Kalender zur Aachener Straßenbahn

Auch für das Jahr 2019 hat der Aachener Straßenbahnexperte Reiner Bimmermann wieder einen Kalender mit Motiven von der Aachener Straßenbahn herausgegeben.  Das Motto der Bilderreise durch das Jahr 2019 heißt „Mit der Straßenbahn nach Belgien und Holland“.


Der Kalender enthält wieder 13 sehr interessante Motive, bei denen der Bogen bspw. von Aufnahmen aus dem Jahre 1928 beim Grenzübergang Locht über Fotos aus den 1930er Jahren mit Grenzübergängen in Herzogenrath und natürlich auch von den Aachener Grenzübergängen gespannt ist. Dieser Kalender wird bestimmt auch bei belgischen oder niederländischen Straßenbahnfreunden auf reges Interesse stoßen.

Der Kalender wird von Herrn Bimmermann in der St. Pauls-Apotheke in Aachen zu den üblichen Öffnungszeiten kostenlos abgegeben.

Damit auch in kommenden Jahren immer wieder neue und interessante Kalender erscheinen können, ist Herr Bimmermann stets dankbar, wenn ihm jedwedes Material oder Fotos zur Geschichte der Aachener Straßenbahn (ggf. auch nur zum Kopieren) angeboten wird.

Fotokalender 2019 zur „Eisenbahn in Stolberg“

Für das Interesse an dieser Homepage und die Mitwirkung bzw. Unterstützung bei der Erstellung von Beiträgen und Berichten gibt es bei  www.eisenbahn-stolberg.de wie schon in den vorangegangenen Jahren  als „Dankeschön“ wieder einen Fotokalender zur Eisenbahn rund um Stolberg.

Der Kalender für das Jahr 2019 enthält  13 Motive vom Stolberger Bahnbetrieb im zurückliegenden Jahr. Der Blick richtet sich auf den alltäglichen  Eisenbahnbetrieb, wie er 2018 erlebt werden konnte und wohl auch im Jahre 2019 zu sehen sein dürfte. Das Bild der Eisenbahn rund um Stolberg ist jedoch einem stetigen Wandel unterworfen.  Was uns heute noch alltäglich erscheint, kann sich ändern und bald schon Geschichte werden. Ob es der Ersatz der häßlichen Behelfsbrücke zum Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs durch eine nach mehr als zweijähriger (!) Bauzeit im Jahr 2019 wohl der Vollendung entgegengehende barrierefreie Überführung, die Sanierung der EVS-Strecke zwischen Stolberg-Altstadt und Breinig  oder dem Ausbau des Stolberger Hauptbahnhofs zu einem regionalen Güterverkehrszentrum („Euregio Railport“) ist, Veränderungen sind absehbar. Deshalb sollte gerade auch das, was alltäglich und deshalb belanglos erscheint, immer wieder ein Foto wert sein.

Vielleicht kann der Fotokalender für das Jahr 2019 nebenbei den einen oder anderen Denkanstoß zur Eisenbahnsituation in Stolberg, zur Beschäftigung mit dem Hobby oder zum Umgang mit Erinnerungen und zur Bewahrung von Zeugnissen der Eisenbahngeschichte liefern…

Der Kalender wird hier als pdf-Datei mit einer Größe von rd. 20 MB zum download angeboten, so dass jeder Eisenbahnfreund die Vorlage  zu einem gedruckten Kalender mit Spiralheftung oder in anderer Form eigenhändig oder mit Hilfe der Dienste eines Grafikshops weiterverarbeiten kann.

Hier geht es zum download:

EiS_Kalender_2019_Fassung_21_12_2019

Ich wünsche viel Spaß beim Anschauen – möge der Kalender einmal mehr ein gerne gesehener Begleiter durch das Jahr 2019 sein….

Roland Keller

„Zechenbahntage“ beim Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen

Den im Jahre 2018 anstehenden Ausstieg aus der Steinkohleförderung in Deutschland hat das DGEG-Eisenbahnmuseum Bochum zum Anlass genommen, mit Unterstützung der RAG-Stiftung im Rahmen des Programms „Glückauf Zukunft!“ in der Zeit vom 15. bis 23. September 2018 die „Zechenbahntage 2018 “ zu veranstalten. Für diese Veranstaltung wurde auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks eine Vielzahl von typischen Zechenbahnlokomotiven aller Epochen und Traktionsarten zusammengetragen, wie es sie in dieser Form bislang noch nicht zu sehen gab.
Einige dieser Lokomotiven kamen auch zum Einsatz und sorgten dementsprechend für Dampf- und Rauchwolken über den Museumsgleisen am Rande der Ruhr.

Aus dem eigenen Bestand des DGEG-Museums kamen die Maschinen Hibernia 41-E, RAG D-724 (ex. DR 80 030), Opel Nr. 5 (Henschel-Typ DH 500 Ca) und RAG-E003 (Henschel-Typ E1200). Zusätzlich wurden folgende Gastlokomotiven nach Bochum-Dahlhausen geholt:

– vom LWL-Industriemuseum die 1905 gebaute Lok „Victor“ der gleichnamigen Hohenzollern-Type, die „Anna 6“ (Krupp 1940 ex. Zeche Lothringen und später Zeche Anna) und die „Mevissen Nr. 4“ (Krupp 1953, ex. Hibernia 51-C, später Zeche Mevissen),
– von der am Baldeneysee in Essen-Kupferdreh gelegenen Hespertalbahn die Jung-Lokomotive Nr. 5, die früher beim Kraftwerk Elverlingsen eingesetzt wurde,
– das EVU „RBH“, eine frühere Zechenbahngesellschaft, steuert die E-Lok 011, die vierachsige dieselhydraulische Lok 677 und die dreiachsige dieselelektrische Lok 561 bei.

Die beiden Eisenbahnfreunde Karl-Heinz Frohn und Peter-Josef Otten hatten die Veranstaltung besucht und eine größere Menge Fotos spendiert, von denen hier einige gezeigt werden. Für die virtuelle Teilhabe sage ich den beiden an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Zechenbahn-Lokparade an der Drehscheibe des Bw Bochum-Dahlhausen mit v.r.n.l. den Loks „Victor“ (Fa. Hohenzollern Typ „Victor“), „Hibernia 51-C“ (Fa. Krupp Typ „Gladbeck“), RAG – D-724 (alias 80 030) und Hespertalbahn D 5 (Fa. Jung, Typ „CNTL“).

Für dampfige Zechenbahnatmosphäre sorgte am 15. September 2018 u.a. die Lok D 5 der Hespertalbahn.

Die ehemalige Reichs- bzw. Bundesbahnlok 80 030 wurde 1961 an die Kölckner Bergbau AG verkauft und war bis 1974 auf Zechenbahnen im Ruhrgebiet im Einsatz. Sie war erst kürzlich wieder in den Zustand der Zechenbahnzeit zurückversetzt worden und präsentierte sich nun als Lok D-724 der Ruhrkohle AG (RAG).

Für Eisenbahnfreunde aus der Region Aachen war natürlich die Lok „Anna N 6“ der Star der Veranstaltung. Die 1940 gebaute Lok ist seit 1994 auf der Zeche Zollern des Westfälischen Industriemuseum in Dortmund wieder unter Dampf zu erleben. Auch in Bochum-Dahlhausen konnte sie die Besucher begeistern (oben und unten).

Zu den Boliden unter den Zechenbahnloks zählt die 800 PS starke Henschellok „Hibernia 41-E“, die am 18. September 2018 im schönsten Sonnenlicht ausgestellt war.

Zum Strukturwandel im Ruhrgebiet gehört naturlich auch der Traktionswandel. Bei den Zechenbahntagen wurde deshalb auch ein anschaulicher Querschnitt der modernen Zechenbahnloks gezeigt.

Das EVU „RBH“ schickte u.a. seine Lok 011, eine 1984 gebaute Henschellok des Typs E 1200,  zu den Zechenbahntagen. Zusammen mit der schon 1976 gebauten E 1200 des Museum präsentierte sie die elektrischen „Kawenzmänner“.

Die RBH-Lok 674 gehört dem zwischen 1981 und 1991 gebauten Dieselhydraulik-Loktyp G 1204 der Firma MaK an, der auf mehreren Bergwerksbahnen anzutreffen war.

Die RBH-Lok 561 gehört dagegen dem nur von 1980 bis 1983 produzierten MaK-Typ DE 502 an, der eine richtungsweisende Kombination von Drehstrom-E-Lok und Diesellok darstellt.

Diesellokparade an der Drehscheibe mit den RBH-Loks 561, 674 und 578, die noch im täglichen Betriebseinsatz stehen.

Auch heute übernehmen Zechenbahnen bzw. im Ruhrgebiet tätige EVUs ehemalige „Staatsbahnloks“. Ein Beispiel dafür ist die ehemalige Bundesbahn-Lok 151 144, die von RBH nun bundesweit als Lok 267 eingesetzt wird.

Die Anna N 6 zählte bei den Zechenbahntagen zu den stärkeren Vertretern unter den Dampfloks. Die ursprünglich als Heißdampflok gebaute Maschine wurde jedoch schon 1950 wieder auf Naßdampf umgebaut (oben und unten).

Am 18. September 2018 glänzte die 680 PS starke, aber nur dreiachsige  Jung-Lok D 5 der Hespertalbahn am Gerüst mit den Schürhaken in der Herbstsonne.

In ähnlich günstiger Fotoposition konnte zudem die erst 1953 gebaute Lok „Mevissen 4“ abgelichtet werden.

Zum Thema „Zechenbahnen“ gehören natürlich auch die Staatsbahn-Loks, die die beladenen Kohlenzüge von den Übergabebahnhöfen der Bergwerke abholen. 044 377 war mit solchen Diensten bis ins Jahr 1977 beim Bw Gelsenkirchen-Bismarck beschäftigt und kann sich als eine der letzten Bundesbahn-Dampfloks des Ruhrgebiets rühmen.

Ruhrgebietstypisch waren einstmals auch die Tenderloks der BR 78. Mit den von ihnen bespannten Nahverkehrszügen dürften auch viele Bergleute zu ihren Zechen befördert worden sein. 

Wer übrigens glaubt, mit dem Auslaufen der Steinkohleförderung in Deutschland sei im Ruhrgebiet das Ende der Kohle gekommen, der irrt. Es wird weiterhin viele Industriebetriebe, Kokereien und Kraftwerke geben, die Steinkohle einsetzen und verfeuern. Die Kohle wird künftig nur aus Ländern importiert, wo sie unter erheblich schlechteren Arbeitsbedingungen und mit weniger Unfallschutz billiger gefördert wird….

Glück auf!

 

RRX und IC werfen ihre Schatten voraus

„Damit die neuen Züge nicht zu kurz kommen….“ heißt es auf diesem Infoplakat am Bf. Kohlscheid.

Der Eisenbahnfreund Karl-Heinz Frohn hat kürzlich einmal erkundet, wie es auf den aktuellen Baustellen rund um Herzogenrath aussieht. Einerseits werden die Bahnsteige in Kohlscheid sowie zwischen Geilenkirchen und Erkelenz derzeit an die für den RRX-Betrieb erforderliche Länge angepasst, andererseits wird die Bahnstrecke zwischen Herzogenrath und Heerlen gerade für den elektrischen Zugbetrieb mit niederländischen Intercity-Zügen vorbereitet. Für die zahlreichen Bildspenden sage ich ein herzliches Dankeschön.

Blick auf die Bahnsteigarbeiten im Bereich des ehemaligen Stellwerks „Kf“.

Neben den üblichen Zweiwegebaggern kommt bei den Bauarbeiten in Kohlscheid auch ein Rammbagger zum Einsatz (oben und unten).

Während der Arbeiten an den Bahnsteigen müssen die Züge in Kohlscheid durchfahren. Für Reisende wird als Ersatz für den Reisezugverkehr ein Schienenersatzverkehr mit Bussen angeboten.

Um die Strecke Aachen – Mönchengladbach für Zugverkehr offen halten zu können, müssen die Baufahrzeuge neben den Gleisen abgestellt werden…

Am Bf. Herzogenrath stehen an der Ausfädelung der Strecke nach Heerlen Fahrleitungsmaste der deutschen Bauart, weil die Trasse bis zur Wurmbrücke Teil des DB-Netzes ist.

Bei Haanrade sind schon die Fundamente für die niederländische Fahrleitung gesetzt.

Bei Eygelshoven ist die elektrische Fahrleitung bereits aufgebaut.