Innenansichten des EBV-Grubenbahnbetriebs – ein Literaturtipp

Innenansichten des EBV-Grubenbahnbetriebs – ein Literaturtipp


Obwohl das Heft 20 der Zeitschrift „Eisenbahn Klassik“ schon im März 2026 erschienen und damit seit einigen Wochen im Handel ist, soll hier (vor dem Erscheinen des Heftes 21) unbedingt ein Hinweis auf einen sehr lesenswerten Beitrag nicht fehlen.
Der auf der Titelseite präsentierte Bericht „Mit Anna und Emil durchs Aachener Revier“ enthält nicht – wie der Zusatz „Eschweiler Bergwerks-Verein: Dampf bis 1992“ vielleicht vermuten lässt, einen weiteren Aufguss von Berichten über Fototouren zum Bf. Alsdorf und zu den dort verkehrenden Grubenbahndampfloks des EBV.
Der Autor Klaus Prömper hatte das besondere Glück, während eines Praktikums beim Eschweiler Bergwerks-Verein und bei verschiedenen Ausbildungseinheiten sowohl den Rangierbetrieb rund um die Kokerei auf dem Gemeinschaftsbahnhof Alsdorf als auch den Grubenbahnbetrieb beim Bergwerk „Grube Emil Mayrisch“ in Siersdorf aus der Sicht eines EBV-Mitarbeiters hautnah mitzuerleben und daran teilzuhaben, mit welchem Engagement der EBV seinen Grubenbahnbetrieb durchführte und die betrieblichen Herausforderungen bewältigte. Zusätzlich hat Klaus Prömper auch die Instandhaltungsarbeiten an den Grubenbahnloks in der EBV-Hauptwerkstatt in Mariadorf miterlebt. Seine Schilderungen heben sich deshalb sehr deutlich von vielen anderen Berichten zum Thema EBV-Dampfloks ab. Gerade wegen dieser Mitarbeiter-Perspektive, seiner Nähe zu den Eisenbahnern des EBV  und seinem fotografischen Geschick hat Klaus Prömper hier ein Zeitdokument geschaffen, das unbedingt lesens- und sehenswert ist. Klaus Prömper versteht es excellent, den Idealismus der EBV-Grubenbahner, ihren Pragmatismus und ihr lösungsorientiertes Vorgehen im harten Grubenbahnalltag zu spiegeln und diese vergangene Bergbau-Arbeitskultur für die Nachwelt noch einmal sichtbar zu machen und das Andenken daran zu erhalten.

Das neue Heft 21 der Zeitschrift „Eisenbahn Klassik“ kommt wohl Anfang Juni 2026. Solange ist EK 20 in unserer Region beim Bahnhofsbuchhandel und – über Juni hinaus (!) – beim Modellbahncenter Hünerbein in Aachen und beim Energeticon in Alsdorf zu kaufen. Zusätzlich kann es online beim Verlag bezogen werden, solange der Vorrat reicht: Nord Süd Express | Eisenbahn-KLASSIK 20 Frühjahr 2026.

Frühlingsferien 2026 in Vogtland und Erzgebirge

In der Zeit vom 10. bis 20. April 2026 standen Frühlingsferien in Vogtland und Erzgebirge auf dem Programm. Neben Erholung und Kultur gab es – wie wohl kaum anders zu erwarten – auch einige Programmpunkte mit Bezug zur Eisenbahn.

Der vogtländische Eisenbahnknotenpunkt Adorf/Vogtland ist – wie viele Bahnhöfe heutzutage – sehr stark von Rückbaumaßnahmen gezeichnet. Das stattliche, der einstigen Bedeutung angemessene Bahnhofsgebäude von Adorf ist zwar noch erhalten. Es hinterlässt am 11. April 2026 aber keinen repräsentativen Eindruck mehr. Derzeit verkehren nur noch Regionalbahnen in die Richtungen Plauen/Vogtland und Bad Elster. Die Verbindung nach Klingenthal ist außer Betrieb. Die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unterbrochene Strecke nach Roßbach (Hranice) und Asch ist längst abgebaut und ohne jede Hoffnung auf Reaktivierung. Seit 1975 ist ebenso die durchgehende Verbindung nach Aue wegen eines Talsperrenbaus bei Eibenstock unterbrochen und danach Opfer eines langsamen Niedergangs geworden.

Ausfahrt des VT 153 der Vogtlandbahn in Richtung Plauen/Vogtland. Die einstmals für den Fernverkehr in Richtung Eger, Karlsbad und Franzensbad ausgelegten langen Bahnsteige von Adorf wirken am 11. April 2026 für die kleinen Triebwagen völlig überdimensioniert. Immerhin gibt es hier aber noch die historischen langen, hölzernen Bahnsteigüberdachungen.

Das ehemalige Bahnbetriebswerk Adorf/V. ist glücklicherweise museal erhalten geblieben und rühmt sich, mittlerweile das letzte Bahnbetriebswerk im Vogtland zu sein. Hier widmet man sich u.a. der Bewahrung der Schienenbusse der DDR-Reichsbahn. Am Nachmittag des 11. April 2026 wurde im Bw Adorf aber nur kurz mit einer ehemaligen Werkslok der Plauener Firma „WEMA“  (Werkzeugmaschinenbau) rangiert.

Die wenigen fahrbereiten DDR-Schienenbusse werden im Ringlokschuppen aufbewahrt. Auf den Freigleisen stehen mehrere Trieb- und Beiwagen, die man eher als „Arbeitsvorrat“ bezeichnen kann.

Für Dampflokfreunde ist u.a. die in Adorf stationierte, nur rollfähig aufgearbeitete  86 1607 (86 607) interessant. Loks dieser Baureihe waren hier viele Jahre ortstypische Triebfahrzeuge (oben).
Sehenswert ist außerdem der Torso einer nur dreiachsigen ELNA-Lok (unten).

Wer mit offenen Augen auf dem Gelände des Bw Adorf unterwegs ist, kann dort Fotomotive entdecken, die an die DDR-Vergangenheit erinnern…

Der 17. April 2026 war aus Sicht des Eisenbahnfotografen ein „Brückentag“. Zunächst bot sich in der Gemeinde Theuma am Ortsausgang in Richtung Großfriesen und Plauen eine Brücke der ehemaligen, bereits 1973 abgebauten  Nebenstrecke von Plauen-Chrieschwitz nach Lottengrün und Falkenstein wegen ihrer Verkleidung mit dem hier ortstypischen „Theumaer Fruchtschiefer“ als Fotomotiv an.

Am späten Nachmittag des 17. April 2026 stand die monumentale, schon 1851 vollendete „Elstertalbrücke“ im Fokus. Das 279 m lange und 68 m hohe Bauwerk gilt neben dem Göltzschtalviadukt als zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Auf der unterhalb der Elstertalbrücke entlangführenden Elstertalbahn begegnete dem Urlauber der von Weischlitz über Plauen und Greiz nach Gera verkehrende VT 154 der Vogtlandbahn (oben). Von einem Standpunkt im Flussbett der weißen Elster gelang ferner das Foto eines anderen Triebwagens der Vogtlandbahn, der auf der über die Brücke führenden elektrifizierten Hauptstrecke von Hof über Reichenbach und Zwickau nach Chemnitz in Richtung Plauen oberer Bahnhof brummte (unten).

Der 18. April 2026 stand ganz im Zeichen der Dampfeisenbahn. Eine Fahrt ins westliche Erzgebirge führte zunächst über das vogtländische Schönheide. Beim Stopp im Ortstteil Wilzschhaus sorgte ein grantiger älterer Mann aus dem Team der dort tätigen Bahnenthusiasten dafür, dass das Interesse an einer Erkundung der Eisenbahnhistorie im Bereich des Bahnhofs Schönheide-Süd rasch versiegte. Anders war es dagegen am Bf. Schönheide Mitte, wo Gelegenheit bestand, die dort betriebsfähig erhaltene IV K-Lok 99 582 vor dem historischen Rechtecklokschuppen zu fotografieren. Erinnerungen an eigene Erlebnisse aus den Jahren 1974 und 1975 lebten wieder auf.

Am 18. April 2026 wurden zwei Rundfahrten mit der 58 311 von Chemnitz über Thalheim, Aue, Schwarzenberg, Markersbach, Schlettau, Annaberg und Wolkenstein zurück nach Chemnitz veranstaltet. Am Nachmittag konnte so bei Lössnitz die aus Richtung Zwönitz kommende und nach Aue fahrende 58 311 dabei beobachtet werden, wie sie durch zwei Hufeisenkurven den Höhenunterschied hinab ins Tal der Zwickauer Mulde bewältigte. Die erste, vor Lössnitz oberer Bahnhof liegende Hufeisenkurven verläuft großenteils durch eine offene Feldlandschaft, die sich hier schon frühlingshaft zeigte (oben und unten).

Diese erste Hufeisenkurve ermöglichte zudem auch noch fotogene Nachschüsse auf den talwärts rollenden Dampfloksonderzug mit weitem Blick in die Landschaft (oben und unten). Bis Mitte 1976 verkehrten die im Bw Aue stationierten Loks der BR 58.10, zu denen auch die 58 1111 alias 58 311 zählte, hier planmäßig.

Die Fahrt der 58 311 durch Markersbach wollten sich viele Eisenbahnfreunde nicht entgehen lassen. Die disziplinierten Fotografen ermöglichten gute Aufnahmen des Sonderzuges während seiner Fahrt durch den Bf. Markersbach und über den Markersbacher Viadukt (oben und 2x unten). Obwohl am Schluss des Sonderzuges  die V 100 003 nachschob, machte 58 311 ordentlich Dampf.


Auch nach dem Überfahren der Markersbacher Brücke musste 58 311 auf dem Weg zum Bf. Scheibenberg noch lange gegen die beständige Steigung ankämpfen. Wer sich in Markersbach etwas Zeit nahm, der konnte viele Minuten lang der weiterhin kräftig stampfenden 58 311 zuhören und sich an ihren Rauchwolken erfreuen.

Ein längerer Aufenthalt auf dem Bf. Schlettau zum Auffüllen der Wasservorräte der 58 311 ließ genug Zeit, gemütlich die zwischen Schlettau und dem Bf. Walthersdorf gelegene Zschopaubrücke aufzusuchen und den Sonderzug dort ein weiteres Mal zu fotogafieren.

Am 18. April 2026 verkehrte ein zweiter Dampfloksonderzug, der mit den Loks 86 1333 und 86 1744 der Pressnitztalbahn von Zwickau und Chemnitz über Aue und Johanngeorgenstadt nach Karlsbad und Komotau fuhr, um anschließend über Weipert, Cranzahl, Annaberg, Markersbach, Schwarzenberg und Aue wieder zu seinen Ausgangspunkten zurückzukehren. Im letzten Tageslicht des 18. April 2026 passierten die Loks 86 1333 (links) und 86 1744 (rechts dahinter) gegen 20:10 Uhr  mit einem eindrucksvollen Pfeifkonzert die Brücke über das Sehmatal in Cranzahl (oben und unten).

 

Vor 50 Jahren – beim Bw Stolberg endete der planmäßige Dampflokeinsatz

Vor 50 Jahren – beim Bw Stolberg endete der planmäßige Dampflokeinsatz

Am Wochenende vom 27. zum 28. September 1975 gab es bei der Deutschen Bundesbahn den seinerzeit regelmäßigen Fahrplanwechsel. Der Sommerfahrplan 1975 endete an einem Samstag, und ab dem folgenden Sonntag begann der Winterfahrplan 1975/76.

Für das Bahnbetriebswerk Stolberg hatte dieser Tag eine besondere Bedeutung, denn zum Ende des Sommerfahrplans 1975 beendete die Bundesbahndirektion Köln dort – ebenso wie beim Kölner Bw Gremberg – den planmäßige Dampflokeinsatz. Bis dahin hatte das Bw Stolberg seine Dampfloks der Baureihen 050 bis 053 im Güterzugdienst rund um Stolberg eingesetzt. Zum Einsatzgebiet gehörten vor allem die Steinkohle- und Kokszüge auf der Strecke Stolberg – Alsdorf – Herzogenrath sowie auf den Verbindungen Siersdorf – Mariagrube – Würselen– Stolberg und Siersdorf – Mariagrube – Alsdorf. Die Grube „Emil Mayrisch“ in Siersdorf und in Alsdorf das Verbundbergwerk „Grube Anna“ und die Kokerei Anna mit über 130 Koksbatterien gaben den Stolberger Dampfloks bis zuletzt reichlich Beschäftigung.

Der Gemeinschaftsbahnhof Alsdorf, der von der Deutschen Bundesbahn und dem Eschweiler Bergwerksverein gemeinsam betrieben wurde, war ein Einsatzschwerpunkt für die Stolberger Dampfloks. Die Fotos zeigen die 051 789 (oben) und die 052 928 (unten, zusammen mit der EBV-Grubenbahnlok Anna 10) nahe der Güterabfertigung Alsdorf und dem Bundesbahn-Fahrdienstleiterstellwerk „Af“.

Daneben wurden die Stolberger Dampfloks vor Güterzügen auf den Strecken Stolberg – Raeren (die letzten Auslandseinsätze von Bundesbahndampfloks!) und Stolberg – Jülich sowie mit Übergabezügen von Stolberg Hbf nach Aachen-Rothe Erde, Aachen-West und Eschweiler Hbf und zu gelegentlichen Schubdiensten in Aachen eingesetzt. Diese Güterverkehrsleistungen wurden ganz überwiegend nur von montags bis freitags erbracht. An Samstagen verkehrten nur wenige Stolberger Dampfloks, weil der lokale und regionale Güterverkehr dann überwiegend ruhte. Die Mehrzahl der Dampfloks war über das Wochenende im heimatlichen Bw Stolberg versammelt.

Somit spielte sich das Ende des fahrplanmäßigen Dampflokeinsatzes hauptsächlich schon am Freitag, dem 26. September 1975, ab.

Am 08. Januar 1975 entstand von der Straßenüberführung Schellerweg aus das Foto der in Richtung Bf. Stolberg-Hammer dampfenden 051 729. Links von der Lok sind noch die letzten Reste der Gleisanlagen des Bf. Stolberg-Mühle zu sehen.

Am 18. April 1975 war 052 928 mit einem kurzen Güterzug zum Bf. Münsterbusch unterwegs. Weil das mitfahrende Personal am Bahnübergang Eisenbahnstraße die Schranken kurbeln und den Bahnübergang Spinnereistraße mit Posten und Fahne sichern musste, legten die dafür zuständigen Eisenbahner den kurzen Streckenabschnitt dazwischen gerne auf der Pufferbohle stehend zurück. Das Foto entstand unmittelbar nach der Abfahrt vom Bahnübergang Eisenbahnstraße, rechts von der Lok kann man die Ruine des Gasthofs „Rosenhof“ erkennen. Auf der Strecke von Stolberg Hbf nach Münsterbusch endete der Dampflokeinsatz bereits Mitte Juni 1975, sie wurde als erste der Stolberger Nebenstrecken auf Dieselbetrieb umgestellt.

Gelegentlich wurden die Stolberger Dampfloks auch im Rangierdienst auf dem Stolberger Hauptbahnhof eingesetzt. Am 06. Februar 1975 war bspw. 051 031 am Ablaufberg im Rangierbezirk V zu sehen.

Von der Eschweilerstraße aus bot das Bw Stolberg diesen rauchigen Anblick. Am 04. September 1975 war auf den offenen Lokständen rechts die 051 494 zu erkennen (oben). Die Innensicht des Bahnbetriebswerks mit den offenen Lokständen wurde einen Tag früher im Bild festgehalten (unten). 

Neben dem Ringlokschuppen gab es im Bw Stolberg noch eine Wagenhalle, die 1975 gelegentlich auch zum Abstellen von Dampfloks genutzt wurde. Auf dem Gleis zwischen Wagenhalle und Drehscheibe wurde 053 031 fotografiert (oben). Sie gehörte zu den letzten vier Dampfloks, die erst Mitte Juni 1976 vom Bw Stolberg zum Bw Duisburg-Wedau abtransportiert wurden und ist bis heute erhalten geblieben. 053 031 war eine der letzten Dampfloks, die die Anschrift des Bw Stolberg trug (unten).

Noch 1975 lagerten im Bw Stolberg stets große Kohlenvorräte. Für die Lokbekohlung benutzt man hier einen umgebauten Eisenbahndrehkran mit einem Greifer, für Notfälle konnte man mit einem Fuchs-Bagger bekohlen. Die Kohlehunte gehörten bereits zum Schrott.

Am 03. September 1975 herrschte auf dem Stolberger Hauptbahnhof zwar nebliges Wetter, aber wegen des bevorstehenden Endes des Dampflokeinsatzes  wurden dennoch einige Fotos aufgenommen. Am Gleis 1a (heute 43) wurde 050 806 mit einem Übergabezug zwischen den Bahnhofsbezirken III und V fotografiert (oben), nahe des Stellwerks „Sa“ wurde eine andere Dampflok mit einem über die Verbindungsbahn geleiteten Übergabezug aufgenommen (unten).

Zum Ende des planmäßigen Dampflokeinsatzes beim Bw Stolberg fand am 27. September 1975 eine Sonderfahrt von Aachen über Düren und Euskirchen nach Gerolstein statt. Die Stolberger Eisenbahner hatten für den Sonderzugeinsatz die fein herausgeputzte Kabinentenderlok 051 864 ausgewählt.

Am Abend des 27. September 1975 ratterte 051 864 mit dem Sonderzug aus Gerolstein auf der Rückfahrt nach Aachen Hbf ohne Halt durch den Stolberger Hauptbahnhof (oben). Rund eine halbe Stunde später kam 051 864 als Leerfahrt von Aachen zurück zum heimatlichen Stolberger Hauptbahnhof (unten).

Im Gegensatz zum Bw Gremberg bedeutete das Ende des planmäßigen Dampflokeinsatzes jedoch noch nicht das völlige Aus für die Stolberger 50er. Obwohl das Bw Stolberg fortan seine Leistungen als Einsatz-Bw mit mehreren vom Bw Düren zur Verfügung gestellten Dieselloks der BR 290 erbringen sollte, behielt das Bw Stolberg zunächst für eine Übergangszeit mehrere Loks der BR 050 bis 053 zur Reserve. Stolberger Lokpersonal war zwar bei vielen Güterzugleistungen nun mit den Dieselloks im Einsatz. Vor einigen besonders schweren Kohlezügen und vor Sonderleistungen wie Militärtransporten und Bauzugdiensten setzte das Bw Stolberg die ihm verbliebenen Dampfloks aber weiterhin ein.

Am 10. Oktober 1975 – nach dem Ende des fahrplanmäßigen Dampflokeinsatzes – bespannten 053 01 und 052 928 einen Militärzug von Raeren nach Stolberg Hbf, als sie kurz vor ihrem Ziel am Bahnübergang Nikolausstraße fotografiert wurden. 

Am Vormittag des 25. Oktober 1975 starteten die beiden Stolberger Loks 050 622 und 050 806 als Leerfahrt von Stolberg Hbf über Würselen und Mariagrube zur Grube „Emil Mayrisch“ nach Siersdorf, um dort 42 mit Steinkohle beladene Fc-Waggons abzuholen. Das Foto entstand im Bahnhofsbezirk V nahe des Stellwerks „Sif“. Auch die 050 622 blieb bis heute erhalten.

Am Abend des 25. November 1975 gelangen im Bw Stolberg stimmungsvolle Fotos der von einem Sondereinsatz zurückgekehrten und in den Lokschuppen einrückenden 052 928 (oben und unten).

Erst gegen Ende November / Anfang Dezember 1975 hatte sich der Diesellokeinsatz so weit stabilisiert, dass die Stolberger Dampfloks nicht mehr regelmäßig angeheizt waren und zumeist ungenutzt im Bw Stolberg stehen blieben.

Nachtrag:
Zum gleichen Thema habe ich auf dieser Homepage auch schon einmal am 26. September 2010 berichtet.

Eine Bitte in eigener Sache:
Falls jemand von dem Sonderzug vom 27. September 1975 und/oder von den letzten Tagen des planmäßigen Einsatzes von Dampfloks des Bw Stolberg Fotos haben sollte, würde ich mich sehr freuen, wenn er mir davon evtl. Kopien zur Verfügung stellen könnte oder die Möglichkeit zum Scannen gewähren würde.
Gerne können solche Fotos auf dieser Homepage gezeigt werden.

 

 

 

Neuerscheinung: DVD mit Filmen von Ton Pruissen aus der Dampfzeit in der Euregio

DVD mit Filmen von Ton Pruissen aus der Dampfzeit in der Euregio


Der bekannte  niederländische Eisenbahnfilmer Ton Pruissen hat im Verlag „Nord Süd Express“ eine neue DVD mit Filmen aus der Euregio zusammengestellt, die einen eindrucksvollen Blick auf den einzigartigen historischen Bahnbetrieb im Dreiländereck  bietet. Der Schwerpunkt liegt zwar auf dem Dampfbetrieb in Deutschland, aber auch die Dampfloks der niederländischen und belgischen Staatsbahnen kommen nicht zu kurz.
Ton Pruissen hat das Filmmaterial aufwändig und mit moderner Technik auf hohem Niveau aufbereitet. Der Name Ton Pruissen bürgt auch in diesem Fall für Qualität.
Die DVD bietet packende Filmszenen aus Aachen und von den Steilrampen auf den umliegenden Hauptstrecken, aus Stolberg, Walheim und Alsdorf, aber auch aus Mönchengladbach und  Hohenbudberg. Ton Pruissen nimmt die Zuschauer ebenso mit auf den Bf. Herbesthal, an die Geultalbrücke bei Moresnet oder in das niederländische Bergbaugebiet in Landgraaf oder zum Bw  Maastricht. Ein absolut sehenswerter Film, den man nur empfehlen kann!

In der Produktbeschreibung zur DVD schreibt der Verlag „Nord Süd Express“:
„Zu den naheliegenden Zielen von Ton Pruissens Filmexkursionen in den 1960er- und 1970er-Jahren gehörten die Eisenbahnen im Dreiländereck bei Aachen und das Aachener Revier. So konnte er die noch zahlreichen vom Aachener Hauptbahnhof und vom Bw Aachen-West ausgehenden Dampflokeinsätze auf Zelluloid bannen. Mit seiner Beaulieu-Filmkamera postierte er sich zudem im Bahnhof und Bw von Stolberg, im Bahnhof Rheydt und im Bw Mönchengladbach, in Walheim und Hohenbudberg, an der Kohlscheider und an der Gemmenicher Rampe, an der Jülicher Kreisbahn und in der Grube Anna in Alsdorf. Unter Dampf zu sehen sind in diesem Film Dampfloks der Baureihen 03, 23, 41, 50, 93, 94, sogar pr. P 8 und G 8.1 sowie die ELNA-5 Nr. 152, aber auch Dampfloks der belgischen Reihe 29 und der NS-Reihen 4700 und 6100. Das historische Filmmaterial wurde von Ton Pruissen sorgfältig digitalisiert, gereinigt und retuschiert sowie mit einer authentischen Tonspur versehen.“

Auf der Homepage des Verlages „Nord-Süd-Express“ gibt es u.a. auch einen Trailer  zu sehen.

Wer sich etwas Gutes gönnen mag…..

Ton Pruissen – So war sie damals, die DB – Teil 9
Dampf in und um Aachen
Film-DVD, Laufzeit ca. 48 Minuten
ISBN: 978-3-94966534-9
Erscheinungstermin: 04.06.2025
Best.Nr.: 101010
Preis: 16,80 €

Bahnhofsfest 2025 der Eisenbahnfreunde Grenzland e.V. (EFG) am 21. und 22. Juni 2025

Die Eisenbahnfreunde Grenzland e.V. (EFG) laden alle Eisenbahnfreunde herzlich zum Bahnhofsfest 2025 am Bahnhof der ostbelgischen Gemeinde Raeren ein.
Gemeinsam mit den Eisenbahnfreunden Ostbelgien VoG veranstalten sie am 21. und 22. Juni 2025  ihr inzwischen euregional bekanntes Bahnhofsfest am Bahnhof von Raeren. Dabei stellen sie ihre Eisenbahnfahrzeuge sowie Gastfahrzeuge aus. Neben der Schiene präsentieren sie zusätzlich auch historische Straßenfahrzeuge wie Traktoren und LKW.

Auch in diesem Jahr besteht die Möglichkeit, auf dem Führerstand einer EFG-Diesellokomotive mitzufahren. Mitfahren geht ebenso auf der kleinen Feldbahn der Eisenbahnfreunde Grenzland e.V. . Wer es sportlich mag, kann zudem selber anpacken und mit einer Handhebeldraisine fahren.

Für das leibliche Wohl wird mit dem beliebten EFG-Grillstand, dem Getränkestand, einem zum Cocktailstand umgebauten Feuerwehrfahrzeug und anderen Stände gesorgt.

Samstagabend wollen die Eisenbahnfreunde Grenzland e.V. bei einem Bühnenprogramm den Samstag entspannt ausklingen lassen.

Weitere Programmpunkte des Bahnhofsfestes werden die Eisenbahnfreunde Grenzland e.V. in Kürze bekannt gegeben!