Fototagebuch 6/2022

Fototagebuch  Juni 2022

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg und Umgebung im Juni 2022. Die jüngsten Berichte und Fotos stehen am Anfang.
(Hier geht es zum Fototagebuch des Vormonats Mai 2022).

 

29. Juni 2022

Morgenstimmung auf dem Stolberger Hauptbahnhof – fotografiert am 29. Juni 2022 gegen 6 Uhr (oben und unten). Im Ostteil des Bahnhofsgeländes gab es im Bereich des Bahnschotter-Recyclingwerks an diesem Morgen die Sichtung einer VOITH-Maxima.

Wie unterschiedlich der Betrieb auf Bahnsteigen sein kann, zeigen diese beiden Fotos vom Gleis 9 des Kölner Hauptbahnhof, die am 29. Juni 2022 entstanden. Bei der Einfahrt der RB 26 nach Mainz um 6:55 Uhr mit 460 002 an der Zugspitze war das Fahrgastaufkommen überschaubar (oben). Großer Andrang herrschte am Gleis 9 dagegen um 18:33 Uhr, als dort der verspätete RE 1 nach Aachen mit 462 081 eintraf (unten).

Trotz der Verspätung des RE 1 nach Aachen konnte die RB 20 noch rechtzeitig vom Gleis 43 aus nach Aachen und Alsdorf starten. An dieser Stelle soll ein Gruß an den freundlichen Lokführer nicht fehlen.

Zwischen 19:20 Uhr und 19:35 Uhr herrschte auf dem Stolberger Hauptbahnhof lebhafter Betrieb. So konnten „en passant“ u.a. Fotos von 185 615 mit einem Güterzug nach Aachen-West (oben) und von der Begegnung des RE 9 nach Siegen mit 442 802 am Zugende und einer unerkannt gebliebenen Lok der BR 189 mit einem weiteren westwärts fahrenden Güterzug  (unten) mitgenommen werden.

 

25. Juni 2022

Am 25. Juni 2022 waren in Stolberg die Bahnübergänge Probsteistraße und Eisenbahnstraße gesperrt. Am Bahnübergang Probsteistraße waren die Aktivitäten der Gleisbauarbeiter am Vormittag des 25. Juni 2022 Anlass für zwei Fotos (oben und unten). Der Bahnübergang Eisenbahnstraße soll noch bis zum 29. Juni 2022 für den Straßenverkehr gesperrt bleiben.

An der Westseite des Aachener Hauptbahnhofs hat sich die Szenerie entlang des Gleises 1 deutlich verändert. Während auf dem Gelände des einstigen Postbahnhofs und der Autoreisezugverladerampe achtgeschossige Neubauten entstehen, wächst unmittelbar am Gleis 1 der Ökoausgleich heran.

An der Bushaltestelle am Vorplatz des Aachener Hauptbahnhofs begegnete dem Fotografen ein Schnellbus, der Reisende auf der Linie SB 63 von Aachen nach Simmerath brachte. Im Hintergrund ist zudem ein belgischer Bus zu erkennen, der auf der Linie 14 nach Eupen fuhr.

Begegnung von 643 214/714 und 1440 879, die als RB 20 bzw. RB 33 gegen 13:30 Uhr auf dem Aachener Hauptbahnhof zusammentrafen.

Gegen 14 Uhr wurde am Bahnübergang Probsteistraße mit Hilfe von Schotterpflug und  Gleisstopfmaschine das erneuerte Gleis gerichtet.

 

 

 

22. Juni 2022

An bestimmten Tagen lohnt es sich, bei der morgendlichen Fahrt durch Köln-West aus dem Fenster zu schauen. Am Morgen des 22. Juni 2022 gegen 7:03 Uhr wurde dort die im niederländischen Design beklebte Vectron-Lok 193 263 (?) gesichtet, die mit der nach Amsterdam laufenden Wagengruppe des ÖBB-Nightjet aus Wien auf die Weiterfahrt wartete. 
Übrigens wurde auch schon zwei Mal an einem Mittwochmorgen gegen 6:40 Uhr im Kölner Hauptbahnhof eine gleichartige NS-Vectronlok  mit ÖBB-Nightjet-Waggons und SBB-Waggons in bunter Mischung auf der Fahrt in Richtung Köln Bbf gesichtet. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Überführungsfahrt. => siehe hierzu den aufmerksamen Hinweis von Philipp Horbach bei den Kommentaren. Bei der Sichtung im Bereich Köln Hbf handelt es sich um den NJ 402 von Zürich nach Amsterdam (Retour NJ 401). Dieser wird zwischen Basel SBB und Frankfurt (Main) Hbf von einer 101 gezogen. Im Zuge des Richtungswechsel in Frankfurt erfolgt dann auch bereits der Wechsel zu einer Lok des Typ Vectron, der dann bis Amsterdam am Zug bleibt.

Abwechslungsreich und interessant sind stets auch Vorbeifahrten am Rangierbahnhof Köln-Eifeltor. Im Bereich des Containerumschlagbahnhofs gab es am späten Nachmittag des 22. Juni 2022 Sichtungen von einer der hier immer noch tapfer im Rangierdienst eingesetzten Loks der BR 294  (oben) und einer arg vom harten Alltagsdienst gezeichneten DB Cargo-Lok der BR 185 (unten).

Auch auf dem Stolberger Hauptbahnhof lohnt mitunter der Blick auf die Güterwaggons auf den Gleisen. Hier waren es morgens die Containerwaggons, die an dieser Stelle selten anzutreffen sind (oben) und nachmittags das Wiedersehen mit den Erzwaggons für die Bleihütte (unten), die ein Foto wert waren. Kann der Erzverkehr bald wieder anlaufen?

 

21. Juni 2022

Der Eisenbahnfreund Jean-Michel Vanderseypen spendierte wieder einmal einen bunten Strauß Fotos von einem Fotoausflug nach Aachen. Deshalb sage ich an dieser Stelle einmal mehr ein herzliches „Dankeschön“ an Jean-Michel Vanderseypen!

Auf dem Aachener Hauptbahnhof geriet die DB Cargo-Lok 185 090 in den Fokus von Jean-Michel Vanderseypen, als sie mit einem aus Aachen-West kommenden Güterzug in Richtung Köln unterwegs war.

Anschließend wechselte Jean-Michel Vanderseypen zum Bf. Aachen-West, wo er u.a. diese Motive einfangen konnte:

Vom Bahnsteig des Bf. Aachen-West aus fotografiert: 152 057 und 152 042 von DB Cargo.

Auf der Nordseite des Bf. Aachen-West stehend fotografierte Jean-Michel Vanderseypen die Traxx-Lok 186 341 von EuroCargoRail (ECR) bzw. DB Cargo France.

Traxx-Loks von Railpool bzw. im Dienst von LINEAS erwischte Jean-Michel Vanderseypen mit den Maschinen 186 459 (oben) und 186 454 (unten).

Bunte Traxx-Vielfalt gibt es hier zu sehen: von rechts nach links 185 611 von ATC (hier im Schiebedienst für einen von 653-10 alias 266 120 von Beacon Rail bespannten Güterzug) neben 186 334 und 186 262 von DB Cargo.

Immer wieder gerne fotografiert werden Loks im „Europa-Design“. Bei DB Cargo ist damit u.a. die Vectron-Lok 193 360 im Einsatz, die Jean-Michel Vanderseypen ebenfalls auf dem Bf. Aachen-West antraf.

 

 

18. Juni 2022

Bei Tagestemperaturen von bis zu 36 Grad gab es nur einen kurzen Fotostopp am Stolberger Hauptbahnhof. In der Zeit von 15:40 Uhr bis 16:15 Uhr  gab es interessanterweise die Sichtung von zwei Thalyszügen, die kurz nacheinander von Aachen in Richtung Köln unterwegs waren.

In der Fahrplantrasse des ICE 17 von Brüssel nach Frankfurt/M. sauste der Thalys-Triebzug Nr. 4303 um 15:45 Uhr ostwärts durch Stolberg Hbf (oben). Gegen 15:50 Uhr folgte ein weiterer in Richtung Köln fahrender Thalys-Triebwagen und ermöglichte auf dem Stolberger Hauptbahnhof ein Foto mit den beiden auf den Gleisen 43 und 44 wartenden Euregiobahn-Triebwagen (unten). Der ICE 14 von Frankfurt/M. nach Brüssel hatte am 18. Juni 2022 rd. 25 Minuten Verspätung.

Die Railpool-Lok 186 509 schleppte gegen 15:42 Uhr einen langen Containerzug in Richtung Aachen-West (oben), später gab es gegen 16:15 Uhr die Sichtung der Captrain-Lok 186 155, die ebenfalls einen Zug nach Aachen-West am Haken hatte (unten).

 

Grüße von unterwegs
Der Eisenbahnfreund Thomas Printz verbrachte den 18. Juni 2022 in Rheinland-Pfalz an der südlichen Weinstraße. Dabei hatte er Gelegenheit, den französischen Grenzbahnhof Wissembourg (Strecke Landau – Winden – Kapsweyer – Wissembourg – Walbourg – Haguenau – Strasbourg) aufzusuchen, der ursprünglich in der interessanten Bauform eines „Durchgangsbahnhofs in Kopfform“ angelegt wurde (wie in Deutschland bspw. die Bahnhöfe Lauscha und Rauenstein in Thüringen oder Schliersee in Bayern). Für seinen Urlaubsgruß mit den beiden französischen Triebwagen bzw. die Bildspende aus der Ferne sage ich an dieser Stelle gerne ein „Dankeschön“!

Triebwagentreffen auf dem französischen Bf. Wissembourg mit den modernen SNCF-Dieseltriebwagen 76644 (links) und 83563 (rechts) am 18. Juni 2022.

 

 

16. Juni 2022

Stefan Danners, dem ich an dieser Stelle für seine Bildspenden gerne ein herzliches „Dankeschön“ sage, hatte am Vormittag des 16. Juni 2022 auf dem Eschweiler Hauptbahnhof Gelegenheit, u.a. die SBB Cargo-Lok 193 526 (oben) und die LINEAS-Lok 186 424  (unten) zu sichten und zu fotografieren.

Als weiteres „Schmankerl“ konnte Stefan Danners die Durchfahrt der MRCE Dispo-Lok ES 64 U2-020 verbuchen, die als Leerfahrt in Richtung Aachen vorbeikam.

Auf dem Bf. Düren widmete Stefan Danners den weitgehend arbeitslos gewordenen Fc-Waggons  auf den Gleisen der Rurtalbahn ein Foto. Diese Waggons waren jahrelang im Pendelverkehr zwischen der Brikettfabrik in Frechen und verschiedenen Industriekunden der Rurtalbahn in Düren, Jülich und Zülpich im Einsatz.

Am Bahnübergang Hochwaldweg begegnete dem Fotografen der Euregiobahn-Triebwagen 643 206 , der als RB 20 von Alsdorf nach Stolberg Hbf Gleis 44 fuhr.

Bei der Ortschaft Begau wurde 643 206 auf seiner Rückfahrt von Stolberg Hbf Gleis 44 nach Alsdorf abgepasst. Die Fotos zeigen den Talent-Triebwagen auf der Überführung über die A 44 (oben) und am Bahnübergang der ehemaligen Reichsstraße 1 von Aachen nach Königsberg, wo sich bis 1984 der Hp. Hoengen-Begau befand (unten).

Auch die nächste Euregiobahn von Alsdorf nach Stolberg wurde auf der Überführung über die A 44 (oben) und am Rand der Hochfläche zwischen Begau und Merzbrück (unten) fotografiert.

Blick auf die Ringbahnstrecke beim einstigen Abzweig Kellersberg. Die Pläne, hier wieder ein Weiche einzubauen und den Abzweig für eine RB 20-Zweigstrecke von Mariagrube nach Siersdorf oder Baesweiler zu reaktivieren, verzögern sich seit vielen Jahren.

Nahe der bekannten Konditorei Meisenberg entstanden von der Verbindungsstraße zwischen Alsdorf und Mariadorf aus Fotos von Euregiobahn-Triebwagen, die zwischen den Alsdorfer Haltepunkten Mariadorf und Kellersberg unterwegs waren und die dortige Bahnstromleitung von Wickrath nach Stolberg unterquerten (oben und unten).

Auch in der weiten Landschaft zwischen Merzbrück und St. Jöris gab es am frühen Abend des 16. Juni 2022 Gelegenheit, einen Euregiobahn-Triebwagen abzubilden (oben und unten).

Zwischen St. Jöris und Begau lässt sich der Charakter der Hochebenen-artigen Landschaft gut mit der Euregiobahn in Szene setzen (oben und unten). Hochspannungsleitungen und Windräder sind dort mittlerweile allgegenwärtig.

Rund um Merzbrück sind entlang der Ringbahnstrecke der Euregiobahn selbst unbedeutende Feldwege mit aufwändigen Bahnübergängen mit Lichtzeichenanlagen, Halbschranken und Wartebereichen für den Straßenverkehr ausgerüstet worden (oben und unten).

 

Streckensperrung zwischen Langerwehe und Eschweiler Talbahnhof
Wie die Printausgaben der regionalen Tageszeitungen vom 18. Juni 2022 berichteten, musste der Euregiobahnverkehr zwischen Langerwehe und Eschweiler Talbahnhof am 16. Juni 2022 wegen Vandalismusschäden, die in der Nacht vom 15. zum 16. Juni 2022 angerichtet wurden,  an der Strecke eingestellt werden. Die Beseitigung der Schäden soll mehrere Tage beanspruchen, der Zugverkehr soll vsl. am 21. Juni 2022 (Dienstag) weder aufgenommen werden. Der wenig informative Pressebericht enthielt keine näheren Angaben zum Schadensbild.

 

15. Juni 2022

Und wieder ein Tag mit Bahnchaos…..
Was macht man, wenn man nachmittags vor einem Feiertag möglichst ohne Komplikationen mit der Bahn von Bonn nach Stolberg fahren will? Man versucht, den Verkehrsknoten Köln zu meiden und auf einer alternativen Route über Rheinbach – Euskirchen – Zülpich und Düren zu umfahren. Das Angebot erschien im Hinblick auf die in den vergangenen Tagen miterlebten Störungen und Verspätungen gar nicht soo schlecht. Abfahrt in Bonn Hbf um 16:10 Uhr mit einem Zug der S 23, Ankunft in Euskirchen um 16:52 Uhr und Weiterfahrt mit der Bördebahn (RB 28) um 17:04 Uhr. Nach der Fahrt über Zülpich und Vettweiß Ankunft in Düren um 17:50 Uhr und Weiterfahrt mit einem RE 9 um 18:14 Uhr ab Düren und Ankunft in Stolberg Hbf um 18:32 Uhr. Soweit die Theorie. In der Realität gab es nach der pünktlichen Ankunft um 17:50 Uhr auf dem Bf. Düren außergewöhnliches Gedränge und viele ratlose Gesichter. Zwischen Düren und Horrem waren sowohl die Hauptstrecke als auch die S-Bahn gesperrt – angeblich wegen Vandalismusschäden. Man kann machen was man will – diese Bahn schafft es immer wieder, auf irgendeine Weise ihre Kunden zu schädigen.
Auf dem Zuganzeiger an Gleis 1 des Dürener Bahnhofs gab es die hilfreiche Anzeige „bitte beachten Sie die Aushangfahrpläne“. Im Internet gab es auch keine weiterhelfenden Infos. Auf dem Bf. Düren gab es weder Lautsprecherdurchsagen noch örtliches Personal, das den Reisenden weiterhalf. Nach einiger Zeit schälte sich heraus, dass es keinen Schienenersatzverkehr mit Bussen geben würde und zwischen Aachen und Düren ein Pendelverkehr auf der Schiene eingerichtet werden soll. Ein Hinweis wie etwa „Reisende nach Langerwehe, Eschweiler-Weisweiler und Eschweiler-Talbahn können zur Weiterfahrt die am Bahnsteiggleis 6 wartende RB 20 nutzen“ war ebenfalls nicht zu hören.  So fuhr die RB 20 um 18:17 Uhr relativ leer vom Bf. Düren nach Eschweiler ab. Gegen 18:20 Uhr traf dann tatsächlich auf Gleis 3 ein einzelner, völlig überfüllter RRX-Triebwagen ein. Da dieser Triebwagen alsbald wieder nach Düren zurückfahren sollte, setzte eine kleine Massenbewegung ein, die sich auf den Bahnsteigtreppen und den Gängen mit den ausgestiegenen Menschen traf. In dem RRX-Triebwagen erschien zunächst eine Anzeige, dass der Zug um 18:39 Uhr wieder nach Aachen zurückfahren solle. Als der Triebwagen dann auch für die Rückfahrt wieder gut gefüllt war, verzögerte sich jedoch die Abfahrt. Bei schlechter Klimaanlage und fehlender Lüftung wurde nun eine Abfahrt um 19:15 Uhr angekündigt. Als Begründung für die Verzögerung verkündete das Zugpersonal von „National Express“, dass ein Zug mit derselben Zugnummer auf der Strecke sei und nun abgewartet werden müsse, bis dieser Zug die Strecke geräumt habe. (Immerhin mal eine neue Variante der sog. „Kundeninformation“.) Gegen 18:45 Uhr fuhr dann am Bahnsteiggleis 1 ein RE 9-Zug von DB Regio in den Bf. Düren ein. Als dessen Zielanzeige bald ebenfalls auf „Aachen Hbf“ wechselte, kam Unsicherheit auf, welcher der beiden Züge denn zuerst nach Aachen abfahren würde. Verbindliche Angaben waren nicht zu bekommen. Eigentlich wäre die Strecke nach Aachen frei gewesen…. – aber die zusammengepferchten Fahrgäste durften weiterhin sinnlos im Zug ihre Zeit absitzen und sich einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen.

Wenn diese Bahn mit ihrer Störanfälligkeit, fehlender Resilienz, Desorganisation und völlig verlorengegangener Flexibilität ein Alternative zum privaten PKW und ein Instrument für den Klimaschutz und gegen die Auswirkungen des Klimawandels sein soll – das wird nichts! Vielleicht sollte man sich beim Bund, beim Land NRW und den Nahverkehrszweckverbänden einmal ernsthaft Gedanken machen, das Management komplett auszutauschen und den Betrieb in die Hände von fachkundigen Eisenbahnern zu legen. Falls man die in Deutschland nicht mehr finden sollte, könnte man bspw. auch in der Schweiz, in Japan oder im fernen Indonesien Fachleute anwerben. Das wäre dann auch eine sinnvolle Kompensation zu den aberwitzigen Auslandsaktivitäten der Deutschen Bahn AG…..

Schnappschuss von der Fahrt mit der S 23 von Bonn nach Euskirchen beim Halt am radikal zurückgebauten Bf. Meckenheim  (oben). Beim Umsteigen in Euskirchen entstand am Gleis 46 ein Foto vom VT 747 der Rurtalbahn, der wenig später mit rd. 25 Fahrgästen nach Düren abfuhr (unten).

Auf der Bördebahn gibt es in der Ortschaft Elsig eine kuriose Situation. Die Bahnübergänge der örtlichen Hauptstraße und eines unbedeutenden Feldweges, die bis vor wenigen Jahren noch vom Schrankenposten 19 aus gesichert wurden (oben), müssen heute von einem im Zug mitfahrenden Eisenbahner manuell gesichert werden. Zwischen dem Hp. Nemmenich und Zülpich (Foto unten) und weiter bis nach Vettweiß sind entlang der Bördebahn vielerorts Bauarbeiten im Gange.

Andrang auf dem Bf. Düren. Die Hoffnung vieler Menschen auf eine Bahnfahrt, vielleicht auch mit dem 9-Euro-Ticket, wurde am Nachmittag und Abend des 15. Januar 2022 durch eine Streckensperrung zwischen Düren und Horrem vereitelt. Hier hatte die Bahn wieder alle Register gezogen, um nachhaltig ein gutes Image zu vermitteln. Gratulation – volle Punktzahl!

Während die Menschen auf den Bahnsteigen des Bf. Düren auf einen Reisezug warteten, der sie nach Köln oder Aachen weiterbringt, konnten sie gegen 18:14 Uhr zumindest die Durchfahrt eines in Richtung Aachen verkehrenden Güterzugs bewundern.

Fahrgastinformation in dem im Text erwähnten RRX-Triebwagen, der auf Gleis 3 des Bf. Düren mit unzureichender Klimaanlage  und ohne Lüftung, aber vollbesetzt mit Menschen mehr als eine halbe Stunde nicht in Richtung Aachen abfuhr.

 

14. Juni 2022

Der Thalys-Triebzug Nr. 4331 sauste am Nachmittag des 14. Juni 2022 gegen 17:25 Uhr durch den Stolberger Hauptbahnhof.

Westlich des Stolberger Hauptbahnhofs wurde eine unerkannt gebliebene Vectron-Lok von BLS Cargo mit einem westwärts fahrenden Containerzug an der Lehmsiefensenke fotografiert.

Am Ende ihrer Ringbahntour nach Stolberg Hbf Gleis 44 wurden zwei Euregiobahn-Talenttriebwagen am Bahnübergang Trockenbuschweg im Bild festgehalten.

Zwischen Stolberg Hbf und Eilendorf ergab sich gegen 18:10 Uhr an der Fotostelle bei der ehemaligen Bk Nirm die Gelegenheit, einen von Frankfurt/M. nach Brüssel eilenden ICE aufzunehmen.

Im Würselener Stadtwald konnte zwischen den Bahnübergängen Hochwaldweg und Trockenbuschweg zusätzlich noch eine weitere Euregiobahn gesichtet werden (oben und unten).

 

13. Juni 2022

Der Eisenbahnfreund Stefan Danners spendete zwei Fotos, die er bei einem Besuch des Eschweiler Hauptbahnhofs am Nachmittag des 13. Juni 2022 aufgenommen hat. Sie zeigen die Vectron-Lok 497 von HUPAC bzw. BLS Cargo (oben) und die Traxx-Lok 185 615 (unten). Für die Bildspenden sage ich Stefan Danners an dieser Stelle ein herzliches „Dankeschön“.

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof gab es am späten Nachmittag des 13. Juni 2022 die Sichtung der 185 572, die mit einem Kesselwagen-Ganzzug in Richtung Köln vorbeikam.

Aus einem Zimmer auf der siebten Etage des St. Antonius-Hospitals in Eschweiler ließ sich dieser Blick auf den Talbahnhof und den „schwarzen Berg“ einfangen.

 

 

10. Juni 2022

VT 211 der Rurtalbahn auf der Fahrt von Linnich über Jülich nach Düren, aufgenommen zwischen den Ortschaften Selgersdorf und Krauthausen.

Auf dem Bf. Krauthausen ist in diesen Tagen ein Transformator abgestellt. Bis zu seinem  Weitertransport zum Umspannwerk nach Oberzier bietet er eine gerne genutzte Kulisse für Fotos mit den hier vorbeifahrenden Triebwagen. Hier war es der VT 213 der Rurtalbahn, der dem Fotografen am Nachmittag des 10. Juni 2022 begegnete.

Nachschuss auf die Rurtalbahn-Triebwagen VT 744 und VT 741, die den Bf. Jülich in Richtung Düren verlassen.

Seit kurzem fahren die Züge der Rurtalbahn wieder bis zum Bf. Linnich. Dort entstanden am Nachmittag des 10. Juni 2022 Fotos mit dem VT 213 (oben) und VT 211 (unten).

Bei der Einfahrt in den Bf. Jülich entstand aus einem von Linnich kommenden Triebwagen ein Foto von der Brücke der ehemaligen Strecke Hochneukirch – Jülich – Stolberg.

Beim Haltepunkt Jülich Forschungszentrum entstanden aus dem Zug heraus Schnappschüsse von der betagten Werksdiesellok der Bundeswehr (oben) und von dem modernen Wasserstoffbus Nr. 304 der Firma „Rurtalbus“ aus Düren (unten).

Zugkreuzung auf dem Bf. Krauthausen mit den Rurtalbahn-Triebwagen VT 211 (links) und VT 213 (rechts).

Für die Rurtalbahn-Triebwagen VT 244 und VT 241 bot sich ebenfalls Gelegenheit, ein Foto mit dem auf dem Bf. Krauthausen zwischengeparkten Transformatortransport zu komponieren.

 

 

09. Juni 2022

Auf der Stolberger Talbahnstrecke kommen die Gleisbauarbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden zwischen Stolberg Hbf und dem Bf. Stolberg-Altstadt langsam zum Abschluss. Am 09. Juni 2022 beobachtete Erich Elkenhans  beim Bahnübergang Probsteistraße eine Gleisstopfmaschine, die auf die Talbahnstrecke ausrückte und dort das sanierte Streckengleis durcharbeitete und ausrichtete. Für die Bildspende geht an dieser Stelle eine „Dankeschön“ an Erich Elkenhans.
Neben den Gleisbauarbeiten ist die EVS in diesen Tagen auch im Untergrund tätig. Am Bahnübergang Eisenbahnstraße wird das Gewölbe des unterirdischen Kanals, der kurz vor der Nikolausstraße in die Vicht mündet, saniert. Hierzu sind im Bereich des Bahnübergangs Nikolausstraße Baucontainer aufgestellt worden. 

 

08. Juni 2022

Einfahrt einer aus Mainz kommenden RB 26 in den Bonner Hauptbahnhof mit 460 010 an der Zugspitze. Am Morgen halten sich die Verspätungen noch in hinnehmbaren Grenzen (hier waren es 5 Minuten). Im Laufe des Tages steigerte sich die Unpünktlichkeit vielfach auf 30 bis 50 Minuten….

Szene vom Bf. Köln-Ehrenfeld am Abend des 08. Juni 2022: Während 420 964 planmäßig auf Gleis 3 in Richtung Horrem verkehrt, musste der ICE von Frankfurt/M nach Brüssel den Bahnhof wie schon am Vortag auf dem Gleis 2, dem Richtungsgleis von Aachen nach Köln, passieren.

Wenig später passierte auch der Gegenzug von Brüssel nach Frankfurt/M. mit seinem niederländischen Fahrzeugpark den markanten „Helios“-Leuchtturm in Köln-Ehrenfeld.

Auch der RE 1 in Richtung Aachen verkehrte am 08. Juni 2022  außerplanmäßig von Gleis 3 aus in die alte Kaiserstadt. Hier war es 462 073, der dem Fotografen an der Zugspitze entgegenkam.

 

07. Juni 2022

„Attraktiver“ Nahverkehr in AVV und VRS
Der 07. Juni 2022 war als „Pfingst-Dienstag“ für viele Menschen ein gewöhnlicher Werktag, an dem auch viele Berufspendler mit der Bahn unterwegs sind. Wegen der Auswirkungen des „9-Euro-Tickets“ in Kombination mit Baustellen im DB-Netz rund um Köln und einer chaotischen Betriebsführung wurden viele Bahnkunden an diesem Tag wieder auf eine harte Probe gestellt. Wer bspw. am Morgen um 6:00 Uhr mit dem RE 1 von Stolberg Hbf über Köln in Richtung Bonn fahren wollte, erlebte zunächst die Ankunft des RE 1 mit 10 Minuten Verspätung und konnte während der ersten Etappe der Fahrt schon um seinen Anschluss in Köln Hbf bangen.
In Köln-Ehrenfeld gab es die Durchsage, dass der Regionalverkehr zwischen Köln-Ehrenfeld und Köln Hbf an diesem Tag nur eingleisig abgewickelt wird und sich die Weiterfahrt verzögert, weil noch zwei andere Zugfahrten auf diesem Abschnitt abgewartet werden müssen.
Die in diesem Fall anwendbare Notfalloption einer Fahrt mit den Kölner Stadtbahnlinien 3 oder 4 vom Bf. Köln-Ehrenfeld zum Bf. Köln-West stellte am Morgen des 07. Juni 2022 erhöhte Anforderungen an die Nutzer, weil an der U-Bahn-Haltestelle Hans-Böckler-Platz der Aufzug zum Bahnsteig des Bf. Köln-West defekt war und ein zusätzlicher längerer Fußweg zeitgerecht bewältigt werden musste. Wer dennoch mit „Frühsport-Einlage“ und „hängender Zunge“ den Bahnsteig des Bf. Köln-West pünktlich zur Abfahrt der RB 26 nach Bonn um 7:05 Uhr erreicht hatte, dem wurde jetzt eine Entspannungspause gegönnt. Denn im nachträglich vollzogenen 5-Minuten-Takt wurden die bereits eingetretenen Verspätungen in den Kundeninformationen nachvollzogen.
Eine besondere Unverschämtheit wurde den Fahrgästen allerdings nach mehr als 15 Minuten Wartezeit geboten: plötzlich fuhr der von Köln Hbf kommende und über das „Schlundgleis“ umgeleitete RB 26 auf den Güterzuggleisen des Bf. Köln-West an den verdutzt auf dem Bahnsteig wartenden Menschen vorbei!
Spätestens jetzt hätte man eine Information erwartet, wie es auf dem Streckenabschnitt von Köln Hbf über Köln-West zum Bf. Köln-Süd weitergeht. Leider war weder im Internet noch auf den Zuginfoanzeigern auf dem Bahnsteig (geschweige denn von örtlichem Personal) eine Fahrgastinformation zu bekommen.

Kann man eine solche Unverschämtheit noch steigern? Aber ja, schlimmer geht immer….

Da als nächste Verbindung von Köln Hbf nach Bonn der RE 5 verkehren würde (planmäßig ohne Halt n Köln-West), nutzten einige Menschen eine aus Richtung Köln-Süd kommende Regionalbahn zur Fahrt nach Köln Hbf und konnten dort tatsächlich gerade noch den RE 5 erreichen. Was dann geschah, löste allgemeine Verwunderung und Verblüffung aus: zunächst verließ der RE 5 Köln Hbf auf dem planmäßigen Fahrweg südwestlich um Köln Bbf herum. Und am Bahnsteig des Bf. Köln-West legte der RE 5 einen außerplanmäßigen (!) Stopp ein. Sollte jemand mitgedacht haben und den wartenden Fahrgästen eine Möglichkeit zur Weiterfahrt anbieten?? Die dort immer noch auf einen Zug in Richtung Köln-Süd wartenden Menschen schöpften Hoffnung auf Hilfe. Doch zur allgemeinen Frustration blieben alle Türen des RE 5 verschlossen. Nach rd. zwei Minuten Haltezeit fuhr der RE 5 wieder an und verließ den Bf. Köln-West – ohne Vandalismusschäden.

Vorbeifahrt des im Text erwähnten umgeleiteten RB 26-Zuges abseits des Bahnsteigs des Bf. Köln-West (oben). Die rechts am Bildrand über dem Fahrkartenautomat zu sehende Fahrtgastinformation zeigte derweil unverdrossen das Eintreffen eines verspäteten Zuges an (unten). 

Während der sinnlos vertanen Wartezeit auf dem Bf. Köln-West gab es am Morgen des 07. Juni 2022 u.a. die Durchfahrt dieses von der Railpool-Lok 151 062 nebst einer unerkannt gebliebenen Schwesterlok gezogenen Güterzuges zu sehen.

Auf dem Stolberger Hauptbahnhof war DB Cargo auch am Abend des 07. Juni 2022 mit der Bedienung der Stolberger Bahnkunden beschäftigt. Im ehemaligen Bahnhofsbezirk V holte die DB Cargo-Lok 261 105 am Gleisanschluss der Fa. „Kerschgens Group“ entladene Waggons ab und räumte das Anschlussgleis für neue Frachten (oben und unten).

Dass die Natur selbst auf einem schäbigen Bahnhof noch etwas zur Verschönerung beitragen kann, bewies diese Pflanze, die am Abend des 07. Juni 2022 auf dem Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs ihre Pracht entfaltete.

Die Bauarbeiten am Bahnübergang Münsterbachstraße sorgten ab dem 07. Juni 2022 bei Autofahrern tagelang für viel Verdruß und Ärger. Wer bspw. von Atsch-Dreieck kommend in Richtung Eschweiler fahren wollte, fand am Beginn der Rhenaniastraße keinen Hinweis auf den gesperrten Bahnübergang. Erst an der Abzweigung der Münsterbachstraße stieß man spontan auf eine Baustellenabsperrung und musste im unübersichtlichen Einmündungsbereich wenden. Wer es dann geschafft hatte, am Atsch-Dreieck auf die Eisenbahnstraße zu gelangen, der traf auf einen langen Stau auf der Eisenbahnstraße. Weil der Bahnübergang Nikolausstraße ebenfalls gesperrt war, konnte man nur über die Kreuzung an der Europastraße in Richtung Eschweiler fahren. Doch die dortige (unveränderte) Ampelschaltung ließ hier in jeder Ampelphase bestenfalls drei bis vier Autos abbiegen.
Auch an diesem Beispiel kann man gut erkennen, wie die Eisenbahn mit ihrem undurchdachten und unkoordinierten Vorgehen für Frust und ein negatives Image sorgen kann….

 

06. Juni 2022

Mit dem Teleobjektiv konnte am Mittag des 06. Juni 2022 in einer der Hallen des stillgelegten Eschweiler Röhrenwalzwerks in Eschweiler-Aue die von Henschel gebaute ESW-Werkslok erspäht werden. Obwohl die Lok bereits einmal zum Verkauf ausgeschrieben und angeboten wurde, ist sie bis heute in Eschweiler-Aue stehen geblieben.

Dort, wo sich an der Grenze zwischen den Eschweiler Stadtteilen Aue und Röhe die „Rheinische Eisenbahn“ und die „Bergisch-Märkische Eisenbahn“ kreuzen, kann man auf der Eschweiler Talbahnstrecke immer noch erhebliche Hochwasserschäden antreffen.

In Eschweiler-Röhe hat die „Euregio Verkehrsschienennetz GmbH“ (EVS) die genietete Stahlfachwerkbrücke über die Inde ausgebaut und an Ort und Stelle verschrottet (oben und unten). Das Foto zeigt gleichzeitig auch die schon von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn in Erwartung eines hohen Verkehrsaufkommens von Anfang an zweigleisig errichteten Widerlager.

Ohne Rücksicht auf die historische Bausubstanz und die in der Region einzigartig gewordene genietete Bauweise wurde die Stahlfachwerkkonstruktion radikal zerlegt (oben und unten). Damit ist die letzte genietete und noch regelmäßig befahrene Stahlbrückenkonstruktion der Region Aachen sang- und klanglos beseitigt.

Der Ersatzneubau für die Indebrücke wird von der Baufirma Becker aus dem niedersächsischen Meppen an der Ems errichtet. Diese Firma hat für die EVS bereits den Brückenneubau über das Rüstbachtal in Stolberg-Binsfeldhammer ausgeführt. Im Gegensatz zur der genieteten Stahlfachwerkbrücke wird der Brückenneubau eher der Kategorie „primitiv und doch geschmacklos“ angehören und die heute entlang von Bahnstrecken oft anzutreffende moderne Beliebigkeit ausstrahlen (oben und unten).

Auf dem Eschweiler Hauptbahnhof gab es am frühen Nachmittag des 06. Juni 2022 die Sichtungen eines Leerzuges von „Flixtrain“ (oben) und des ICE-Triebzuges Nr. 4683 „Schwäbisch Hall“ (unten).

Gegen 14:10 Uhr entstand zwischen Eschweiler-Röthgen und -Bergrath das Foto des unerkannt gebliebenen ICE von Frankfurt/M. nach Brüssel.

Gegen 14:25 Uhr gab es auf der Ostseite des Eschweiler Talbahnhofs eine fotografische Begegnung mit dem Euregiobahn-Triebwagen 643 221. Interessant ist bei diesem Fotostandpunkt u.a. der auf dem Gelände einer Eisengießerei abgestellte Container mit dem ausgeblichenen „70er-Jahre-Design“ der Deutschen Bundesbahn.

Gegen 14:40 Uhr wurde zudem am Bahnsteig des Eschweiler Talbahnhofs der Euregiobahn-Triebwagen 643 223 während seiner längeren Wendezeit fotografiert.

 

05. Juni 2022

Auf dem Bf. Walheim bietet die stark ausgeblichene 364 882 zusammen mit dem von den „Eisenbahnfreunden Grenzland e.V.“ (EFG) vorbildlich erhaltenen Stellwerk „Wf“ ein ansprechendes Fotomotiv, das von den vorbeikommenden Menschen auf dem Vennbahnradweg gerne genutzt wird.
Zwischenzeitlich musste man sich bei der EFG entscheiden, sich von zwei markanten Fahrzeugen zu trennen: dem Aufenthaltswagen BA 431 (ex. Gl 90) und dem Hilfsgerätewagen EHG 388. Der Aufenthaltswagen BA 431 stand vor der Übernahme durch die EFG im September 2013 lange Jahre als Aufenthaltswagen auf dem Bf. Düren, nah beim Stellwerk „Df“. Durch  Vandalismus-, Sturm- und Witterungsschäden waren beide Fahrzeug so stark beschädigt, dass der Restaurierungsaufwand zu hoch geworden war. Zwischenzeitlich hat die EFG beide Waggons verschrottet.

Auf dem Bf. Raeren hat „Infrabel“, die Infrastrukturgesellschaft der belgischen Staatsbahn, umfangreiche Gleisbauarbeiten begonnen. Im Bereich des Stellwerks „Cab 1“ lagern große Mengen Bahnschotter auf der Trasse des zweiten, in diesem Abschnitt aktuell aber nur noch teilweise vorhandenen Gleises. Im Rahmen der Gleisbauarbeiten soll dieses Gleis jedoch wieder vollständig aufgebaut und befahrbar gemacht werden.

Im Bereich des Raerener Bahnhofsgebäude ist das marode Gleis bereits ausgebaut und das Planum für den Neubau vorbereitet (oben). Das Empfangsgebäude des Bf. Raeren macht demgegenüber – trotz der vandalismusgeschützen Fenster und Türen im Erdgeschoss- einen eher maroden Eindruck (unten).

Der Eisenbahnfreund findet auf dem Bf. Raeren noch die bemerkenswerten historischen Signale vor. Im Bereich des Stellwerks „Cab 2“ sind jedoch die Doppelkreuzungsweichen ausgebaut worden. Die letzte davon lagert immerhin neben dem Vennbahnradweg. Solange sie nicht zugewachsen ist, kann man an ihr weiterhin die für die Stellwerkstechnik der Bauart „Saxby“ typischen Verschlüsse der Weichenzungen besichtigen.

Blick auf den westlichen Teil des Bf. Raeren und die dortige Gleisbaustelle aus der Perspektive des Bahnübergangs am Stellwerk „Cab 2“.

Am ehemaligen Bahnhofsgebäude von Roetgen ergab sich ein Schnappschuss mit dem RegioLiner-Bus mit der ASEAG-Nr. 506, der auf der Schnellbuslinie 66 von Aachen nach Monschau im Einsatz war.

Im Licht der Abendsonne wurde bei Kornelimünster ferner ein Blick auf die weitgehend zugewachsene Falkenbachbrücke im Bild festgehalten.

 

04. Juni 2022

Beseitigung von Hochwasserschäden an der Eifelstrecke Köln – Euskirchen – Gerolstein – Trier
Nach aktuellen Stand stellt sich die Beseitigung der Hochwasserschäden an der Eifelstrecke Köln – Trier aktuell wie f0lgt dar:
Köln – Mechernich: in Betrieb mit regulärem Fahrplan (Köln – Euskirchen seit 07. September 2021, Euskirchen – Mechernich seit 23. April 2022)
Mechernich – Kall: ab Sonntag 12. Juni 2022
Kall – Nettersheim: vsl. Sommer 2023
Nettersheim – Blankenheim: vsl. ab Sontag 11. Dezember 2022
Blankenheim – Gerolstein: vsl. ab Donnerstag 01. September 2022
Kyllburg – Gerolstein: vsl. ab Freitag 01. Juli 2022
Bitburg-Erdorf – Kyllburg: innerhalb des Monat Juni 2022
Trier – Bitburg-Erdorf: Betrieb mit eingeschränktem Fahrplan (Stundentakt) ab 28. Mai 2022

 

03. Juni 2022

Auch auf dem Stolberger Hauptbahnhof sind die Auswirkungen des „9-Euro-Tickets“ deutlich zu bemerken: Wie die Bahnsteiguhr erkennen lässt, verkehrten am 03. Juni 2022 viele Züge der Linien RE 1 und RE 9 mit großen Verspätungen (oben und unten). Einzig die Triebwagen der Linie RB 20 („Euregiobahn“) halten den Fahrplan tapfer ein.

Die Durchfahrt der „alphatrain“-Lok 185 606 war am Abend des 03. Juni 2022 trotz der schon ungünstigen Lichtverhältnisse ein Foto wert. 

 

02. Juni 2022

Indebrücke in Eschweiler-Röhe beseitigt
Die EVS hat am 02. Juni 2022 im Rahmen der Beseitigung von Hochwasserschäden auf dem  Streckenabschnitt von Stolberg Hbf nach Eschweiler Talbahnhof die Indebrücke in Eschweiler-Röhe beseitigt. Ein Bericht hierzu wurde bei „Drehscheibe-online“ veröffentlicht.

Beseitigung von Hochwasserschäden im NVR-Gebiet
Der Zweckverband Nahverkehr im Rheinland (NVR) hat auf seiner Verbandssitzung vom 03. Juni 2022 eine Vorlage veröffentlicht, auf der der aktuelle Planungsstand zur Beseitigung von Hochwasserschäden dargestellt wird.  Dort sind u.a. auch Aussagen zu den Strecken der EVS enthalten.

Vier wichtige Bahnübergänge in Stolberg gleichzeitig gesperrt
In der Zeit vom 07. bis 10. Juni 2022 will die EVS im Stadtgebiet von Stolberg vier Bahnübergänge gleichzeitig (!) für den Straßenverkehr sperren, um dort Hochwasserschäden zu beseitigen. Betroffen sind die vier Bahnübergänge Münsterbachstraße, Nikolausstraße, Mühlener Ring (Europastraße) und Aachener Straße. In der Stadtmitte von Stolberg stehen damit nur die Bahnübergänge Eisenbahnstraße und Hermann-Ritter-Straße sowie die Überführung Schellerweg und der Tunnel der Europastraße zur Verfügung. Ansonsten ist die Stolberger Talachse für den Straßenverkehr blockiert. Die Auswirkungen auf den Straßenverkehr dürften erheblich sein. Insbesondere in den Stadtteilen Atsch und Mühle ist mit großen Verkehrsproblemen zu rechnen. Auch die Erreichbarkeit des Stolberger Hauptbahnhofs ist stark eingeschränkt.

 

Stolberg Hbf am Abend des 02. Juni 2022 gegen 17:30 Uhr: Durchfahrt der LINEAS-Lok  186 452 mit einem Güterzug in Richtung Aachen-West.

Pokern für Trainspotter: Wird es für ein gutes Foto von einer interessanten Zugbegegnung reichen?
Bei der Einfahrt der leicht verspätet aus Richtung Alsdorf kommenden RB 20 passte es nicht ganz richtig zusammen (oben), aber zumindest beim Nachschuss konnte der aus Brüssel nach Frankfurt/M.  eilende ICE mit einer am Gleis 43 auf Ausfahrt wartenden RB 20  in Szene gesetzt werden (unten).

 

01. Juni 2022

261 105 im Streiflicht der tiefstehenden Morgensonne auf Gleis 26 des Stolberger Hauptbahnhofs.

Wer gegen 6 Uhr zum Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs unterwegs ist, kann starke Eindrücke mitnehmen. Hier fährt ein RE 1 im Licht der noch tiefstehenden Morgensonne auf Gleis 1 ein.

Auf dem Kölner Hauptbahnhof sorgte die Morgensonne gegen 6:50 Uhr für eine gute Ausleuchtung eines aus Köln Bbf einfahrenden FLIXTRAIN.

DB Cargo leitete am 01. Juni 2022 gegen 6:50 Uhr 265 011 mit einer Fuhre Braunkohlenstaub durch den Kölner Hauptbahnhof.

Aus dem vorbeifahrenden Zug heraus wurde trotz ungünstiger Lichtverhältnisse beim Bf. Köln-West die wegen ihrer Werbung für den Wiener „City Airport Train“ auffällige Taurus-Lok an der Spitze des ÖBB-Nightjet von Wien nach Brüssel fotografiert.

Am 01. Juni 2022 startete das zweifelhafte Angebot des „9-Euro-Ticket“. Wie zu erwarten, kollabierte der Regionalverkehr auf den Schienen im Rheinland. Auf der Strecke Köln – Bonn -Koblenz fuhren am Nachmittag des 01. Juni 2022 die meisten Regionalzüge mit Verspätungen von 20 bis 40 Minuten und völlig überfüllt. Zusätzlich waren auch die Fahrgastinformationen im Internet und auf den Zuganzeigern am Bahnsteig unzuverlässig und mangelhaft, aus den hier beim Halt der RB 26 angezeigten 10 Minuten für den nachfolgenden RE 5 wurden unmittelbar nach der Abfahrt der RB 26 bspw. plötzlich 25 Minuten (!).
Tapfere Berufspendler, die der Bahn bisher noch die Treue gehalten haben, werden in den kommenden drei  Monaten wohl nach Alternativen (bspw. den durch den „Tankrabatt“ wieder attraktiveren PKW?) suchen. Und wer erstmals mit dem 9-Euro-Ticket den öffentlichen Nahverkehr kennenlernt, wird sich mit Grausen und frustriert bald wieder abwenden…..

Nachschuss auf einen gegen 19:05 Uhr von Stolberg Hbf in Richtung Köln ausfahrenden RE 1 mit den RRX-Triebwagen 462 083 und 462 029 (oben). Im Triebwagenverband spiegelt sich schon ein entgegenkommender Güterzug, der mit 152 073 und einer weiteren unerkannt gebliebenen Traxx-Lok bespannt war (unten).

 

3 Gedanken zu „Fototagebuch 6/2022“

  1. Hallo Herr Keller,

    es gibt in der ‚Region‘ eine weitere, noch in (sporadischem) Betrieb befindliche genietete Stahlbrücke: Fährt man mit dem Auto in Richtung Lüttich und verlässt in Herstal die Autobahn, so entdeckt man schnell die Île Monsin, wo sich u.a. der Hafen befindet. Dort vorbei führt eine eingleisige Stichstrecke und auf dem Weg von Bressoux in Richtung Norden überquert diese eine Verbindung zwischen dem Albertkanal und der Maas – und diese Überquerung ist eine durchaus imposante Brücke, komplett genietet. Sie wurde vor etwa vier Jahren renoviert, hat dabei jedoch nichts von ihrem Charme verloren! Einfach mal beispielsweise bei Flickr.com den Begriff „Monsin“ suchen – ein Fest für die Augen :-)

    Viele Grüße

    1. Hallo Torsten,

      vielen Dank für Deinen interessanten Hinweis. Bei Gelegenheit werde ich dort gerne einmal vorbeischauen.

      (Ehemalige, aber ohne Bahnbetrieb „brachliegende“ Eisenbahnbrücken in genieteter Stahlbauweise gibt es u.a. auch noch in Kirchberg bei Jülich (Rurbrücken auf der Ostseite des Bahnhofs) und in Eschweiler-Weisweiler (ehem. Anschluss des Elektrowerks bzw. der Brikettfabrik).)

      Viele Grüße aus Stolberg
      Roland Keller

  2. Hallo Roland
    Eine Anmerkung zu den Nightjet. Es gibt 2 getrennt voneinander fahrende Umläufe nach Amsterdam. Zum einen den NJ 420 (Retour NJ421), an dem an mehreren Tagen in der Woche auch die Kurswagen nach Brüssel hängen. Bei dem fährt der ÖBB Taurus den Park bis Köln-West und wird dort gegen einen Vectron für den restlichen Laufweg bis Amsterdam ersetzt. An Tagen, an denen die Kurswagen nach Brüssel dabei sind, fährt der Taurus diese Wagen dann noch weiter bis Aachen und wird dann über den Tag dort in der Abstellung geparkt. An den Tagen, wenn die Kurswagen nach Brüssel nicht verkehren wird der Taurus dagegen in Köln Bbf abgestellt.
    Der andere ist der NJ402 von Zürich nach Amsterdam (Retour NJ401). Dieser wird zwischen Basel SBB und Frankfurt (Main) Hbf von einer 101 gezogen. Im Zuge des Richtungswechsel in Frankfurt erfolgt dann auch bereits der Wechsel zu einer Lok des Typ Vectron, der dann bis Amsterdam am Zug bleibt und Tagsüber im Bereich des (zur Wiederinbetriebnahme vorgesehene) BW1 abgestellt ist.

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