Fototagebuch 10/2019

Fototagebuch  Oktober 2019

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg im Oktober 2019.
Die jüngsten Berichte und Fotos stehen am Anfang.
(Hier geht es zum Fototagebuch des Vormonats September 2019 .)

 

Tipps für Eisenbahnfreunde:

19. Oktober 2019
Sonderfahrt mit V 200 033 ins Ahrtal
Die Museumseisenbahn Hamm bzw. die Hammer Eisenbahnfreunde e.V. fahren mit ihrer historischen Großdiesellok V 200 033 ins Ahrtal. Die Ankunft in Dernau soll um 12:40 Uhr sein, in Altenahr um 12:50 Uhr. Die Rückfahrt beginnt gegen 18:00 Uhr in Altenahr. Erfahrungsgemäß wird der Zug in der Zwischenzeit auf dem Bf. Kreuzberg/Ahr abgestellt.  Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Hammer Eisenbahnfreunde und auf diesem Flyer.

 

20. Oktober 2019
Frühschoppen für Eisenbahnfreunde
im Foyer des Servicepunktes im EVS-Gebäude am Stolberger Hauptbahnhof (Rhenaniastraße 1 bzw. Gustav-Wassilkowitsch-Platz) in Stolberg-Atsch

Stefan Danners hat einen bunten Strauß zusammengestellt. Aus Österreich berichtet er von den letzten regionalen Güterzügen, mit denen noch 1990 von ländlichen Bahnhöfen die Milch per Bahn zur Molkerei verfachtet wurde. Zusätzlich sind Berichte von Urlaubsreisen in den Bregenzerwald und zum Niederrhein vorgesehen, die er dieses Jahr unternommen hat. Ergänzend dazu hat er vorgesehen, einen Milchkannenzug mit einer ÖBB-Elektrolok der Reihe 1245 in Spur H0 zu zeigen.

Am 20. Oktober 2019 findet der 50. Frühschoppen für Eisenbahnfreunde statt!
Dieses erfreuliche Jubiläum soll ab 10 Uhr mit einem Glas Sekt gewürdigt werden…

 

Beginn des Fototagebuchs:

17. Oktober 2019

Brückenverschub am Eschweiler Hauptbahnhof
Am 17. Oktober 2019 gab es am Eschweiler Hauptbahnhof ein spektakuläres Bauprojekt zu erleben. Schon seit rund sieben Monaten wurde zwischen den Gleisen des Eschweiler Hauptbahnhofs und dem Floriansweg in einer Baugrube eine 25 m lange, 5 m breite und 2,5 m hohe Unterführung gebaut, die zunächst (noch) etwas deplaziert wirkte. Bereits im September schien das Bauwerk fertiggestellt. Während der vom 13. bis zum 21. Oktober 2019 verfügten Sperrung des Streckenabschnitts zwischen Stolberg und Düren wurden u.a. auch die vier Gleise des Eschweiler Hauptbahnhofs unterbrochen, auf einer Länge von 30 m ausgebaut und die Grube für diese Unterführung ausgehoben. Die rd. 1.000 t schwere, in Stahlbeton-Bauweise errichtete  Unterführung wurde am Morgen des 17. Oktober ab etwa 7 Uhr in der sog. „Fluidtechnik“ per Unterdruck dezent angehoben und an ihren künftigen Standort verschoben. Wenn die Stadt Eschweiler anschließend die Wegeverbindungen zur neuen Unterführung zwischen Burgstraße und Floriansweg angelegt hat, kann das Bauwerk von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden. Ihre ganze Bedeutung wird die Unterführung, die Baukosten von rd. vier Millionen Euro erfordert hat, nach der Schließung des Bahnübergangs Jägerspfad entfalten. Dann ist sie eine willkommene Verbindung zwischen den Wohngebieten südlich des Hauptbahnhofs und der Eschweiler Innenstadt. Bis zum Wochenende sollen die vier Gleise des Eschweiler Hauptbahnhofs wieder befahrbar sein.
Für Autofahrer gibt es bislang keinen Ersatz für den Bahnübergang Jägerspfad. Hier soll der Verkehr  die Unterführung am Fuß des Sticher Bergs nutzen, die bis auf Weiteres nur in der bekannten engen röhrenartigen Form fortbestehen wird.
Die als Zugang zum Mittelbahnsteig des Eschweiler Hauptbahnhofs aufgestellte Behelfsbrücke war am 17. Oktober 2019 bereits wieder abgebaut. Lediglich am Gleis 1 befand sich noch ein Rest der Rohrkonstruktion für den Treppenaufgang.

 

15. Oktober 2019

Im Laufe des 15. Oktober 2019 wurde die als provisorischer Zugang zum Mittelbahnsteig aufgestellte Behelfsbrücke mit einem Straßenkran, der auf den Parkflächen westlich des Parkhauses aufgestellt wurde, wieder entfernt. Die Brücke wurde zunächst westlich des Parkhauses auf der dortigen Freifläche abgestellt und wird dort zerlegt. Gleichzeitig wurde dieses Areal von den dort noch verbliebenen Baustellen-Ausrüstungsteilen und dem Zubehör der Behelfsbrücke geräumt.
Am Wochenende 19./20. Oktober 2019 soll schließlich auch das Parkhaus eine Grundreinigung erhalten. Hierzu muss es allerdings vorübergehend gesperrt werden.
Wenn dies alles erledigt ist, werden den Bahnkunden rund um das Parkhaus weitere Parkplatzflächen zur Verfügung stehen und die Attraktivität des Stolberger Hauptbahnhofs weiter verbessern.

 

14. Oktober 2019

Nachdem am 12. Oktober 2019 bereits der erste Aufzugturm an der neuen Fußgängerbrücke am Stolberger Hauptbahnhof am Bahnhofsvorplatz aufgestellt wurde, folgte in der Nacht vom 13. zum 14. Oktober 2019 der zweite Turm. Gegen 0:30 Uhr war der Turm senkrecht aufgestellt und hing am Kranhaken (oben). Wenige Minuten später wurde der Turm dann hochgehievt (unten).

Wegen des relativ weiten Weges zum Umsetzen an den Treppenabgang am Mittelbahnsteig musste der 350 t-Kran seinen Teleskoparm weit ausfahren, um den Aufzugturm passgenau an die Fußgängerbrücke anzusetzen (oben und unten).

Beim Aufsetzen der Turmkonstruktion auf das Fundament zeigten sich einige Ungenauigkeiten bei der Vormontage, die für „Hudelei“ sorgten (oben). Doch bei beherzten Bautechnikern gilt das pragmatische Motto „was nicht passt, wird passend gemacht…“ (unten).

Zufällig konnte bei der Gelegenheit festgestellt werden, dass DB Cargo seine von Stolberg Hbf aus eingesetzte Gravita getauscht hat. Anstelle der wochenlang in Stolberg tätigen 261 101 war nun 261 085 auf Gleis 26 geparkt.

Der Eisenbahnfreund Peter-Josef Otten hat auf dem Bf. Düren zur Mittagszeit einen Trafo-Transport mit einem Tragschnabelwagen angetroffen. Als Zuglok war der „Euro-Runner“ 223 141 des Verkehrsunternehmens „Enercon“ im Einsatz (oben und unten). Für die Bildspenden von diesem außergewöhnlichen Transport mit Lademaßüberschreitung sage ich Peter-Josef Otten ein herzliches Dankeschön.

Dem bulligen „Euro-Runner“ 223 141 des Verkehrsunternehmens „Enercon“ hat Peter-Josef Otten natürlich auch ein Portraitfoto gegönnt…

Die Bushaltestelle für den Schienenersatzverkehr konnte am Stolberger Hauptbahnhof nicht unmittelbar am Bahnhofsvorplatz eingerichtet werden, weil dort der große Kran für die Bauarbeiten an der Fußgängerbrücke aufgebaut worden war. Ersatzweise wurden die SEV-Haltestellen beim Bahnübergang Probsteistraße angelegt (oben). Zum Wenden fuhren die SEV-Busse über die Probsteistraße zu dem großen Platz vor dem ehemaligen Güterschuppen (unten).
Mehrfach war zu beobachten, dass Reisende zunächst an den Bushaltestellen am Bahnhofsvorplatz gewartet hatten. Wenn sie dann den SEV-Bus erkannten und sich mit Rollkoffern oder anderem Gepäck  zu der SEV-Haltestelle an der Probsteistraße begaben, ließen manche Busfahrer sie bis auf 10 m herankommen und fuhren ihnen dann vor der Nase weg.

 

13. Oktober 2019

Der Eisenbahnfreund Thomas Printz hat am sonnigen 13. Oktober 2019 auf dem belgischen Bf. Eupen die Einfahrt eines von der SNCB-Lok 1857 geschobenen Intercity-Zuges verfolgt. Auch hier sage ich Thomas Printz vielen Dank für seine Bildspenden vom sehenswerten Alltagsbetrieb in der Euregio.

Karl-Heinz Frohn schaute bei den niederländischen Eisenbahnfreunden der ZLSM in Simpelveld vorbei und hat am dortigen Werkplaats die Fortschritte an der 52 532 im Bild festgehalten (oben und unten).

Auch der Wannentender der 52 532 hat schon große Fortschritte gemacht. Karl-Heinz Frohn, dem ich für seine Bildspenden ebenfalls ein herzliches Dankeschön sage, hat den aktuellen Zustand des Tenders und seiner Drehgestelle ebenso im Bild festgehalten (oben und unten).

Der Radsatz der 52 532 steht schon einbaufertig in der Werkstatthalle in Simpelveld. Man darf schon gespannt sein, wann die 52 532 erstmals wieder auf ihre eigenen Räder gesetzt wird…

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof gab es am Vormittag des 13. Oktober 2019 diese Situation zu sehen: der Aufzugturm am Parkhaus war bereits am Vortag eingebaut worden, während der zweite Aufzugturm nach seiner Anlieferung noch auf dem Bahnhofsvorplatz lag und für das Einheben vorbereitet wurde (oben und unten).

Der bereits eingebaute Aufzugturm am Parkhaus neben dem 350 t-Kran, mit dessen Hilfe er seinen Platz gefunden hatte (oben). An der Stahlkonstruktion wurde zwar gearbeitet (unten), die Übergänge vom Parkhaus zur Fußgängerbrücke und zum Aufzugturm sind aber noch nicht vorhanden.

Am 13. Oktober herrschte zwischen Aachen und Düren noch die übliche Betriebsamkeit auf den Gleisen. Auf der Vennbahnseite des Stolberger Hauptbahnhofs konnte dieses „Gewusel“ mit der DB Cargo-Lok 261 085, dem Thalys-Triebwagen Nr. 4332 und dem nach Stolberg-Altstadt fahrenden Euregiobahn-Triebwagen 643 202 fotografiert werden.

Am späten Nachmittag des 13. Oktober 2019 konnte der Thalys-Triebwagen Nr. 4322 von der Camp-Astrid-Brücke aus ein weiteres Mal in Stolberg gesichtet werden (oben). Von dort aus gab es außerdem einen ICE von Brüssel nach Frankfurt/M. im Streiflicht der Abendsonne zu sehen (unten).

Von der Camp-Astrid-Brücke aus ließ sich als Fotomotiv auch das RB 20-Treffen im Licht der tiefstehenden Herbstsonne einfangen. In den nächsten Tagen soll die Behelfsbrücke wieder abgebaut werden.

Vor einem ostwärts fahrenden Kesselwagenzug wurde die Railpool-Lok 186 531 gesichtet.

Gegen 18:26 Uhr verließ 189 086 im Blockabstand hinter einem RB 20-Zug den Stolberger Hauptbahnhof mit einer langen Schlange von leeren Erztransportwaggons  in Richtung Aachen-West (oben und unten).

Im Streiflicht der letzten Sonnenstrahlen dieses Sonntages erreichte 146 003 gegen 18:28 Uhr mit einem RE 9 nach Siegen den Stolberger Hauptbahnhof.

 

 

12. Oktober 2019

Der Eisenbahnfreund Markus Voigt hat zwei Fotos vom ersten Einsatz des 350 t-Krans am Stolberger Hauptbahnhof zum Aufstellen des Aufzugturmes am Bahnhofsvorplatz bzw. an der Parkhausseite der Fußgängerbrücke gespendet, für die ich mich herzlich bedanke. Nachdem der Kran bereits am Vormittag des 12. Oktober 2019 betriebsfertig zusammengebaut war, konnte noch am gleichen Tag der erste Aufzugtrum – ohne Beeinträchtigung des laufenden Bahnbetriebs – in den vorbereiteten Schacht bzw. auf dem dortige Fundament eingesetzt werden (oben und unten).

 

11. Oktober 2019

Von einem Besuch auf dem Eschweiler Hauptbahnhof hat Stefan Danners diese Fotos gespendet, für die ihm hier herzlich danke:

Auf dem Bahnsteig am Gleis 1 ist vor dem Bahnhofsgebäude ein neues Schutzdach errichtet worden. Die neue Stahlkonstruktion ist jedoch ohne Einbeziehung der historischen Bausubstanz ziemlich einfallslos hingestellt worden. Die letzten verbliebenen Säulen des einstigen Bahnsteigdaches wirken jetzt erst recht verloren und verstümmelt. Wieder einmal ein prägnantes Beispiel für den Umgang der Deutschen Bahn AG mit ihrem traditionsreichen Erbe, zu dem man nur bemerken kann: jeder blamiert sich selbst, so gut er kann….
Wie viel mehr Empathie hatten demgegenüber die Bautechniker bei den Bahnmeistereien der Deutschen Bundesbahn beim Umgang mit der Bausubstanz der Eisenbahn.
(Zumindest gibt es auf dem Eschweiler Hauptbahnhof aber einen Wetterschutz vor dem Bahnhofsgebäude – im Gegensatz zu einem westlich gelegenen Nachbarbahnhof.)

Der in Richtung Paris durchfahrende Thalys-Triebwagen mit der Nummer 4322 (oben) wurde bei der Fahrt durch Eschweiler Hbf ebenso im Bild festgehalten wie die betagte 111 126 vor einem in Richtung Köln verkehrenden Doppelstockzug (unten). Da dieser auf Gleis 3 (!) fotografiert wurde, wird es sich vermutlich um einen Leerzug gehandelt haben.

Weiterhin hat Stefan Danners am 11. Oktober 2019 auf dem Eschweiler Hauptbahnhof die DB Cargo-Lok 152 122 vor einem nach Aachen-West durchfahrenden Containerzug aufnehmen können.

 

10. Oktober 2019

Zwei neue Fernzugverbindungen über Aachen
In einer Pressemeldung der dpa wurden am 10. Oktober 2019 neue Fernzugverbindungen über Aachen angekündigt. So soll die bisherige „Flixtrain“-Verbindung von Köln nach Berlin im Westen bis nach Aachen verlängert werden.
Die ÖBB will ab Januar 2020 einen „Nightjet“ zwischen Wien und Brüssel über Aachen verkehren lassen.

Auf der abendlichen Heimfahrt gelang am Containerbahnhof Köln-Eifeltor ein Foto der DB Cargo-Lok  294 682.

Bei der Vorbeifahrt an Köln Bbf erregte der im Railjet-Design beklebte ÖBB-Taurus 1116 241 das Interesse des Fotografen.

Weil durch die baustellenbedingten Verspätungen zwischen Bonn und Köln der Anschluss nach Stolberg verloren ging, kam 146 001 mit dem RE 9 von Aachen nach Siegen gegen 17:20 Uhr gerade recht, um damit bis zum Bf. Köln Messe/Deutz weiterzufahren und dort in den RE 9 einzusteigen und einen Sitzplatz zu ergattern.

Auf dem Bf. Köln Messe/Deutz kam während des Wartens auf den RE 9 nach Aachen gegen 17:30 Uhr eine unerkannt gebliebene Lok der BR 151 mit einem Hilfszug vorbei.

Gegen 17:32 Uhr erreichte der aus 442 254/754 und 442 261/761 gebildete RE 9 nach Aachen den Bf. Köln Messe/Deutz, wo er auf Gleis 5 einfuhr (oben und unten).

Auf der Fahrt nach Köln Hbf bot sich beim östlichen Widerlager der Hohenzollernbrücke  aus dem Fenster heraus u.a. dieser Blick auf Köln (oben). Bei der weiteren Fahrt konnte in Köln-Ehrenfeld auch ein in „Christo-Manier“ eingepackter Kirchturm gesichtet werden (unten).

Im letzten Tageslicht wurde auf dem Stolberger Hauptbahnhof der aus 442 254/754 und 442 261/761 zusammengestellte RE 9 nach Aachen mit den Resten der Behelfsbrücke fotografiert.

 

09. Oktober 2019

Drittes Gleis für den Burtscheider Viadukt?
Wie die Aachener Tageszeitungen am 09. Oktober 2019 berichteten, wird das Projekt des dreigleisigen Ausbaus des Burtscheider Viadukts wieder einmal aufgewärmt. Dieses Mal hat der Zweckverband Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) das Vorhaben angestoßen. Nunmehr sollen die zuständigen politischen Gremien sich für das Projekt einsetzen und den NVR autorisieren, mit der Deutschen Bahn (DB Netz AG) in Verhandlungen zum Bau eines dritten Gleises einzutreten.
Das dritte Gleis für den Brückenabschnitt ist zuletzt 2008 im ÖPNV-Infrastrukturfinanzierungsplan eingestellt und 2017 durch ein Gutachten untermauert worden. Ältere Eisenbahner werden sich erinnern, dass man schon Mitte der 1960er Jahre anläßlich des Umbaus des Aachener Hauptbahnhofs im Rahmen der Streckenelektrifizierung den dreigleisigen Ausbau des Burtscheider Viadukts erwogen hatte.
Als man den Burtscheider Viadukt vor einigen Jahren einer Grundsanierung unterzog (die trotz des Denkmalschutzes aus betriebstechnischen Gründen großenteils dem Neubau einer Betonkonstruktion gleichkam), hatte man sich nach einem längerem Abwägungsprozess dazu entschieden, die Brücke zweigleisig zu belassen und damit die Möglichkeit verworfen, auf der vorhandenen Brücke durch einen breiteren Fahrbahntrog o.ä. ein drittes Gleis zu verlegen. Folglich wird nun geplant, neben dem vorhandenen Viadukt einen etwa 10 m breiten Brückenneubau für das dritte Gleis zu errichten.

 

Auf dem Kölner Hauptbahnhof wurde beim Umsteigen der ICE 127 von Amsterdam nach Frankfurt/M. beim Halt am Bahnsteig und bei der Abfahrt aufgenommen (oben und unten).

Bei der Fahrt durch Düren wurden nahe des dortigen ESTW-Ablegers eingepackte Lichtsignale gesichtet, die hier zwischengelagert werden.

Rückbau der Behelfsbrücke auf dem Eschweiler Hauptbahnhof.

Auf dem Vorplatz des Stolberger Hauptbahnhofs soll wieder einmal ein großer Autokran aufgebaut werden, um in den nächsten Tagen einerseits die Behelfsbrücke abzubauen und andererseits an der neuen Fußgängerbrücke die Aufzugstürme aufzustellen. Der Einbau der Aufzugsanlagen soll indes erst im Jahre 2020 folgen.

Im letzten Licht der blauen Stunde wurde gegen 18:40 Uhr bei trübem Wetter die Einfahrt des aus Alsdorf über die Ringbahnstrecke nach Stolberg Hbf Gleis 44 einfahrenden RB 20-Verbandes fotografiert.
An dieser Stelle soll auch ein Gruß an den freundlichen Lokführer nicht fehlen.

 

„Die Tram soll wieder durch Aachen rollen“
Am 09. Oktober 2019 erschien in den Aachener Tageszeitungen ein halbseitiger Bericht über die von den CDU- und SPD-Fraktionen im Aachener Stadtrat ausgebrütete Vision, das Projekt der „Euregiotram“ zu nutzen und als Ergänzung eine zusätzliche Tramlinie von Vaals durch die Aachener Innenstadt bis nach Brand zu errichten. Der Presse war zu entnehmen, es gäbe in der Aachener Kommunalpolitik einen Konsens für ein solches Projekt. Das Tempo in der Aachener Innenstadt müsse demnach künftig von Fußgängern und Radfahrern bestimmt werden. Für den Bau der neuen Tramlinie soll bspw. der Autoverkehr auf dem Adalbertsteinweg zwischen Kaiserplatz und Josefskirche künftig auf eine Fahrspur je Richtung beschränkt werden.
Das Projekt „Campusbahn“ wurde im Jahre 2013 von rd. 66% der befragten Aachener Bevölkerung abgelehnt.

 

 

08. Oktober 2019

Veränderungen am Eschweiler Hauptbahnhof
Auf dem Eschweiler Hauptbahnhof ist die neue Unterführung zum Mittelbahnsteig für den Publikumsverkehr geöffnet worden. Gleichzeitig wurde dort die als provisorischer Bahnsteigzugang errichtete Behelfsbrücke gesperrt. Im Bereich des Mittelbahnsteigs haben an dieser Brücke zudem bereits die Rückbauarbeiten begonnen. Teile der Treppe waren am Abend des 08. Oktober 2019 bereits demontiert worden.
Reisezüge in Richtung Köln halten in Eschweiler Hbf weiterhin noch am Gleis 4, obwohl der Bahnsteig im Bereich von Gleis 3 – zumindest optisch –  aussieht, als seien die Bauarbeiten dort abgeschlossen.

 

Aus dem vorbeifahrenden Zug heraus entstand auf dem Bf. Düren  das Foto der Rurtalbahn-Lok V 151.

Die als provisorischer Bahnsteigzugang errichtete Behelfsbrücke auf dem Stolberger Hauptbahnhof verliert jeden Tag etwas mehr von ihrer Substanz (oben und unten).

 

06. Oktober 2019

Rückblick

Der 06. Oktober 1969 war der letzte Betriebstag der Straßenbahnlinie 22 von Eilendorf-Markt über Atsch-Dreieck und Eschweiler-Pumpe nach Eschweiler-Bushof. Da diese Linie zugleich auch die Verbindung der Linie 28 (Eschweiler – Mariadorf – Alsdorf-Denkmalplatz) zu den Straßenbahndepots in Eschweiler-Pumpe und in Aachen darstellte, wurde am 06. Oktober 1969 zeitgleich auch der Straßenbahnbetrieb auf der Linie 28 eingestellt. Mit diesen Betriebseinstellungen hatte die Aachener Straßenbahn ihre letzten Überlandlinien verloren. Stolberg hatte mit der Aufgabe der Linie 22 seine letzte Straßenbahnlinie verloren, mit ihr ging in Stolberg heute vor 50 Jahren die Epoche der Straßenbahn zu Ende.
Bemerkenswerterweise begann mit dieser Linie auch die Straßenbahnzeit in Stolberg. Als die Straßenbahnstrecke von Eilendorf über Atsch-Dreieck nach Eschweiler am 11. September 1897 eröffnet wurde, brachte dies für Stolberg nicht nur den Wechsel von der Pferdebahn zur elektrischen Straßenbahn, sondern auch einen Wechsel der Spurweite. Die Gleise der Pferdebahn waren in Normalspur verlegt, die elektrische Straßenbahn verkehrte auf Meterspur.

Am letzten Betriebstag verkehrten die Straßenbahntriebwagen zwischen Eilendorf und Eschweiler – ebenso wie zwischen Eschweiler und Alsdorf – festlich geschmückt. Das Foto vom 06. Oktober 1969 zeigt einen in Richtung Eschweiler fahrenden ASEAG-Triebwagen an der Einmündung der Münsterbachstraße in die Eschweilerstraße.

Dieses Foto vom 12. Mai 1960 zeigt den Betriebsalltag im letzten Jahrzehnt der Linie 22. Während vom Aachener Stadtzentrum bis Eilendorf-Markt moderne Gelenkstraßenbahnen eingesetzt wurden, verkehrten zwischen Eilendorf-Markt und Eschweiler-Bushof im Regelfall zweiachsige Triebwagen.

Um die Straßenbahnlinie von Aachen über Eilendorf nach Eschweiler attraktiver zu machen, führte die ASEAG im Oktober 1950 als Linie „S 22“ einen Schnellverkehr ein. Gegenüber der später eingerichteten Schnellbuslinie, die vom Europaplatz in Aachen bis zur Raststätte Propsteierwald (Anschluss an die B 264) bei Eschweiler-Röhe über die Autobahn verkehrt, war die „Schnell-Tram“ jedoch chancenlos.

Aus der Frühzeit der Straßenbahn stammt dieses Foto, auf dem rechts am Bildrand das einstige Stationsgebäude der Aachener Kleinbahngesellschaft im Gleisdreieck in der Atsch zu sehen ist. Im Hintergrund das heute noch bestehende Gebäude – traditionell als Restaurant „Wartburg“ genutzt.

 

05. Oktober 2019

Rückblick

Vor 60 Jahren, am 05. Oktober 1959, wurde in Stolberg die Straßenbahnlinie 8 von Stolberg Hbf bis Zweifall stillgelegt. Das Foto zeigt den geschmückten ASEAG-Triebwagen 6222 beim Halt am Stolberger Markt. Damit verlor die Stadt Stolberg ein innerstädtisches Verkehrsmittel, das man heutzutage in Zeiten des gestiegenen Interesses an Klima- und Umweltschutz vielleicht gerne wieder zurück hätte…..

Zeitgenössische Berichterstattung in der ASEAG-Betriebszeitung „Plattform“ Ausgabe 2/1959 (oben und unten).

In der öffentlichen, stark auf den Autoverkehr fixierten Sichtweise der Wirtschaftswunderzeit wurde die Straßenbahn als Störfaktor empfunden. Gerade die Engstelle im oberen Steinweg bot ein willkommenes Argument, sich des Straßenbahnverkehrs zu entledigen. Bis Januar 1967 verkehrten jedoch weiterhin die Straßenbahnlinie 25 von Stolberg-Markt über Büsbach und Brand nach Aachen und bis Oktober 1969 die Straßenbahnlinie 22 von Eschweiler über Atsch-Dreieck und Eilendorf nach Aachen. Stillgelegt und beseitigt hatte man die Straßenbahnlinie 8 schnell. Doch welche rechtlichen und finanziellen Mühen würde es heute kosten, etwas vergleichbares neu entstehen zu lassen….

 

Schon während des gesamten Monats September 2019 hat DB Cargo für den örtlichen Güterverkehr rund um Stolberg die Gravita-Lok 261 101 eingesetzt. Und auch am 05. Oktober 2019 konnte man sie auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs zusammen mit 643 209 fotografieren.

Wenn die erste Lok einer Baureihe gesichtet wird, ist das gerne ein Foto wert. Als 146 001 am 05. Oktober 2019 mit einem RE 9 von Aachen nach Siegen in Stolberg Hbf anhielt, war das nicht anders….

Der Rückbau der Behelfsbrücke für den Zugang zum Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs macht Fortschritte…

 

03. Oktober 2019

Am Morgen des 03. Oktober 2019 zeigte sich die Umgebung des Bf. Eschweiler-Aue bereits in herbstlichen Farben, als dort 643 214 auf dem Weg nach Stolberg aufgenommen wurde.

Am Bf. Zülpich wurde das markante Stellwerk am Bahnübergang der Kölner Straße abgerissen. Als dort am 03. Oktober 2019 gegen 10:30 Uhr der Rurtalbahn-Triebwagen VT 745 auf dem Weg von Euskirchen nach Düren vorbeikam, waren die Abbrucharbeiten offenbar erst wenige Tage her (oben und unten).

Nachschuss auf den von Zülpich nach Düren fahrenden VT 745 der Rurtalbahn an der Trapeztafel für die Ausweichanschlussstelle der dortigen Papierfabrik.

Zeugen der „Zeitenwende“ auf der Bördebahn, so gesehen am Bf. Zülpich am Vormittag des 03. Oktober 2019 (oben und unten).

Blick auf das ehemalige Empfangsgebäude, dass die Deutsche Bundesbahn nach dem Zweiten Weltkrieg für den Bf. Zülpich errichtete. Auch wenn die Bördebahn in wenigen Monaten wieder zu neuer Betriebsamkeit erwachen soll, wird es für diesen Bau wohl keine Bahn-adäquate Nachnutzung geben…

Der Eisenbahnfreund Thomas Printz kam am 03. Oktober 2019 am Bf. Lindern vorbei. Wegen Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf konnte er dabei Fotomotive aufnehmen, die es beim fahrplanmäßigen Betrieb nicht zu sehen gibt. Auf dem Bild oben stand auf Gleis 3 die RB 33 nach Heinsberg abfahrbereit, während am Gleis 2 die um rd. 15 Minuten verspätete RB 33 nach Aachen einlief. Daraus resultierte auch, dass die RB 33 nach Duisburg rd. 5 bis 6 Minuten später auf Gleis 1 in Lindern einlief (unten).

Gerade als die RB 33 nach Duisburg den Bf. Lindern verlies, fuhr der etwas überpünktliche RE 4 ein, womit sich das obere Bild ergab. Da sich die Abfahrt der RB 33 (Wurmtalbahn) nach Heinsberg um knapp 5 Minuten verzögerte, konnte Thomas Printz auch noch das untere Bild aufnehmen. Für die Bildspenden von diesen ungewöhnlichen Betriebsabläufen in Lindern sage ich Thomas Printz ein herzliches „Dankeschön“.

Der Eisenbahnfreund Luca Oberstaller hat an diesem Feiertag die DB Cargo-Lok 152 162 vor der Abfahrt mit einem rd. 700 m langen Güterzug nach Osnabrück am Ausgangspunkt der Fahrt auf dem Containerbahnhof Köln-Eifeltor aufgenommen. Ein herzliches Dankeschön für diese Bildspende an Luca Oberstaller.

 

02. Oktober 2019

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof haben die Rückbauarbeit an der provisorischen Fußgängerbrücke begonnen. Am Mittelbahnsteigbereich wurden schon Treppenstufen und Seitenwandteile entfernt. Während der einwöchigen Streckensperrung der Strecke Aachen – Düren für den gesamten Zugverkehr, die vom 13. Oktober  23 Uhr bis 21. Oktober 5 Uhr besteht, soll zwischen dem 13. und 16. Oktober diese Brückenkonstruktion komplett entfernt werden. Zugleich sollen während dieser Sperrzeit die beiden Türme für den künftigen Aufzug errichtet werden. Der Einbau der Aufzüge selbst lässt allerdings weiterhin auf sich warten. Nach Angaben der DB AG soll er für das kommende Jahr avisiert sein.

Die neue Fußgängerbrücke am Stolberger Hauptbahnhof wurde zwischenzeitlich mit den in Stolberg allseits beliebten rot-weißen Plastik-Baustellendekorelementen verziert. Besucher, die mit dem Zug anreisen, werden auf diese Weise gleich auf den in Stolberg allgegenwärtigen Schmuck des öffentlichen Straßenraums eingestimmt.

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