Mühlener Bahnhof und 16 am Stolberger Hauptbahnhof übernimmt der NVR im kommenden Jahr mit 26.500 Euro ebenfalls 90 Prozent der Kosten.
Der lesenswerte Pressebericht enthält noch weitere interessante Details zur Förderung zusätzlicher Projekte.

643 220/720 am Haltepunkt Stolberg-Mühlener Bahnhof, der im kommenden Jahr voraussichtlich mit 8 abschließbaren Fahrradabstellboxen aufgewertet werden wird.

NVR setzt Sonderzüge zu „Stolberg goes Österreich“ ein
Am 3. Juni 2017 informierten die Stolberger Lokalausgaben der regionalen Tageszeitungen außerdem unter der Überschrift „Ohne Parkplatzsuche in die Stadt“ über das Angebot von insgesamt 16 Sonderfahrten der Euregiobahn zwischen Stolberg Hbf und Breinig bzw. zurück, die am Samstag (10. Juni 2017) von Stolberg Hbf ab 21:40 Uhr (Ankunft der letzten Tour aus Breinig um 0:31 Uhr in Stolberg Hbf) sowie am Sonntag (11. Juni 2017) von 13:40 Uhr bis 17:40 Uhr ab Stolberg Hbf (Ankunft der letzten Tour aus Breinig um 18:31 Uhr in Stolberg Hbf) gefahren werden.

 

02. Juni 2017

Mit etwas Glück kann man in Stolberg an Werktagen sechs Talent-Triebwagen der Euregiobahn auf einem Bild vereinen!
V.l.n.r. RB 20 nach Aachen Hbf, RB 20 aus Richtung Aachen Hbf und RB 20 von/nach Alsdorf.

Auch wenn die Eishockey-WM schon wieder vorbei ist und das Team von Deutschland nicht im Finale stand, so ist der Thalyszug Nr. 4306 mit der Werbung für diese Veranstaltung immer gerne gesehen. Am Abend des 2. Juni 2017 gegen 19:15 Uhr passierte er wieder einmal den Stolberger Hauptbahnhof (oben und unten). Man beachte auch die wenig passenden Ersatzteile im Frontbereich.

Um 20:08 Uhr gelang zudem ein Foto von 101 092, die einen IC-Wagenpark nach Köln schleppte. Vermutlich handelt es sich um den Leerpark des IC 2223, der gegen 19:50 Uhr über Herzogenrath fahrend in Aachen Hbf angekommen war.

 

01. Juni 2017

Die Züge der Euregiobahn gehören zum gewohnten und dennoch gerne fotografierten Alltagsbild im Stolberger Tal. Am Vormittag des 1. Juni 2017 musste nur schnell genug die Kamera gezückt werden, als gerade ein unerkannt gebliebener Talent-Triebwagen auf seiner Fahrt zum Bf. Stolberg-Altstadt vorbeikam.

Am Wochenende 10./11. Juni 2017 wird in Stolberg das Kulturfest „Stolberg goes Österreich“ gefeiert. Schon am 1. Juni 2017 waren die Straßen rund um Stolbergs Altstadt entsprechend geschmückt. Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland bzw. der AVV wird an diesem Wochenende wieder Sonderfahrten mit der Euregiobahn nach Breinig anbieten.

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof konnte der im „Traxx-Design“ gehaltene 711 201 erwischt werden.

Während der Wartezeit zwischen den Zügen kann man ins Grübeln kommen. Wenn der „Skywalk“ bis Oktober 2018 auf sich warten lässt, wäre es doch eigentlich gar nicht notwendig gewesen, den Bahnkunden die unzulängliche Behelfsbrücke zuzumuten und den Weg zum Mittelbahnsteig extrem zu verschlimmern. Der Bau des Mittelbahnsteig hat es – wie das Foto zeigt – doch eigentlich nicht wirklich erfordert, dass die Bahnsteigunterführung beseitigt werden musste. Schließlich endet der neue Bahnsteig kurz vor der ursprünglichen Treppe. Bis zum Bau des „Skywalks “ hätte die alte Unterführung locker noch ein ganzes Jahr lang ihre Dienste getan….

Die Durchfahrt von 185 515 mit einem Güterzug in Richtung Köln und die auf Gleis 1 einen RE 1 schiebende 246 272 vertrieben die Gedanken über die Sinnhaftigkeit der Bautätigkeit und Bauplanung von DB-Netz wieder….

8 Gedanken zu „Fototagebuch 6/2017“

  1. Hallo Herr Keller,
    danke für den Bericht über die Bauarbeiten in Merkstein!

    Zu welchem Zweck wird diese Überholung eigentlich benötigt, obwohl in Alsdorf doch schon ein langes zweites Gleis vorhanden ist?

    Anmerken möchte ich noch, dass der BÜ Geilenkirchener Strasse an der L232 liegt. Die B221 biegt von Geilenkirchen kommend in Boscheln nach Alsdorf ab.

    Grüsse aus Merkstein
    Guido Foitzik

    1. Da die „Ringbahn“ in Zukunft auch potentiell für den Güterverkehr und als Ausweichstrecke genutzt werden soll, werden zusätzliche Ausweichmöglichkeiten wohl notwendig.

      1. Das könnte sicherlich auch ein nebensächlicher Grund sein.
        Aber Hauptgründe werden wohl auf Grund der ständig steigenden Fahrgastzahlen, die Taktverdichtung zwischen Alsdorf und Herzogenrath- ( Aachen ), und die angestrebte Reaktivierung/Erweiterung des Abzweiges von Mariagrube über Siersdorf nach Baesweiler sein.

    2. Hallo Herr Foitzik,

      danke für den aufmerksamen Hinweis zur L 232 bzw. B 221. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass dort auch noch die B 221 verläuft. Hat es da evtl. einmal eine Änderung der Straßenklassifizierung gegeben?

      Was das Ausweichgleis in Merkstein angeht, so soll das Gleis einer Verbesserung der Flexibilität des Bahnverkehrs dienen. Seien es evtl. verkehrende zusätzliche (Güter-)Züge, seien es Verlegungen von Zugkreuzungen bei betrieblichen Verzögerungen oder – in die Zukunft gedacht – evtl. Mehrverkehre infolge einer Streckenverlängerung in Richtung Baesweiler. Die zusätzliche Ausweichmöglichkeit steigert die Leistungsfähigkeit der Ringbahnstrecke in mehrfacher Hinsicht.

      Viele Grüße

      Roland Keller

  2. Hallo Roland ,
    ich habe auch über die Sinnhaftigkeit der Bauplanung der Behelfsüberführung und des Skywalks nachgedacht.
    Ich bin zu dem Entschluß gekommen, das man auf Seite der DB AG davon ausgegangen ist, das sich die EVS als Betreiber von Gleis 43/44 selbstverständlich an den Kosten des Treppenaufgangs beteiligen soll. Wie sonst kann man die jetzige dämliche Wegeführung auf Kosten der EVS/DB-Kunden interpretieren ?
    Schließlich sind es die Kunden der EVS die vom EVS-Bahnsteig auf den DB-Bahnsteig gelangen möchten.
    Oder sind es DB-Kunden die auf den Bahnsteig der EVS gelangen möchten ????
    Und das nicht nur bei der Behelfsbrücke sondern auch beim noch zu bauenden Skywalk.
    Dieses Spielchen wird man wohl noch häufiger erleben, wenn die DB Netz eventuell mögliche Infrastrukturverbesserunen vornehmen möchte, dann aber wieder Flächen benötigt, die man vor Jahren zum symbolischen Preis verschleudert hat.
    Hier ist der ordnende Pfiff des Schiedsrichter erforderlich.

    1. Hallo Axel,

      mal ganz laienhaft und ohne Rücksicht auf finanzielle Verpflichtungen und Verflechtungen gedacht, wäre es für den Bahnkunden allgemein smarter gewesen, wenn man vom eigentlichen Zugang am Bahnhofsvorplatz aus über den Bahnsteig der EVS (Gleise 43/44) zur Behelfsbrücke gehen könnte. Der Weg wäre einfacher zu finden, kürzer, auch für Umsteiger einfach sinnvoller und die Größe der Behelfsbrücke hätte evtl. etwas kleiner gehalten werden können. Warum man es dennoch anders gemacht hat, sollten ggf. die beteiligten Fachleute erklären.
      Als „einfacher Bahnkunde“ mit laienhaften Vorstellungen habe ich da zumindest gewisse Verständnisprobleme. Und ich denke, in betrieblicher Hinsicht kommen die EVS und die DB-AG nach meinen Beobachtungen beim Betrieb der Euregiobahn und der Abwicklung des Güterverkehrs anscheinend doch recht gut miteinander aus und finden immer wieder bedarfsgerechte flexible betriebliche Lösungen…

      Viele Grüße

      Roland

      1. Hallo Roland,
        ich stimme deiner Einschätzung zu 100 Prozent zu.
        Warum diese Behelfsbrücke nicht genau so gebaut wurde, fragt sich vermutlich jeder Bahnkunde.
        Und ……… der Skywalk ist noch nicht gebaut, und keiner weiß wie „die richtige Brücke“ dann aussehen wird, möglicherweise genau wie die Behelfsbrücke, ohne den Zugang zu Gleis 43/44 , dafür direkt vom neuen Parkhaus ?
        Dass die Behelfsbrücke nicht flexibel und nicht bedarfsgerecht gebaut wurde, muß also eine Ursache haben.
        Möglicherweise die, dass beim Bezahlen die Freundschaft aufhört 🙂

        Dennoch benötigt das zarte und schöne Blümchen EVS GmbH zum Wachsen nicht nur Sonne und Wasser, sondern auch Schutz und Zuneigung.

        1. Hallo Axel,

          dass der Bahnsteig mit den Gleisen 43 und 44 zur EVS-Infrastruktur gehört ist wohl richtig. Aber die „Euregiobahn“ wird doch von DB-Regio gefahren. Da macht es eigentlich keinen Unterschied, welchen Bahnsteig die Bahnkunden benutzen. Für den Verkehrshalt an den Bahnsteiggleisen 43 und 44 wird DB-Regio bzw. der NVR so oder so Nutzungsentgelte zahlen müssen. Und da es somit letztlich immer um Kunden von DB-Regio geht, könnte man laienhaft denken, im DB-Konzern sollte schon ein gewisses Interesse bestehen, das Umsteigen auf den von DB-Regio betriebenen Linien kundengerecht zu gestalten. Soweit die Theorie.

          Faktisch werden die Nahverkehrsausschreibungspakete aber nicht von den Kunden, sondern von den Nahverkehrszweckverbänden vergeben. Und beim Wettbewerb um die Verkehrsleistungen fragt zum Ausschreibungszeitpunkt jeder nur nach dem niedrigsten Preis und niemand nach vorangegangener Angebotsqualität. So geht die Relevanz für guten Service letztlich zurück. Und diese Erfahrung zieht sich wie ein roter Faden durch das tagtägliche Erleben des Regionalverkehrs.

          Nun wird diese Behelfsbrücke aber nicht in die Zuständigkeit von DB-Regio fallen, da diese Tochter ja nur Verkehrsleistungen erbringt. Weil andere DB-Sparten wie bspw. DB-Netz oder Station&Service für die Infrastruktur der DB-AG eigene betriebswirtschaftliche Kalkulationen haben, spricht einiges dafür, dass Deine Schlussfolgerungen zutreffen könnten…

          meint Roland

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