Fototagebuch 11/2020

Fototagebuch  November 2020

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg und Umgebung im November 2020. Die jüngsten Berichte und Fotos stehen am Anfang.
(Hier geht es zum Fototagebuch des Vormonats Oktober 2020 ).

 

26. November 2020

Faszination der Eisenbahn – so gesehen am Nachmittag des 26. November 2020 auf dem Stolberger Hauptbahnhof…..

Auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs stand auch am Nachmittag des 26. November 2020 die „kleine Gravita“ 261 105 von DB Cargo.

Das Schmücken des Christbaums der EVS war am späten Nachmittag noch nicht ganz abgeschlossen. Doch auch der halbfertige Christbaum sorgte für vorweihnachtliche Stimmung (oben und unten).

Stimmung ließ auch das Farbenspiel am Abendhimmel des 26. November 2020 aufkommen. Von der Fußgängerbrücke aus konnte man den Bahnbetrieb „zwischen Tag und Nacht“ gut ins Bild setzen. 

Abfahrt der Euregiobahn nach Alsdorf aus Gleis 44 des Stolberger Hauptbahnhofs, aufgenommen gegen 17:15 Uhr (oben und unten).

Gegen 17:20 Uhr stand noch einmal das zum Firmensitz der EVS umgestaltete Bahnhofsgebäude im Fokus. Doch der Blick zum Gleis 43 machte stutzig –  eine Fata Morgana in der Abenddämmerung??

Da stand doch tatsächlich die mittlerweile privatisierte und in das klassische Farbschema der Deutschen Bundesbahn zurückversetzte 181 204!  In der kurzen Wendezeit auf Gleis 43 gelangen einige Fotos der eleganten Lok aus den 70er Jahren (oben und unten).

181 204 hatte einen Schotterzug von Düsseldorf-Eller nach Stolberg Hbf befördert. Ob sie danach sofort wieder nach Düsseldorf zurückfuhr oder die Nacht auf dem Stolberger hauptbahnhof verbrachte, war nicht zu klären…. 

Nachdem die Fotos von 181 204 auf den Chip gespeichert waren, wurde 261 105  das Versuchskaninchen für weitere Nachtaufnahmen, bevor die kleine Fototour endete…

 

25. November 2020

Das herrliche Sonnenwetter des 25. November 2020 inspirierte Peter-Josef Otten zu einer Fototour zum Bf. Düren und einer reichhaltigen Bildspende für das Fototagebuch, für die ich an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“ sage.

Das erste Foto zeigt die Elektrolokomotive 185 697-0, eine TRAXX F140 AC2, die Peter-Josef Otten um 11:32 Uhr mit einem Güterzug in Richtung Aachen-West vorbeifahren sah.

Völlig überraschend kam 111 074 „Miete oder kaufe mich“ (KM/19832/1977) mit einem RE 9-Doppelstockwagenpark von Aachen nach Siegen. Hier um 11:44 Uhr auf Gleis 3 in Düren.

Als nächstes kam 1116 181-7 (Siemens/20902/2003/ Name: „Hanspeter“) der ÖBB mit gemischtem Güterzug durch Düren gefahren.

Der ICE 3-Zug mit der Betriebsnummer 4651 der NS passiert auf dem Weg von Frankfurt/M. nach Brüssel um 12:02 Uhr den Bf. Düren.

Acht Minuten später durcheilte der auf den Namen „Europa“ getaufte ICE 3-Zug mit der Nummer 4601 den Bf. Düren in Fahrtrichtung Köln.

Bei einer  Überführungsfahrt zur Firma „Talbot Services GmbH“ in Aachen konnte der Elektrotriebwagen 420 437-6 auf Gleis 1 des Bf. Düren fotografiert werden.

Die Railpool-Elektrolokomotive E 186 271-3 (Bombardier/34766/2009) war gegen 13:09 Uhr mit Kesselwagen nach Aachen-West unterwegs.

Nur um zwei leere Tragwagen abzuholen kam gegen 13:37 Uhr die Crossrail-Diesellokomotive DE 6312 (EMD/20078968-003/2008/Name: „Alix“) aus Aachen-West zum Bf. Düren. Peter-Josef Otten war zur richtigen Zeit am Ort und konnte auch diese Szene dokumentieren.

 

24. November 2020

In diesen Tagen ist das neue Buch der Eisenbahnfreunde Jünkerath erschienen: eine Chronik des Eisenbahnknotenpunktes mit seinem großflächigen Bahnhof und seinem Betriebswerk. 

Der Autor Wolfgang Kreckler hat mit dem 476 Seiten starken und im DinA4-Format aufgelegten Buch die Eisenbahngeschichte des Ortes Jünkerath auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig neueste Ergebnisse intensiver Recherchen zur regionalen Eisenbahngeschichte rund um Jünkerath kompakt zusammengefasst. Schon 1987 hatte Hermann Klinkhammer eine kleine Broschüre über die Geschichte der Eisenbahn in Jünkerath veröffentlicht. 1995 ließen die Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V. anlässlich des 125. Jahrestags der Eifelstrecke eine für damalige Verhältnisse detaillierte Dokumentation über die Geschichte der Eisenbahn in Jünkerath folgen. Seit 1995 hat der Bahnhof Jünkerath jedoch einen krassen Niedergang erlebt. Wer heute die auf Mindeststandards der Deutschen Rest-Eisenbahn reduzierte und Personal-freie Bahnstation Jünkerath kennenlernt, wird nicht mehr ermessen können, dass sich hier einmal ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt befand. Wolfgang Kreckler ist seinem Ruf als leidenschaftlicher Eisenbahnhistoriker mit Blick nicht nur auf die technische Seite der Eisenbahn, sondern auch auf die Region, ihre Menschen und die wechselseitigen Verflechtungen der Eisenbahn mit ihrer Region, treu geblieben.  Obwohl durch außergewöhnlich viele Direktionswechsel und zwei Besatzungszeiten viele offizielle Dokumente verloren gegangen sind, gelang es dem Autor, diese Lücken zu füllen und eine facettenreiche Chronik des Bahnknotenpunktes Jünkerath vorzulegen. Das neue Buch ist mehr als nur eine wesentlich erweiterte Neuauflage der Vorgänger. Die mit rd. 675 Fotos und Abbildungen unterlegte Dokumentation ist gut geeignet, die Geschichte der Eisenbahn in Jünkerath, ihre Bedeutung für den Ort und die gesamte Umgebung vor dem Vergessen zu bewahren.
Das Buch ist zum Preis von 42,50 € bei den Eisenbahnfreunden Jünkerath e.V. (Postanschrift: Eisenbahnfreunde Jünkerath e.V., c/o Manfred Jehnen, Bongert 11 in 53945 Blankenheim, Telefon +49 1577 2887813) oder im Buchhandel (ISBN 978-3-9815435-3-7) zu bekommen.

 

23. November 2020

Die EVS hat vor ihrem Gebäude am Stolberger Hauptbahnhof wieder einen Christbaum aufgestellt. Während er sich am 23. November 2020 noch „natürlich“ zeigte, wird er in den nächsten Tagen einer langjährigen Tradition der EVS folgend gewiss wieder zu einem weihnachtlichen Schmuckstück herausgeputzt….

Abendstimmung am Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs.

 

22. November 2020

Am ehemaligen Bahnhof des Städtchens Brüggen (Kreis Viersen), der heute von dem Hotel- und Gaststättenbetrieb „Brüggener Klimp“ genutzt wird, steht seit 1989 eine eher ungewöhnliche Denkmallok (oben und unten), die am Nachmittag des trüben 22. November 2020 zu einigen Fotos verleitete…

Es handelt sich um eine Ch2t-Tenderlok, die 1921 von Hanomag gebaut und an die finnische Staatsbahn geliefert wurde, die sie unter der Nr. 663 in ihren Bestand aufnahm. 1971 wurde sie als militärisch-strategische Reserve im Militärdepot Ohenmäki eingelagert. Ab 1988 verwahrte sie das finnische Depot Joensuu. Nach ihrer Entlassung aus der strategischen Reserve kaufte sie 1989 der Hotel- und Gaststättenbetrieb „Brüggener Klimp“ und stellte sie als Blickfang auf seinem Gelände auf (oben und unten).

Die Hoffnung auf eine Reaktivierung dieser Lok ist (zumindest in Deutschland) nicht sehr groß – sie hat nämlich wie in Finnland üblich die Spurweite von 1524 mm (Breitspur)….
In Finnland gibt es allerdings die baugleichen Loks Vr 1 Nr. 665 und Nr. 669
im Bestand des Eisenbahnmuseums der finnischen Staatsbahn und andere Schwesterloks als Denkmalloks (bspw. Vr 1 667 am Bf. Kotka und Vr1 Nr. 670 am Bf. Imatra).

 

 

21. November 2020

An der Stelle, wo sich einstmals das nördliche Stellwerk des Bf. Stolberg-Hammer bzw. seit 2001 des Bf. Stolberg-Altstadt befand, hat man heute eine ansprechende Straßenfläche angelegt, die jeden Betrachter von der Sinnhaftigkeit des Stellwerksabrisses überzeugen kann und sich als angemessener städtebaulicher Ersatz für Stolbergs letztes historisches Stellwerksgebäude und gleichzeitig einst markantes Bauwerk am Eingang zur Stolberger Altstadt präsentiert. Am trüben Mittag des 21. November 2020 wurde dort gegen 11:32 Uhr der Euregiobahn-Triebwagen 643 216 auf seiner Fahrt zum Bf. Stolberg-Altstadt fotografiert.

Ein weiteres Foto des 643 216 entstand bei seinem Halt am Bahnsteig des Bf. Stolberg-Altstadt.

261 105 sonnte sich an diesem Samstag auf ihrem Stammplatz auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs.

Nach einer Woche Streckensperrung wegen Bauarbeiten verkehrten ab dem frühen Morgen des 21. November 2020 wieder Züge zwischen Aachen und Düren. Allerdings war der Betrieb von deutlichen Verzögerungen und Verspätungen geprägt. Als 111 074 gegen 14:04 Uhr mit einem RE 9 nach Aachen am Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs fotografiert wurde, hatte sie mehr als 30 Minuten Verspätung (oben). Gegen 14:15 Uhr ließ sich wegen der abweichenden Fahrzeiten von der Fußgängerbrücke am Stolberger Hauptbahnhof aus die Überholung einer Euregiobahn (643 216) durch einen mit 146 278 bespannten, aus Aachen kommenden RE 1 einfangen (unten).

 

20. November 2020

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof stand gegen 17:40 Uhr die AIXRail-Lok 218 457 mit einem Baustoffzug auf Gleis 43 und wartete auf das Ausrücken zum Streckengleis in Richtung Eilendorf, wo an diesem Abend Gleisbauarbeiten stattfanden (oben und unten).

Auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs hatte DB Cargo die 261 105, deren Aufgabe die Bedienung der Stolberger Kundschaft ist, zur Nachtruhe abgestellt (oben und unten).

Da die AIXRail-Lok 218 457 längere Zeit auf Gleis 43 warten musste, ergab sich die Gelegenheit für weitere Fotos (oben und unten).

Gegen 17:50 Uhr war 643 218 nebst einem unerkannt gebliebenen zweiten Talent als RB 20 aus Richtung Alsdorf in das Gleis 44 eingefahren. Im Hintergrund ist die Ausfahrt der 218 457  zu erkennen.

Gegen 18:17 Uhr rangierten ein Schotterpflug und eine Gleisstopfmaschine aus dem ehemaligen Bezirk V in das Gleis 43 des Stolberger Hauptbahnhofs, um anschließend ebenfalls zur Gleisbaustelle beim westlichen Einfahrsignal auszurücken (oben und unten).

 

18. November 2020

Im Würselener Stadtwald begegnete dem Fotografen am Nachmittag des 18. November 2020 zwischen den Bahnübergängen Hochwaldweg und Trockenbuschweg der von Alsdorf nach Stolberg Hbf Gleis 44 fahrende Euregiobahn-Verband aus 643 206 und 643 217 (oben und 2x unten).


Zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Quinx und Broichweiden liegen noch die Gleise der einstigen Strecke von Stolberg nach Kohlscheid. Der Schienenstrang ist auf weiten Abschnitten stark zugewachsen und bietet Möglichkeiten für stimmungsvolle Herbstfotos (oben und unten).

Von einem befestigten Feldweg bei Merzbrück bietet sich mit dem Teleobjektiv eine gute Fotoperspektive auf die Ringbahnstrecke zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Quinx und dem Flugplatz Merzbrück (oben). Beim Warten auf die Euregiobahn kann man mit ein wenig Glück  interessante Flugzeuge wie diesen Doppeldecker mit Sternmotor sehen, der mit kernigem Motorklang zu einem Flug in die untergehende Sonne gestartet war (unten). Wie Holger Fuhr in seinem Kommentar erläutert, handelt es sich bei dem Doppeldecker um eine „Boeing Stearman“. Vielen Dank für diesen Hinweis. 


Im goldgelben Abendsonnenlicht gelangen kurz danach zwischen der ehemaligen Abzweigstelle Quinx und dem Flugplatz Merzbrück Fotos von der nach Alsdorf fahrenden Euregiobahn mit 643 217 (links) und 643 206 (rechts).

Für Fotos von der nächsten Euregiobahn wurde es spannend. Würde das Licht noch ausreichen? Der Sonnenuntergang nahm seinen Lauf und war schneller…. – die Euregiobahn rollte erst wenige Minuten nach Sonnenuntergang im letzten Tageslicht nach Stolberg. Immerhin gab es aber noch genug Licht für ein „blaue-Stunde-Foto“ (oben und unten).

 

17. November 2020

Das Gebäude des ehemaligen Stellwerks „Af“ am Bf. Alsdorf-Annapark erweckt den Eindruck, als habe es zum Schutz vor Covid-19-Viren eine Mundschutzmaske verpasst bekommen. Es handelt sich allerdings nur um ein Fangnetz, das im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht zum Schutz vor herabfallenden Bauteilen angebracht wurde.

Am Morgen traf der Fotograf auf dem Bf. Alsdorf-Annapark einen aus 643 217 und 643 219 gebildeten Euregiobahnverband an (oben und unten).

Auf dem Bf. Herzogenrath wurden die dort zwischengeparkte 145 087 (oben) und 111 197 vor einem RE 4 nach Aachen Hbf (unten) gesichtet.

Wegen der Streckensperrung zwischen Aachen-Rothe Erde und Düren werden bis zum 21. November 2020 die ICE-Zügen über Mönchengladbach-Rheydt umgeleitet. So konnte auf dem Bf. Herzogenrath die Begegnung  des von Brüssel nach Frankfurt/M. verkehrenden ICE 3 mit der Betriebsnummer 4651 mit dem als RE 18 von Maastricht nach Aachen pendelnden Arriva-Triebwagen 552 aufgenommen werden.

Im EVS-Bereich des Bf. Herzogenrath laufen die Abschlussarbeiten auf dem neuen Bahnsteig (oben) und an der Fahrweg-Infrastruktur, wo man u.a. einen Zweiwege-Hubwagen einsetzte  (unten).

Zur Mittagszeit stand der Bf. Alsdorf-Annapark erneut im Fokus. Dort gab es u.a. am Bahnsteig den aus 643 206 und 643 220 gebildeten RB 20-Verband (oben) und auf dem Bahnübergang Bahnhofstraße einen unerkannt gebliebenen, von Stolberg kommenden RB 20-Verband (unten) zu sehen. 

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof wurde die einwöchige Streckensperrung von DB-Netz und EVS für diverse Gleisbauarbeiten genutzt (oben und 2x unten).


Zur Abwicklung des Schienenersatzverkehrs zwischen Aachen und Düren waren wieder viele Busunternehmen beteiligt, die mit ihren Bussen am Stolberger Hauptbahnhof  für einen abwechslungsreichen Betrieb sorgten (oben und unten).

Zur Entlastung des Bahnhofsvorplatzes nutzten die SEV-Busfahrer auch die große Freifläche vor der ehemaligen Güterabfertigung als Bereitstellungs- und Wendeplatz. 

 

15. November 2020

Brückenabriss in Düren-Gürzenich
Während der einwöchigen Sperrung der Strecke zwischen Düren und Aachen-Rothe Erde wird u.a. die Überführung der Bundesstraße 264 bei Düren-Gürzenich beseitigt. Peter-Josef Otten war am 15. November am Ort des Geschehens und hat die Abbrucharbeiten dokumentiert. Für seine Bildspenden von diesem für den regionalen Bahnverkehr „geschichtsträchtigen“ Ereignis sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Zwischen 10 Uhr und 11 Uhr vormittags war der Brückenträger über die Bahntrasse der Hauptstrecke Köln-Aachen  bereits vom Mittelpfeiler gelöst und wurde an seinem Widerlager mit Pickmeißeln zerkleinert (oben und unten).

Der Fahrbahnträger über die Anschlussbahn zum ehemaligen Bundeswehrdepot („Anschluss Hubertushof“) wurde derweil noch zertrümmert und in Betonbrösel zerkleinert (oben und unten).

Zur Vorbereitung auf den Abbruch (oben) und den Neubau der Kreuzungsstelle der beiden bedeutenden Verkehrswege zwischen Aachen und Köln (oben) wird schon seit vielen Monaten  eine Behelfsbrücke (unten) verwendet.

Die Deutsche Bahn AG hat die Sperrung der Strecke zwischen Aachen-Rothe Erde und Düren zusätzlich genutzt, um weitere Arbeiten an der Infrastruktur durchzuführen. So konnten am 15. November im Bereich Eschweiler-Röthgen bspw. auch Oberleitungsarbeiten beobachtet werden (oben und unten).

Das milde Spätherbstwetter am Vormittag des 15. November 2020 bot zudem Gelegenheit, den Stolberger Hauptbahnhof mit dem Teleobjektiv einmal aus einem ungewohnten, ferneren Blickwinkel aufzunehmen (oben und unten).

 

14. November 2020

Wenn man nach einer Vennwanderung (oben) abends wieder in Richtung Stolberg fährt, kommt vielleicht der Wunsch auf, auch noch einmal ein wenig Vennbahn zu erleben. Ein kurzer Rest des ersten Abschnitts der Vennbahn hat sich zwischen Walheim und Raeren erhalten. Dank des Engagements und der Pflege der „Eisenbahnfreunde Grenzland e.V.“ (EFG) kann man beispielsweise am Bf. Walheim noch stimmungsvolle Bahnatmosphäre antreffen (unten).

Auf den letzten verbliebenen Gleisen des Bf. Walheim sind u.a. 364 882 (oben) und 796 683 (unten) zu sehen.

Das Fahrdienstleiterstellwerk „Wf“ des Bf. Walheim zeigt sich in diesen Tagen mit Adventsschmuck.

Abendstimmung am Bf. Walheim

 

13. November 2020

In den Zeiten der erneuten Corona-Einschränkungen bietet der Servicepunkt im EVS-Gebäude am Stolberger Hauptbahnhof dem Eisenbahnfreund immer noch einen angenehmen Ort zum Verweilen mit einem gastronomischen Angebot. Wer möchte hier nicht gerne mit einem Becher Kaffee oder frischem „Grünfutter“ auf der Bank sitzen und dem Bahnbetrieb zuschauen….?

Gegen 12:45 Uhr gab es dort bspw. diese Begegnung von 643 201 und 152 098 zu sehen.

Um 12:56 Uhr passierte der Alstom-Triebwagen 1440 871 den Stolberger Hauptbahnhof als Leerfahrt in Richtung Köln.

Beim nachfolgenden RE 1 gab es den RRX-Triebwagen 462 053 zu sehen. Eigentlich muss man das frevelhafte Treiben von Farbschmierern wohl verurteilen. Aber auf dem tristen und einfallslosen Design des RRX-Triebwagens zeigen die bunten Farbtupfer sehr deutlich, welches Potenzial die Designer hier ungenutzt  gelassen haben….

Fast im Blockabstand folgte dem RE 1 um 13:03 Uhr ein Kesselwagenzug, der von 185 184 und einer unerkannt gebliebenen Schwesterlok in Richtung Köln geschleppt wurde.

 

12. November 2020

Gegen 15:49 Uhr gab es auf dem Stolberger Hauptbahnhof die Begegnung der Railpool-Lok 186 447 mit dem Euregiobahn-Triebwagen 643 219 zu sehen (oben). Wenige Augenblicke später ergab sich ein Schnappschuss mit einer „full-house“-Szene, an der u.a. 189 054 und 261 105 beteiligt waren (unten).

Anschließend fuhr 261 105 während des Fahrtrichtungswechsels der nach Stolberg-Altstadt verkehrenden Euregiobahn kurzzeitig in ihr Stammgleis 26.

Um 15:58 Uhr tauchte die zwischen dicken Regenwolken tief am Horizont stehende Sonne den Stolberger Hauptbahnhof in ein dramatisches Licht. So bot der aus Gleis 1 nach Aachen ausfahrende RRX-Triebwagen trotz der alltäglichen Szene ein außergewöhnliches Fotomotiv. 

Auch der von 146 278 gezogene RE 1-Gegenzug nach Hamm machte dem Fotografen bei den spektakulären Lichtverhältnissen gegen 16:00 Uhr Schwierigkeiten, den Finger vom Auslöser zu nehmen…. (oben und 2 x unten).


Um 16:15 Uhr sauste der ICE mit Betriebsnummer 4683 auf seiner Fahrt von Frankfurt/M. nach Brüssel durch Stolberg Hbf.

Die tiefstehende Sonne tauchte auch die im Bereich Stolberg Gbf abgestellte 189 054 kurzzeitig in ein theatralisches Licht, bevor sie wenig später hinter Regenwolken am Horizont verschwand. Das letzte Licht der schwächer gewordenen Sonnenstrahlen wurde für ein Foto von 643 218 und 189 054 genutzt (unten).

Auf der schon schattigen Vennbahnseite des Stolberger Hauptbahnhofs rangierte zu dieser Zeit 261 105 mit einigen Schotterwagen. An dieser Stelle soll ein Gruß an den freundlichen Lokführer nicht fehlen.

Das Team des Servicepunktes im EVS-Gebäude hatte am Vormittag des 12. November 2020 in den  Fenstern auf der Bahnsteigseite den Lichterschmuck für die Vorweihnachtszeit aufgehängt. Ob es demnächst wohl möglich ist, auf der Bank einen warmen Punsch zu genießen und dem Bahnhobby zu frönen….?

 

 

08. November 2020

Das kleine Denkmal zur Erinnerung an die ehemaligen Station Born an der einstigen Nebenstrecke von Dülken nach Brüggen hat kürzlich eine Sanierung mit Neuanstrich der Signalmasten erfahren (oben und unten).

 

07. November 2020

Bei einem Besuch der Halde Rheinpreussen in Moers (die mit dem „Geleucht“) gab es u.a. diesen tollen Panoramablick auf den Norden von Duisburg zu sehen (oben und unten). Wer das heimische Alsdorf noch als Bergbaustadt erlebt hat, den faszinierte der Anblick der regelmäßig aufsteigenden weißen Dampfwolken vom Koksablöschen…

Von der Halde Rheinpreussen aus hat man ebenso einen herrlichen Blick auf die „Haus-Knipp-Brücke“, auf der im Norden von Duisburg die Güterzugstrecke von Duisburg-Meiderich Nord nach Hohenbudberg den Rhein überquert. Der mittlere Brückenbogen hat eine Spannweite von 186 Metern und war damit zur Bauzeit der weitestgespannte Fachwerkbalken-Träger Europas. Links und rechts schließen sich zwei  jeweils 106 Meter lange Fachwerkbrücken an. Das Vorflutgelände wird linksrheinisch mit drei  und rechtsrheinisch mit neun jeweils 41 Metern langen Jochen überbrückt. Glücklicherweise gab es zum Fotozeitpunkt einen Kesselwagenzug auf der Brücke zu sehen (oben und unten).

Beim Spaziergang rund um das Kunstwerk „Geleucht“ konnte als unerwarteter Zufallstreffer ein westwärts fahrender Güterzug mit zwei Traxx-Loks von „Hectorrail“ erwischt werden.

 

 

06. November 2020

Peter-Josef Otten hatte diesen Novembertag genutzt, um sich fotografisch dem nahen Ende des Einsatz der E-Loks der BR 111 vor den Zügen der Linie RE 4 zu widmen. Auf dem Bf. Übach-Palenberg und bei Frelenberg begegneten ihm fünf verschiedene Loks. Für seine Bildspenden sage ich an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Mit der 1975 von Krauss-Maffei gebauten 111 011 erwischte Peter-Josef Otten eine der ältesten Loks der BR 111, die bei DB Regio derzeit noch im Einsatz stehen (oben). Die 111 212 ist mit ihrem Baujahr 1984 zwar eine der jüngsten Loks der BR 111, aber dennoch ist schon 36 Jahre her, dass sie die Werkshallen von Krauss-Maffei verließ (unten).

Die 1980 gebaute 111 121 machte trotz ihrer 40 Einsatzjahre äußerlich einen sehr gepflegten Eindruck, als sie den Bf. Übach-Palenberg in Richtung Geilenkirchen verließ.

Die 1978 von Krupp gebaute 111 125 gehört heute zu den letzten 111er, die noch/wieder mit einem Scherenstromabnehmer im Einsatz sind. Peter-Josef Otten hatte das Glück, auf seiner Fototour auch diese Lok aufnehmen zu können.

Bei Frelenberg nahm Peter-Josef Otten die 1979 von Henschel gebaute 111 143 in den Fokus, als sie beim Kilometerstein 25,8 in Richtung Aachen vorbeifuhr.

Von der Nikolausstraße aus hatte man am Nachmittag des 06. November gute Lichtverhältnisse, um die Denkmallok „St Gobain“ auf dem Gelände des gleichnamigen Stolberger Glaswerks zu fotografieren.

Wenn die Euregiobahn den Hp. Stolberg-Schneidmühle passiert, gibt es auf der Eisenbahnstraße regelmäßig größere Autoschlangen. Am Nachmittag des 06. November 2020 gegen 15:28 Uhr war der nach Stolberg-Altstadt fahrende 643 222 der Auslöser für den Stau.

Die Abendsonne des 06. November 2020 inspirierte gegen 15:40 Uhr dazu, den 643 222 im Bereich zwischen dem Hp. Stolberg-Schneidmühle und dem Schnorrenfeld in herbstlicher Umgebung aufzunehmen (oben und unten).

Westlich des Stolberger Hauptbahnhofs in Höhe des Unterwerks bot das Licht der tiefstehenden Sonne auch gegen 16:10 Uhr die Möglichkeit, Eisenbahnfotos aufzunehmen. Hier begegneten dem Fotografen die BLS Cargo-Lok 418 mit einem KLV-Zug der Fa. „Ambrogio“ (oben) und der von Frankfurt/M. nach Brüssel fahrende ICE mit der Betriebsnummer 4680 (unten).

Mit einem Teleobjektiv konnte zudem die von Stolberg Hbf Gleis 44 in Richtung Alsdorf ausfahrende Euregiobahn auf einem sonnigen Bereich der Ringbahnstrecke fotografiert werden.

Im letzten Sonnenlicht des 06. November 2020 passierte die DB Cargo-Lok 186 491 als Leerfahrt von Aachen-West in Richtung Köln den Stolberger Hauptbahnhof (oben und unten).

Interessante Reflexionen gaben dem alltäglichen Motiv einer Euregiobahn auf Gleis 43 des Stolberger Hauptbahnhof am Abend des 06. November 2020 besonderen Reiz. So wurden kurz vor Sonnenuntergang 643 204 (oben) und die Begegnung von 643 204 mit 146 280 (unten) fotografiert.

Ein Infoplakat am Fahrkartenautomat verkündet auf dem Stolberger Hauptbahnhof neue Einschränkungen für Bahnkunden in der Zeit vom 14. bis zum 21. November 2020. Für Eisenbahnfreunde könnten sich als Nebeneffekt Motive mit Umleiterzügen auf der Strecke Aachen – Mönchengladbach ergeben.

Gegen 17:13 Uhr wurde von der Camp-Astrid-Brücke aus noch einer der letzten vor der bis zum 12. Dezember 2020 dauernden Corona-Pause nach Paris fahrenden Thalyszüge auf dem Stolberger Hauptbahnhof aufgenommen. Au revoir!

 

 

05. November 2020

Am 05. November 2020 fotografierte Dieter Diesinger auf dem Aachener Hauptbahnhof den Zwischenhalt des ÖBB-Nightjet und den Lokwechsel von der SNCB-Lok 1891 auf den ÖBB-Taurus 1116 095 (oben und unten). Für die Bildspende sage ich an dieser Stelle gerne ein herzliches Dankeschön.

 

04. November 2020

Dieter Diesinger, dem ich hier für seine Bildspenden herzlich danke, schaute am 04. November 2020 auf dem Bf. Herzogenrath nach dem Stand der Bauarbeiten am neuen Bahnsteig der EVS und konnte dabei rege Bautätigkeit mit intensivem Fahrzeugeinsatz fotografieren (oben und unten).

 

Zwischen dem Hp. Stolberg-Schneidmühle und dem Schnorrenfeld begegnete dem Fotografen am Nachmittag des 04. November 2020 gegen 16:38 Uhr der von Stolberg-Altstadt kommende Euregiobahn-Triebwagen 643 216.

In der Gegenrichtung passierte gegen 16:52 Uhr der von Stolberg Hbf nach Stolberg-Altstadt fahrende 643 220 die Fotostelle am herbstlichen Schnorrenfeld (oben und 2x unten).


Auf dem Stolberger Hauptbahnhof reichte das Tageslicht gegen 17:10 Uhr gerade noch aus, um den nach Paris vorbeisausenden Thalys mit der Betriebsnummer 4306 aufzunehmen (oben und unten).
Wie in belgischen Medien zu erfahren war, will Thalys seinen Zugverkehr zwischen Brüssel und Deutschland vom 07. November bis 12. Dezember 2020 aussetzen.


Ausfahrt der über die Ringbahn nach Alsdorf ausfahrenden Euregiobahn mit 643 204 am Zugschluss.

Auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs wartete am Abend des 04. November 2020 die DB Cargo-Lok 261 105 auf neue Einsätze.

 

02. November 2020

Am 02. November 2020 hatte Daniel Birken die Gelegenheit, den Brikettzug von Düren zur Zuckerfabrik in Jülich zu fotografieren. An der modernen Stahlbogenbrücke über die Autobahn A 4 bei Huchem-Stammeln begegnete ihm die V 151 von Rurtalbahn Cargo in flotter Fahrt. Für die Bildspende sage ich Daniel Birken an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

 

01. November 2020

Gegen 13:50 Uhr passierte der bei der NS eingestellte ICE-Zug mit der Betriebsnummer 4651 auf seiner Fahrt von Brüssel nach Frankfurt/M. den Stolberger Hauptbahnhof.

Mit dem Teleobjektiv konnte auf der Westseite des Stolberger Hauptbahnhofs u.a. dieses Euregiobahn-Treffen eingefangen werden.

Gegen 14:27 Uhr lief 146 006 mit einem RE 9 nach Siegen in Stolberg Hbf ein.

Es war 14:47 Uhr, als 643 218 über die Ringbahn kommend nach Stolberg Hbf Gleis 44 einfuhr (oben und unten).

Gegen 14:54 Uhr gab es eine kleine Unregelmäßigkeit im Euregiobahnverkehr, weil 643 220 den Stolberger Hauptbahnhof über Gleis 43 verließ, bevor der RB 20-Zug aus Aachen eingetroffen war (oben). Die RB 20 aus Aachen (643 204) war leicht verspätet und musste deshalb am Einfahrsignal warten, bis Gleis 43 wieder frei war. Dem Fotografen bot dies die Gelegenheit, auch am Einfahrsignal ein RB 20-Treffen im Bild festzuhalten (unten).

Als 643 204 gegen 14:55 Uhr seine Fahrt nach Stolberg Hbf Gleis 43 fortsetzen konnte, schickte die Sonne ein paar Strahlen durch die dichte Bewölkung.

Beim Bahnübergang Trockenbuschweg wurden mit Blick auf die Lehmsiefensenke gegen 15:15 Uhr kurz hintereinander zwei weitere Euregiobahn-Triebwagen in herbstlicher Umgebung fotografiert (oben und unten).

4 Gedanken zu „Fototagebuch 11/2020“

  1. Hallo Roland
    wie immer sind die Bilder schön. Werde auch mal nach Moers zum Geleucht fahren.
    Habe einige Bilder in der Dunkelheit davon gesehen-Das muss ein Erlebniss sein.
    Mein Onkel war in Rheinberg Betriebsdirektor – und der hat von den Bergwerken erzählt.
    Das war um Klassen besser als beim EBV. Man sieht aber, was man aus den Halden
    machen kann.
    Ich warte immer noch darauf, dass die EBV Halden für Jedermann offen sind.

    Grüße aus Alsdorf
    Manni

    P.S.: Habe ein Video vom Bergwerksunglück in Alsdorf 1930 veröffentlicht (s. Youtube-Kanal => https://www.youtube.com/watch?v=75STmPYVXIg )

    1. Hallo Roland,
      ein tolles Video zum Unglück auf Anna II. Ich möchte aber auch dich darauf hinweisen, dass die Angabe der 271 Todesopfer nicht korrekt ist. Diese Zahl stammt aus alten Quellen und ist durch neuste Nachforschungen nachweislich nicht mehr korrekt.

      Man hat damals Bergleute, die später an Ihren Verletzungen starben vergessen mit zu zählen. Man hat niederländische Bergleute nicht mit gezählt. Man hat jüdische Bergleute nicht mitgezählt. Und ein anderes Beispiel ist der erste Mann meiner Ur-Oma. Leonard Lürken ist in allen alten Dokumenten nicht aufgeführt. Er steht auch nicht auf der Gedenktafel im Energeticon… Was ich schon ein starkes Stück finde…! Aber er starb bei dem Unglück und liegt wie die meisten anderen Opfer auf dem Nordfriedhof in Alsdorf. Kann man ganz einfach nachprüfen gehen. Er liegt ganz vorne links. Und weshalb wurde er damals nicht in die offiziellen Dokumente aufgenommen?! Weil noch ein anderer Herr Lürken bei dem Unglück verstarb. Da hat man durch diese Dopplung den Mann meiner Ur-Oma anscheinend einfach vergessen. Für mich persönlich ist es schon krass, denn wenn das Unglück nicht gewesen wäre, wäre meine Ur-Oma wohl mit Herrn Lürken zusammen geblieben und hätte nicht meinen Ur-Opa kennengelernt und meine Familie hätte es dann folglich so auch nicht gegeben.

      Die Dokumentation war damals nachweislich falsch bzw. sehr lückenhaft. Und aus vorher genannten persönlichen Gründen stört mich dies immens. Mal abgesehen davon, dass es auch nicht korrekt ist nicht an die anderen verunglückten Bergleute zu gedenken. Warum auch immer man diese damals vergaß…

      Ich weiss das es schwer ist die alten Quellen auszumerzen, aber man sollte es zumindest versuchen. Vor allem aus Respekt vor den Verstorbenen. Ich hoffe du verstehst das nicht als Vorwurf an dich, sondern als gut gemeinten Hinweis.

      MfG Christoph

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