Frühschoppen für Eisenbahnfreunde

Der „Frühschoppen“ findet grundsätzlich an jedem dritten Sonntag eines Monats im Foyer des Servicepunktes im Stolberger Hauptbahnhof in der Zeit von 10:30 Uhr bis ~ 12:30 Uhr statt oder auch länger… ;-).
Er ist offen für alle, die sich für die Eisenbahn in Stolberg und Umgebung interessieren – auch Kunden des Servicepunktes oder Reisende können selbstverständlich jederzeit gerne vorbeischauen!

vorgesehene Termine in 2017:
20. August, 17. September,  22. Oktober*, 19. November, 17. Dezember
*) = abweichender Termin, ausnahmsweise nicht am dritten Sonntag im Monat
() = Termine in Klammern noch unter Vorbehalt

vorgesehene Aktivitäten:
– Kontakt zu Gleichgesinnten, Austausch von Informationen und Erlebnissen
– Vorführung von selbst gefertigten Fotos oder Filmen aus dem Teilnehmerkreis,
oft mit regionalem Bezug zu Stolberg und Umgebung
– kleine Vorträge zur Stolberger Eisenbahngeschichte

Organisator:
Roland Keller
Tel.: 0157 52261003
E-Mail: mail „ät“ eisenbahn-stolberg.de

 

Thema des nächsten Frühschoppens am  20. August 2017:


Stefan Danners zeigt den zweiten Teil seines Berichtes über seine Bahnreisen durch Österreich. Neben diversen Fotos führt er auch die beiden von ihm produzierten, rd. 20 Minuten langen Filme „Mit dem Regionalzug 5517 und der 1020.004 an der Spitze von Bludenz nach St.Anton am Arlberg“ vom 6. September 1991 und „Mit dem Schienenbus der Erzbergbahn von Eisenerz nach Vordernberg“ vom 8.August 1993 vor.

 


Ausblick auf die weiteren Frühschoppen-Termine:

In der zweiten Hälfte des Jahres 2017 sollen im Rahmen des Frühschoppens u.a. noch  regionale Jubiläen oder „Gedenktage“ aufgegriffen werden: 1887 die Eröffnung der Strecke Eupen – Raeren, 1892 die Eröffnung des Lückenschlusses von Morsbach nach Kohlscheid (Kämpchen) und 1992 die Stillegung der Kokerei in Alsdorf und der Grube „Emil Mayrisch“ in Siersdorf, der letzten Betriebe des Eschweiler Bergwerks-Vereins, die gleichzeitig auch das Ende des Dampflokeinsatzes im Deutschen Steinkohlebergbau markieren. Als Gemeinschaftswerk soll ferner die erste Regionalisierung einer Bahnstrecke in NRW, d.h. der Wechsel von der Deutschen Bundesbahn zur Dürener Kreisbahn auf den  Strecken Düren – Jülich und Düren – Heimbach anno 1993 im Frühschoppen thematisiert werden. Selbstverständlich ist im Teilnehmerkreis stets auch der aktuelle Bahnbetrieb im Gespräch.

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Daneben sind diese Themen „im Gespräch“ / in Vorbereitung:

Geschichte des Bf. Stolberg – Mühle

Geschichte des Bf. Stolberg – Hammer (heute Stolberg-Altstadt)

Gleisanschlüsse und Werksloks in Stolberg – gestern und heute

kreuz und quer durch den Würselener Stadtwald und den Propsteier Wald – Aufklärung der verworrenen Streckenverhältnisse und heute noch sichtbaren Relikte

die Geschichte des Bahnbetriebswerks Stolberg und seiner Vorläufer

Stellwerke in Stolberg

die Bahnmeisterei Stolberg Ende der 60er Jahre – Einblicke in eine Dienststelle und ihre vielfältigen Aufgaben

virtuelle Reisen über die von Stolberg ausgehenden Nebenbahnen (Fotos aus den 1980er Jahren bis heute)

Erinnerungen an die Vennbahn

Auf Meterspur durch Stolberg – die Strecken der Aachener Kleinbahngesellschaft und der Aachener Straßenbahn

Auf Schienenwegen durch das Aachener Bergbaurevier

Eisenbahn und Steinkohlebergbau im niederländischen Südlimburg

Die besten Fotostellen in der Region – Fotografen zeigen ihre Favoriten

 

Filme:

Bereisung der Strecke Stolberg Hbf – Walheim – Bundesgrenze mit dem Gleismesszug
– ein Film aus der Sammlung von Udo Bellingradt

Bau des neuen Buschtunnels / der zweiten Röhre des Buschtunnels in Aachen-Ronheide
– ein Film von Elmar Scheurer

Signalmontage mit dem Helikopter auf dem Stolberger Hauptbahnhof
– ein Film von Elmar Scheurer

DB-Filme
aus dem Fundus von Karl Meurer

Ideen, Anregungen oder Themenangebote sind stets willkommen!

 

Rückschau auf Themenschwerpunkte zurückliegender Frühschoppen:
15. März 2015: Die Geschichte des Stolberger Hauptbahnhofs (Teil 1)
19. April 2015: „Abschied vom Dampflokbetrieb im Aachener Bergbaurevier“
(ein Film von Stefan Danners)
17. Mai 2015: Die Geschichte des Stolberger Hauptbahnhofs (Teil 2)
21. Juni 2015: Zeitreise – die Nebenstrecke von Kall nach Hellenthal
19. Juli 2015: (-)
16. August 2015: Eisenbahnfotos aus den Sammlungen Udo Bellingradt, Franz-Rudolf Völl und Roland Keller
27. September 2015: Schrankenwärterposten in Stolberg – eisenbahngeschichtlicher
Rückblick
18. Oktober 2015: „Mit der 1020.026 bei Sonne, Schnee und Minusgraden quer durch
Kärnten“  (ein fotografischer Reisebericht und ein Film von Stefan
Danners)
15. November 2015: „Akkutriebwagen“ – mit Filmen und Fotos von Stefan Danners, Klaus Wölfle und Roland Keller
20. Dezember 2015: Ausfall
17. Januar 2016: Exkursion zu den verschiedenen Bahntrassen der Strecken Stolberg – Alsdorf und Würselen – Stolberg nordwestlich des Stolberger Hauptbahnhofs
21. Februar 2016: Exkursion zu den Relikten der Strecke Stolberg Hbf – Münsterbusch
3. April 2016: Rückblick auf das Dampflokabschiedsfest der Bundesbahndirektion Köln, das am 3. und 4. April 1976 im Bahnbetriebswerk Stolberg veranstaltet wurde.
24. April 2016: „Züge zur Zinkhütte“ – ein Rückblick auf die Zinkhütten in Münsterbusch und auf dem Donnerberg und ihre Anschlussbahnen.
19. Juni 2016: „Lückenschluss“ – der wiedereröffnete Streckenabschnitt von Stolberg Hbf nach Eschweiler-St. Jöris und sein Erscheinungsbild heute und zur Bundesbahnzeit.
17. Juli 2016: „15 Jahre Euregiobahn“- alltäglich und doch einmalig.
21. August 2016: „60 Jahre V 60“
18. September 2016: „175 Jahre Eisenbahn in Stolberg“ – ein eisenbahnhistorischer Rückblick
16. Oktober 2016: Zwei von Stefan Danners produzierte Filme von Führerstands-Mitfahrten auf der ÖBB-Lok 1018.008 von St. Valentin nach Klein-Reifling und von Linz nach Passau.
27. November 2016: Jahresrückblick auf persönliche Eisenbahnerlebnisse und Fototouren im Laufe des Jahres 2016.
18. Dezember 2016: „Alle reden vom Wetter… – der regionale Bahnbetrieb im Winter“.
15. Januar 2017: Erörterung des Konzeptes für den Frühschoppen im Jahr 2017 und Fortsetzung des Themas „Alle reden vom Wetter… – der regionale Bahnbetrieb im Winter“.
19. Februar 2017: Vorführung eines Unfallverhütungs-Lehrfilms aus den 60er Jahren über Gefahren, die im Winter an den Arbeitsplätzen der Eisenbahner lauerten und einer Fotoserie über eine Winterfahrt in die Eifel anno 1982.
19. März 2017: „durch den Gemmenicher Tunnel…“ – Rückblick auf die Entstehung und die Entwicklung der Bahnstrecken Welkenraedt – Bleyberg – Gemmenich – Aachen-Templerbend und Aachen-West – Montzen.
23. April 2017: Unter dem Thema „Auf Meterspur durch Stolberg“ wurde an die Eröffnung der Straßenbahnlinie von Eilendorf über Atsch-Dreieck nach Eschweiler-Pumpe am 11. September 1897 erinnert.
21. Mai 2017: Zum Thema „Aktuelles rund um die Bahn“ wurden  aktuelle Planungen und Entwicklungen zur Eisenbahn in der Region betrachtet und von den Aktivitäten verschiedener Eisenbahnfreunde berichtet.
18. Juni 2017: Stefan Danners präsentierte den ersten Teil einer Bahnreise durch Österreich und widmete sich dabei ausführlich Niederösterreich und der Steiermark.  Die Fortsetzung der Bahnreise durch Österreich folgt vsl. am 20. August 2017.
16. Juli 2017: Die Bahn geht – das Ende des Bahnbetriebes auf der Strecke nach Münsterbusch mit den letzten Fahrten, dem Stilllegungsverfahren und dem Abbauzug. Mitglieder des niederländischen Modellbahnklubs „MSC Spijkspoor“ stellten ihr Projekt „Stolbergbahn“ vor, bei dem eine Spur 0-Anlage mit Motiven der Strecke nach Münsterbusch entsteht.
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Rückblick auf den Frühschoppen vom 15. November 2015:

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Am 15. November 2015 trafen sich Eisenbahnfreunde aus Stolberg und Umgebung zum achten Mal zum Frühschoppen im Servicepunkt im Stolberger Hauptbahnhof. Mit zeitweise 23 Besuchern fand das Thema „Akkutriebwagen“ reges Interesse. Filme von Stefan Danners und Klaus Wölfle vermittelten einen authentischen Eindruck von Reisen mit dem Akkutriebwagen auf den Strecken Kaarst – Neuss – Düsseldorf und Düren – Bedburg sowie von den Einsätzen zwischen Jülich und Düren. Mit vielen Fotos wurde zusätzlich der Einsatz der Akkutriebwagen in der Region Aachen und im Raum Düsseldorf/Neuss dargestellt. Von den Anwesenden wurden außerdem viele eigene Erinnerungen und Anekdoten beigesteuert.
Zusätzlich präsentierte Herr Dickmann ein funktionsfähiges, mit Druckluft angetriebenes Modell des Fahrwerks einer preußischen Dampflok des Typs G 12.1 (BR 58.0), das sein einst beim Bahnbetriebswerk Duisburg-Hamborn beschäftigter Vater zwischen 1920 und 1923 gebaut hat.

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Das wahrhafte Meisterstück im Detail…. (oben und unten).
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Rückblick auf den Frühschoppen-Ersatz vom 17. Januar 2016:

Mangels Öffnung des Servicepunktes im Stolberger Hauptbahnhof fand als Ersatz eine kleine eisenbahnhistorische Exkursion zu den Bahnverbindungen von Würselen und Alsdorf nach Stolberg statt.  In dem Gebiet zwischen dem Gut Steinbachshochwald und dem Forsthaus Weiden, in dem sich der Würselener Stadtwald, der Broichweidener Wald, der Propsteierwald und der Reichswald überlappen, wurden seit 1870 verschiedene Bahntrassen geschaffen, auf denen das Wurmrevier mit dem  Industriegebiet im Raum Eschweiler-Stolberg verbunden wurde.

Bahnen_im_Propsteierwald_alleTrassen_Gesamtschau_x1F3_FSkizze der Bahntrassen nördlich des Stolberger Hauptbahnhofs anhand eines Kartenbildes aus den frühen 1950er Jahren.

An der Trasse der Aachener Industriebahn beginnend wurden Abschnitte der  verschiedenen Bahntrassen begangen und auch die Trasse der Pferdebahn für den Kohlentransport der Grube Maria von Hoengen über Merzbrück in Richtung Eschweiler  und Stolberg einbezogen. Bei dieser eisenbahnhistorischen Exkursion wurde den im Zuge der Verstaatlichung der privaten Bahngesellschaften, durch den Bau des Autobahnkreuzes Aachen, durch Rationalisierungsmaßnahmen der Deutschen Bundesbahn und im Zuge der Reaktivierung der „Ringbahnstrecke“ durch die EVS entstandenen diversen Veränderungen an diesen Bahnstrecken und den heute noch sichtbaren Relikten nachgespürt.

2016_01_17_Stolberg_bei_Bue_Hochwaldweg_Kilometerstein_0Komma_2_n_Wuerselen_x3_FNahe der von etwa 1930 bis 1960 existierenden Abzweigstelle Quinx konnte dieser Kilometerstein der Strecke von Stolberg nach Würselen aufgespürt werden (oben). An der um 1960 errichteten und heute noch vorhandenen Abzweigstelle Quinx wurde das Gleis der Strecke Stolberg – Würselen im Zuge der Streckensanierung 2015 abgeklemmt (unten).
2016_01_17_Stolberg_ehem_Abzwg_Quinx_x4_F
2016_01_17_Stolberg_bei_Forsthaus_Weiden_Bachdurchlass_ehem_Trasse_Stolberg_Alsdorf_x5_FAn der Trasse der von der Rheinischen Eisenbahn erbauten Strecke Stolberg – Alsdorf wurden zwei Bachdurchlässe aus der Entstehungszeit im Jahre 1870 aufgesucht (oben und unten).
2016_01_17_Stolberg_bei_Forsthaus_Weiden_Bachdurchlass_ehem_Trasse_Stolberg_Alsdorf_x6_F

 

Rückblick auf den Frühschoppen-Ersatz vom 21. Februar 2016:

Als Ersatz für den zum 21. Februar 2016 eingeplanten „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“, fand eine eisenbahnhistorische Exkursion zu der ehemaligen Güterzugstrecke Stolberg Hbf – Münsterbusch an.
Diese rd. 3,5 km lange Strecke diente von 1887 bis 1980 stets ausschließlich dem Güterverkehr. Wegen des Höhenunterschiedes zwischen Stolberg Hbf und dem Güterbahnhof Münsterbusch gab es auf dieser Strecke sogar eine Spitzkehre. Der Hauptkunde der Bahnstrecke war die bereits 1838 eröffnete „Heinrichshütte“, eine Zinkhütte mit Nebenbetrieben wie einem Walzwerk, einer Säurefabrik und einer Fabrik für Zinkstaub für die Farbindustrie (Fa. „Zincoli“). Außerdem gab es auf freier Strecke den Gleisanschluss der Firma „Aktienspinnerei Aachen “ (ASA). Im Rahmen der Exkursion wurde die einstige Bahntrasse abgegangen, Gleisresten und anderen Relikten nachgespürt und ein Teil der Werksbahnanlagen im Bereich der früheren Fa. „Zincoli“ aufgesucht.

2016_02_21_Stolberg_Kohlbusch_bei_ehem_WA_ASA_Gleisrest_x1_FUnterwegs gab es nahe des ehemaligen Gleisanschlusses der Firma „Aktienspinnerei Aachen“ (ASA) u.a. einen kurzen Gleisrest zu sehen, der seine Fortexistenz wohl seiner Lage im Bereich eines Bahnüberganges zu verdanken hat (oben). Rund 200 m südlich des Bahnübergangs Eisenbahnstraße befand sich bis Ende der 1950er Jahre ein Bahnübergang für den Verbindungsweg von der Hamm zum damaligen Haupteingang der Vereinigten Glaswerke im Bereich Schneidmühle (unten). An dieser Stelle befand sich außerdem bis Anfang der 60er Jahre das Hauptsignal für die Sicherung der Abzweigstelle am Schnorrenfeld.
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(Siehe ergänzend hierzu auch das Fototagebuch vom 24.1.2016)

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 3. April 2016:

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Mit rd. 80.000 Besuchern kann das Dampflokabschiedsfest, das die Bundesbahndirektion Köln im Bahnbetriebswerk Stolberg veranstaltete, mit zu den größten Veranstaltungen in der Stolberger Stadtgeschichte gezählt werden. Mit über 20 Dampfloks und einer Vielzahl von Sonderfahrten wurde zwei Tage lang der Abschied von der Dampflok zelebriert und „Eisenbahn zum Anfassen“ geboten. Am 3. April 2016 wurde „Tag-genau“ mit Fotos und Dokumenten an diese spektakuläre Veranstaltung und die dabei erfolgten Sonderfahrten erinnert und von den Erlebnissen und Eindrücken der Besucher berichtet. Alle seinerzeit beteiligten Dampflokomotiven wurden noch einmal im Bild gezeigt. Dies waren: 01 008, 18 505, 23 105, 24 083, 042 308, 044 216, 044 508, 45 010, 050 164, 050 622, 050 651, 050 761, 051 462, 053 031, 053 075, 55 3345, 66 002, 89 7159, 97 502, 98 727, Cöln 7270 (pr. T 9.1 / 90 009), Carl-Alexander Nr. 3 (pfälz. T 5 / 94 002), Carl-Alexander Nr. 4 (56 3007), BLE 146, „Walsum 5“ und „St Gobain“.
Bei diesem ersten Frühschoppen im Jahre 2016 trafen sich insgesamt 24 Teilnehmer.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 24. April 2016:

Der von 20 Gästen besuchte Frühschoppen stand unter dem Thema „Züge zur Zinkhütte“. Neben einer Rückschau auf den Bahnbetrieb zur „Heinrichshütte“, der um 1830 eröffneten Zinkhütte in Münsterbusch, wurde auch kurz die Anschlussbahn zur Zinkhütte auf dem Birkengang („Friedrich-Wilhelm-Hütte“) beleuchtet, zu der bislang noch kaum eisenbahnhistorisches Material gesichtet wurde.

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Arno Mörkens bereicherte die Veranstaltung mit einem Spur 1 -Modell einer Tenderlok der BR 94.5 (pr. T 16.1), die das Bild des Güterzugverkehrs zwischen Stolberg Hbf und Münsterbusch jahrzehntelang geprägt hat. Auf einem kurzen Gleisstück konnte er mit seiner Lok und ihren authentischen Fahrgeräusche die Atmosphäre des Bahnbetriebes nach Münsterbusch ein Stück weit aufleben lassen. Neben dem Bahnbetrieb wurde außerdem bei einem Blick über den Tellerrand mit einigen Fotos gezeigt, wie es in der Zinkhütte Münsterbusch zuging und wie sie und ihre Schlackehalden das Bild der Stadt Stolberg beeinflusst hatten.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 19. Juni 2016:

Anlässlich der Wiedereröffnung des Schienenpersonenverkehrs zwischen Stolberg Hbf und Eschweiler-St. Jöris wurden die Aktivitäten zur Sanierung dieses Streckenabschnittes bis hin zur offiziellen Inbetriebnahme mit einer Vielzahl von Fotos beleuchtet. Ergänzend gab es einen fotografischen Rückblick auf den Streckenabschnitt zur Bundesbahnzeit.
Zum Abschluss gab es eine kleine Reportage von der Abschiedsfahrt am 28. Dezember 1984, als die Deutsche Bundesbahn ihren Schienenpersonenverkehr zwischen Stolberg Hbf und Herzogenrath einstellte.

2015_06_04_bei_Stolberg_Lehmsiefen_im_Hg_BR111_DSC_0018_x1F1_FDas aufwendigste Bauwerk auf dem Streckenabschnitt ist das Trogbauwerk bei der Unterführung unter die Hauptstrecke Köln-Aachen westlich des Stolberger Hauptbahnhofs. Im Vorgriff auf die geplante Elektrifizierung wurde das Gleisbett hier um rd. 1,50 m tiefer gelegt. Das Foto zeigt den Stand der Bauarbeiten am 4. Juni 2015.

1979_02_27_StolbergHbf_Unterfuehrung_Hrathbahn_515673_aufBruecke_Ausschnitt_x1F4_FAm 27. Februar 1979 war an gleicher Stelle noch eine Blechträgerbrücke mit gemauerten Widerlagern, die wahrscheinlich aus der Bauzeit der Aachener Industriebahn-Strecke (1875) stammte. Oben schnurrte 515 673 von Aachen Hbf kommend dem Stolberger Hauptbahnhof entgegen.

1981_Stolberg_Lehmsiefen_Ueberflutung_IMG_3984_Foto_Slg_Bellingradt_FÜberflutungen der Gleise im Bereich Lehmsiefen waren für die Bahnmeisterei Stolberg wiederkehrende Ereignisse, die meist jedoch keine Unterbrechung des Zugverkehrs erforderten. Diese Stelle wurde dann sowohl von Schienenbussen als auch von langen Kohlezügen mit Vorsichtsbefehl und Langsamfahrt bewältigt.  Das Bild zeigt eine solche Situation im Jahre 1981.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 17. Juli 2016:

2001_06_09_StolbergHbf_644526u944026u644026_alsSonderzugzumKennenlernen_x2F4_F644 026 auf „Schnupperfahrt“ beim Fest anläßlich der Eröffnung des Euregiobahn-Betriebes am 9. Juni 2001 vor dem Stolberger Hauptbahnhof.

Zum Thema „15 Jahre Euregiobahn“ zeigte Gerd Mohr den zeitweise bis zu 23 Teilnehmern mehrere Videoausschnitte von „Ferrarimedia“ aus dem Jahr 2006 von Führerstandsmitfahrten auf den Euregiobahnstrecken rund um Stolberg. Anhand von rd. 70 Fotos wurden die Stationen der Netzentwicklung nachvollzogen und die Zukunftsabsichten beleuchtet und erörtert.

2008_07_19_Heerlen_BR643_NS_ET_x1F2_FBegegnung von „Euregiobahn“-Triebwagen mit Elektrotriebwagen der Firma „Veolia“ (der vorher von den Nederlandse Spoorwegen eingesetzt wurde) am 19. Juli 2008 auf dem Bf. Heerlen.

EVS_Karte_Alsdorf_Baesweiler_FAusbaupläne der Euregiobahn…   (oben und unten)
EVS_Karte_Aachen_Wuerselen_F

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 21. August 2016:

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Anhand von vielen Fotos aus den Sammlungen mehrerer Eisenbahnfreunde wurde nach einer kurzen Schilderung ihrer Entstehungsgeschichte den Einsätzen der Dieselrangierloks der BR V 60 in der Region Aachen nachgespürt. Die rd. 160 gezeigten Fotos deckten die 56 Einsatzjahre von 1960 bis 2016 ab.

1974_04_02_StolbergHbf_Blick_aus_Stw_Sl_auf_260588_x1F4_FEine typische Rangierszene mit 260 588 am Ablaufberg des Rangierbezirks IV, wie sie für den Weichenwärter auf dem Stellwerk Sl des Stolberger Hauptbahnhofs ein alltäglicher Anblick war (aufgenommen am 2. April 1974).

1984_02_20_Aachen_Hbf_260590_1861_x11F5_FAuf dem Aachener Hauptbahnhof kann man die V 60 im Jahre 2016 immer noch antreffen. Das Foto der 260 590 entstand allerdings bereits am 20. Februar 1984.

2016_08_21_Fruehschoppen_x1_FArno Mörkens hatte ein Spur I-Modell der V 60 107 mitgebracht, das mit seinem digital erzeugten Motorsound zwischen den Themenblöcken des Vortrages für eine authentische Klangkulisse sorgte (oben und unten).
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Rückblick auf den Frühschoppen vom 18. September 2016:

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Weil die Eisenbahn 1841 in Stolberg eine neue Zeit eingeläutet hatte, wurde der Frühschoppen vom 18. September 2016 stilecht mit der Glocke eines Dampflok-Läutewerks „eingeläutet“. Fast genau an dem Ort, an dem die Rheinische Eisenbahn vor 175 Jahren Stolbergs ersten Bahnhof errichtet hatte, fanden sich rd. 30 Besucher ein, die mit einer Bildrevue der wechselvollen Stolberger Eisenbahngeschichte nachspürten. Aus dem Kreis der Besucher wurden viele historische Details beigesteuert und erörtert und manches neue Detail der Eisenbahnhistorie ins Bewusstsein gerückt.

2016_09_18_fruehschoppen_1890_bf_stolberg_muehle_x3_fAuf das heutige Stadtgebiet bezogen sind in Stolberg im Laufe der Zeit insgesamt sieben (!) Bahnhöfe und 5 Haltepunkte entstanden. Zu den wichtigeren gehörten die an der Talbahnstrecke gelegenen Bahnhöfe Stolberg-Mühle (oben) und Stolberg-Hammer (unten).
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2016_09_18_fruehschoppen_lokmodelle_von_arno_moerkens_x5_fArno Mörkens präsentierte Modelle von Dampflokomotiven der preußischen Staatsbahn in den Farben aus „Kaisers Zeiten“ . Da die Fotos aus dieser Zeit meist schwarz-weiß sind, bot er damit u.a. Gelegenheit, sich ein „farbiges“ Bild vom einstigen Fahrbetrieb zu machen. Als besonderes Highlight hatte er zusätzlich Modelle von Waggons des Sonderzuges von Kaiser Wilhelm II. mitgebracht.

2016_09_18_fruehschoppen_1976_dampflokabschiedsfest_x4_fZeitgeschichte wurde in Stolberg auch mit dem Dampflokabschiedsfest der Bundesbahndirektion Köln geschrieben, das im Bahnbetriebswerk Stolberg veranstaltet wurde und 1976 über 80.000 Besucher anzog.

Dieser Frühschoppen war übrigens auch Gegenstand eines Berichtes der Stolberger Lokalzeitungen in ihren Ausgaben vom 22. September 2016.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 16. Oktober 2016:

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Im Mittelpunkt standen zwei von Stefan Danners selbst produzierte, insgesamt rd. 35 Minuten lange Filme, die Ende Juli 1990 bei Mitfahrten auf dem Führerstand der ÖBB-Elektrolok  1018.008 entstanden sind. Zuerst wurde die Mitfahrt auf einem Regionalzug auf der eingleisigen Nebenstrecke von St.Valentin an der Westbahn entlang des Ennstales nach Kleinreifling gezeigt. Anschließend wurde die einen Tag später erlebte Mitfahrt von Linz entlang der Donau nach Passau vorgeführt.
Zur Einführung zeigte Stefan Danners außerdem zahlreiche von ihm neben den Dreharbeiten zum Film aufgenommene Fotos aus dieser Zeit.
Und da man schon einmal in Österreich war, steuerte Arno Mörkens aus seiner Sammlung noch eine 1989 aufgenommene Fotoserie aus Zell am See bei, die sowohl den Betrieb auf der Hauptstrecke von Seefeld nach Schwarzach-St. Veit als auch den Zugbetrieb auf der Schmalspurbahn von Zell am See nach Krimml zeigte.

2016_10_16_stolberg_hbf_servicepunkt_stefan_danners_fruehschoppen_x3_fStefan Danners (Foto) und Arno Mörkens hatten zusätzlich H0-Modellbahnfahrzeuge nach Vorbildern der Österreichischen Bundesbahn (u.a. der E-Loks der ÖBB-Reihe 1018 und 1042) sowie der Reichsbahn-BR E 18 und E 94 mitgebracht, die die im Film gezeigten Fahrzeuge anschaulich und plastisch wiedergaben.

Auch dieser Frühschoppen war Gegenstand eines Berichtes der Stolberger Lokalzeitungen in ihren online-Ausgaben vom 19. Oktober bzw. in den Print-Ausgaben vom 20. Oktober 2016: http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/stolberg/stefan-danners-zeigt-film-ueber-eisenbahngeschichte-1.1473197

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 27. November 2016:

Unter dem Thema „Eisenbahnerlebnisse und Fototouren im Jahre 2016“ gab der Eisenbahnfreund Peter Otten einen Einblick in seine Hobbyaktivitäten und berichtete von Touren an die Nebenstrecken im Westerwald, in das Rheintal, an die Angertalbahn und an die Güterverkehrsroute bei Lintorf. Er hatte die dort überall anzutreffende bunte Vielfalt des Eisenbahnverkehrs an attraktiven Standorten in gestochen scharfen Fotos abgebildet und spannte den Bogen der Loks und Triebwagen vom historischen Schienenbus über russische Großdieselloks aus dem Erbe der Deutschen Reichsbahn (DDR) bis hin zu den modernsten Loks von Siemens und Bombardier.

2016_04_21_bei_unkel_189039_u_189xxx_erzzug_foto_peter_otten_fAn der rechten Rheinstrecke fotografierte Peter Otten bei Heister am 21. April 2016 189 038 und eine unerkannt gebliebene Schwesterlok vor einem mit automatischen Kupplungen ausgerüsteten südwärts fahrenden Erzzug (oben). Bei Lintorf erwischte Peter Otten am 23. August 2016 die mit einem sog. „Last Mile Dieselmodul“ ausgerüstete Bombardier-Lok 187 013, die im Dienst für die Firma Captrain unterwegs war (unten).
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Arno Mörkens befasste sich anschließend mit dem Gleisanschlusses der Papierfabrik in Düren-Neumühl an der eingleisigen Nebenstrecke Düren – Heimbach und dessen Bedienung durch die Rurtalbahn.

Zusätzlich hatte Arno Mörkens noch das faszinierende Spur I – Modell einer Schnellzugdampflok der bayerischen Gattung S 3/6 mitgebracht, die bekanntlich den Ruf der schönsten deutschen Dampflokkonstruktion besitzt.

Im Kontrast zu den aktuellen Aktivitäten in Sachen Eisenbahn folgte eine kleine Reportage von Eisenbahnfototouren zwischen 1980 und 1983, die mit dem Tramper-Monats-Ticket der Deutschen Bundesbahn unternommen wurden, um die seinerzeit vor der Ausmusterung stehenden Loks aus den 30er und 50er Jahren noch einmal im alltäglichen planmäßigen Einsatz zu erleben.

1982_08_22_zw_naensen_u_vorwohle_blick_aus_zug_auf_220031_e2640_x76f2_fReisegefühl zur Bundesbahnzeit, das bei Eisenbahnfreunden für Glückseligkeit sorgte: bei der Mitfahrt im E 2640 von Bad Harzburg nach Aachen konnte man am offenen Waggonfenster mit akustischer Untermalung der beiden röhrenden Dieselmotoren von 220 031 die Landschaft entlang unbekannter Strecken kennenlernen – aufgenommen am 22. August 1982 zwischen Naensen und Vorwohle (oben).  Auf dem Braunschweiger Hauptbahnhof konnte man  am 06. November 1982 gleich zwei der Starzüge der jungen Bundesbahn erleben. Links standen 613 609 + 913 017 + 613 619, rechts 613 606 + 913 014 + 613 618 (unten). In ihrer Jugendzeit verkehrten diese Dieseltriebwagen u.a. auch von Dortmund über Aachen nach Paris!
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Erstmals wurde zusätzlich das Angebot ausprobiert, den Teilnehmern aus einem Angebot von entbehrlich gewordenen Eisenbahnbüchern und –zeitschriften Gelegenheit zur Erweiterung der eigenen „Fachliteratur“-Sammlung zu bieten.

In den Stolberger Lokalzeitungen wurde am 30. November 2016 über diesen Frühschoppen berichtet – => Link zum Pressebericht .

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 18. Dezember 2016:

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Dieser letzte Frühschoppen im Jahre 2016 stand unter dem Motto „Alle reden vom Wetter… – der regionale Bahnbetrieb im Winter“ und fand wieder regen Zuspruch. Unter Mitwirkung der Eisenbahnfreunde Peter-Josef Otten, Klaus Wölfle (Foto) und Roland Keller wurde den zahlreichen Besuchern ein abwechslungsreicher Bilderbogen vom regionalen Bahnbetrieb im Winter geboten, der den harten Einsatz der Eisenbahner bei der Bewältigung der betrieblichen Schwierigkeiten ebenso wie die eindrucksvollen Motive für Eisenbahnfotografen zeigte.

2010_12_26_bf_stolberg_altstadt_br_643_x1f2_f Wie diese Szene vom Bahnübergang Aachener Straße beim Bf. Stolberg-Altstadt deutlich zeigt, stellte der Winter die Eisenbahner am 26. Dezember 2010 auch in Stolberg vor gewaltige Probleme.

1987_02_21_bf_dueren_br_215_mit_schneepflug_des_bw_aachen_im_schnee_x1f6_fPeter-Josef Otten hatte am 21. Februar 1987 auf dem Bf. Düren das Glück, den Schneepflug des Bw Aachen im Einsatz zu erleben.

1987_zw_blens_u_hausen_rtb_regiosprinter_im_schnee_foto_klaus_woelfle_x2_fKlaus Wölfle zeigte Fotos vom winterlichen Bahnbetrieb zwischen Linnich und Heimbach, wo er u.a. einen Düwag-Regiosprinter der Rurtalbahn zwischen Blens und Hausen aufnahm (oben). Unter welchen „Einsatzbedingungen“ seine Fotos entstanden, mag die untere Aufnahme belegen.
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1985_11_27_bf_roetgen_sncb_8409_mit_gz_2179_x5af2_fIn zwei Fotoreihen wurde u.a. gezeigt, wie die Berufs- und Amateureisenbahner den Winter auf der Vennbahn meisterten. Das Foto vom 27. November 1985 zeigt den regulären Güterverkehr der belgischen Staatsbahn in Roetgen mit der Diesellok 8409 (oben), das Foto der Dampflok 50 3666 in Sourbrodt vom 12. Dezember 1993 steht für den Betrieb der touristischen Vennbahn (unten).
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Rückblick auf den Frühschoppen vom 15. Januar 2017:

Zum Anfang des neuen Jahres wurden zunächst das Konzept des Frühschoppens und verschiedene Anregungen zur Änderung erörtert.  Um den munteren und fruchtbaren  Austausch im Teilnehmerkreis zu pflegen, sollen Vorträge zu größeren Themen künftig bei Bedarf ggf. auch auf zwei Termine verteilt werden. Vorträge werden sich auch weiterhin gerne an regionalen Themen orientieren, wobei überregionale „Highlights“nicht ausgeklammert werden sollen. Für das Jahr 2017 bieten sich einige Jubiläen oder „Gedenktage“, die im Rahmen des Frühschoppens einzeln oder gebündelt aufgegriffen werden könnten: 1872 Eröffnung der Strecke Aachen-Templerbend – Gemmenich – Bleyberg und die 1917 eröffnete Kriegsbahn Aachen-West – Montzen – Visé- Tongeren, 1887 die Eröffnungen der Strecken Stolberg – Münsterbusch und Eupen – Raeren, 1892 die Eröffnung des Lückenschlusses von Morsbach nach Kohlscheid (Kämpchen), 1897 die Eröffnung der Straßenbahnstrecke von Eilendorf über Atsch-Dreieck nach Eschweiler oder 1992 die Stillegung der EBV-Kokerei in Alsdorf und von „Emil Mayrisch“ in Siersdorf, der letzten EBV-Grube des Eschweiler Bergwerks-Vereins, die gleichzeitig auch das Ende des Dampflokeinsatzes im Deutschen Steinkohlebergbau markieren. Als Gemeinschaftswerk soll ferner die erste Regionalisierung einer Bahnstrecke in NRW, d.h. der Wechsel von der Deutschen Bundesbahn zur Dürener Kreisbahn auf den  Strecken Düren – Jülich und Düren – Heimbach im Frühschoppen thematisiert werden. Stefan Danners stellte außerdem einen Beitrag zum Bahnbetrieb am Erzberg (Österreich) in Aussicht. Im Jahr 2017 dürfte damit beim Frühschoppen für Eisenbahnfreunde keine Langeweile aufkommen.

Im Anschluss präsentierte Stefan Danners aus seiner Fotosammlung nochmals Motive vom regionalen Bahnbetrieb im Winter und vom Bahnbetrieb auf der Strecke Düren – Bedburg – Neuss.

Der Eisenbahnfreund Stefan Danners zeigte u.a. winterliche Eisenbahnmotive aus seiner Sammlung wie diese Aufnahme der Railion-Lok 152 023, die er am 30. Dezember 2010 auf dem Eschweiler Hauptbahnhof fotografiert hatte.

Der Eisenbahnfreund Arno Mörkens hatte aus seinem Fundus u.a. verschiedene Modelle von Schneepflügen im Maßstab 1:87 mitgebracht. Das fachkundige Publikum fand bei einem Modell (oben) sehr schnell die Unterschiede zum ehemaligen Schneepflug des Bw Stolberg (bzw. später Bw Aachen) heraus (unten, 1996 in Raeren aufgenommen).

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 19. Februar 2017:

Der Dürener Eisenbahnfreund Arno Mörkens präsentierte sein originalgetreues H0-Modell des Schrankenpostens 7 bei Vettweiß, mit dem er sich an einem Modellbauwettbewerb beteiligt.

Aus aktuellem Anlass folgte eine Fotoreportage über den Abtransport der ehemaligen EBV-Lok „Anna 9“ aus dem Tierpark Alsdorf am 18. Februar 2017.

Anschließend wurde ein Unfallverhütungs-Lehrfilm der Deutschen Bundesbahn aus den 1960er Jahren zu den Gefahren des Bahnbetriebes im Winter und eine Fotoserie über eine Winterfahrt auf der Strecke Gerolstein – Daun – Mayen und zurück aus dem Jahre 1982 gezeigt.
Blick aus einem Schienenbus auf die winterliche Eifelquerbahn bei Rockeskyll, aufgenommen am 16. Januar 1982.

290 310 am 27. März 1982 mit einer Übergabefahrt von Daun nach Wittlich im Bf. Hasborn.

Ergänzend folgte noch eine Fotoserie über eine Güterzugverfolgung entlang der Strecke Wittlich – Manderscheid – Daun. Danach informierte Gerd Mohr über die Möglichkeiten, die „Open Geo Data“ dem Eisenbahnfreund bietet.

Zum Ausklang wurde am 19. Februar  zusätzlich eine Fülle „analoges“ Material begutachtet.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom 19. März 2017:


Im Fokus standen die zwischen 1870 und 1872 entstandenen Strecken von Welkenraedt über Moresnet und Plombières (bis 1919: Bleyberg), von Moresnet nach Kelmis (ehemals Neutral-Moresnet) und vom Aachener Bahnhof Templerbend über Gemmenich nach Plombières. Zusätzlich wurde auch die im Ersten Weltkrieg zwischen 1915 und 1917 errichtete Bahnstrecke von Aachen über Montzen und Visé nach Tongeren betrachtet, die bis heute Bestandteil der wichtigen Güterzugstrecke von den belgischen Seehäfen Antwerpen und Zeebrügge nach Deutschland ist. Der Eisenbahnfreund  Dietrich Nikel hatte packende Filmausschnitte aus den 60er Jahren vom Dampfbetrieb auf der Gemmenicher Rampe mitgebracht. Anschließend wurde
mit Hilfe von über 100 historischen und aktuellen Fotos eine virtuelle Reise entlang der Strecken, Bahnhöfe und Betriebsstellen unternommen. Als besonderen Gast konnte Herr Joachim Wirths begrüßt werden, der beim „Zweckverband Nahverkehr Rheinland“ den Bereich „SPNV-Investitionsförderung“ leitet und dem als Unterstützer vieler bedeutender Projekte der Schienenverkehr in Stolberg und in der Region Aachen vertraut ist.

Der heute verschwundene Bahnhof Bleyberg war einstmals ein bedeutender Bahnhof, auf dem die Bergisch-Märkische Eisenbahn Anschluss an das belgische Streckennetz, insbesondere an die Zinkerzgruben und die Zinkindustrie in Altenberg (Kelmis/La Calamine) und die Industrieregion um Lüttich fand.

Die Steigungsstrecke vom Bf. Aachen-Templerbend bzw. vom Bf. Aachen-West bis zum Gemmenicher Tunnel und auch der Tunnel selbst wurden bereits von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn im Zuge der 1872 eröffneten Bahnstrecke nach Bleyberg erbaut und von der 1917 eröffneten Strecke nach Tongeren mitbenutzt. Am 17. April 1990 wurden kurz vor dem Gemmenicher Tunnel die belgischen Dieselloks  5519 und 5506 mit einem Kohlenzug fotografiert.

 

Rückblick auf den Frühschoppen vom  23. April 2017:


Unter dem Thema „Auf Meterspur durch Stolberg“ wurde an die Eröffnung der Straßenbahnlinie von Eilendorf über (Stolberg-) Atsch-Dreieck nach Eschweiler-Pumpe am 11. September 1897 erinnert. Mit dieser Linie begann vor 120 Jahren die Geschichte der elektrischen Straßenbahn in Stolberg, mit ihrer Stillegung am 6. Oktober 1969 endete auch die Stolberger Straßenbahngeschichte wieder. Dazwischen war die Straßenbahn jahrzehntelang ein wichtiges Verkehrsmittel für die Stolberger Bevölkerung. Über diesen Frühschoppen wurde unter dem Titel „Die Geschichte der Tram wieder auferstehen lassen“ in den Lokalausgaben der Stolberger Tageszeitungen vom 25. April 2017 (Printausgabe) bzw. am 24. April 2017 online berichtet.

Rückblick auf den Frühschoppen vom  21. Mai 2017:

Zum Thema „Aktuelles rund um die Bahn“ wurden zunächst aktuelle Planungen und Entwicklungen zur Eisenbahn in der Region betrachtet. Wer sich damit noch einmal in Ruhe befassen möchte, findet hier die Quellen:
Gutachten zur „Ertüchtigung des Eisenbahnknotens Aachen“ von der „VIA Consulting & Development GmbH“ und anderen,
– Offenlage des Planfeststellungbeschlusses der Bezirksregierung Düsseldorf vom 27.03.2017 zum Um- und Ausbau des Flugplatzes Merzbrück sowie der Verschwenkung der Landebahn-(en),
Beschlussvorlage der Zweckverband Nahverkehr (-> SPNV & Infrastruktur – Rheinland) vom 24.03.2017, mit der die Verbandsversammlung einen Beschluss herbeigeführt hat, die Leistungsphasen 1 und 2 (= Grundlagenermittlung und Vorplanung) für die Elektrifizierung der EVS-Strecken zu finanzieren,
– Pressebericht der Stolberger Lokalzeitungen vom 4. Mai 2017 mit dem Titel „VSW strebt zusätzliche Lagerflächen am Hauptbahnhof an“.

Auszug einer auf Seite 51 des o.a. Gutachtens zur „Ertüchtigung des Bahnknotens
Aachen“ abgebildeten Skizze mit Vorschlägen zur Optimierung des Stolberger Hauptbahnhofs.

Anschließend berichteten mehrere Eisenbahnfreunde von ihren Aktivitäten in den vergangenen Wochen.

Peter Josef Otten gelang bei seinem Besuch in Bochum-Dahlhausen am 30. April 2017 dieses Foto einer Lokparade vor dem Ringlokschuppen des DGEG-Museums.

Stefan Danners hatte am 4. April 2017 auf dem Aachener hauptbahnhof das Glück, eine Überführungsfahrt von Belgien zum Siemens-Prüfcenter Wildenrath anzutreffen, bei der die Diesellok 1277.805-8 (ehem. NIAG-Lok 6) die SNCB–Triebwagen B-08587 und B-08586 im Schlepp hatte.

Mit einer historischen Fotoserie wurde außerdem an die Sonderfahrt eines ehemaligen  Trans-Europ-Express-Zuges über die Vennbahn am 4. Mai 1997 erinnert. Das Foto zeigt den TEE-Dieseltriebwagen auf dem Viadukt bei Büttgenbach.

Rückblick auf den Frühschoppen vom 18. Juni 2017:


In der Stadt Stolberg wurde am Wochenende vom 9. bis 11. Juni 2017 das Kulturfest „Stolberg goes Österreich“ gefeiert. Der Frühschoppen für Eisenbahnfreunde griff dieses Thema auf. Stefan Danners präsentierte den ersten Teil einer Bahnreise durch Österreich und widmete sich ausführlich Niederösterreich und der Steiermark. Nach einer Vielzahl interessanter Fotos bildete ein von ihm selbst produzierter Film über den Bahnbetrieb in Selzthal und in der Umgebung von Erzberg und Gesäuse einen eindrucksvollen Abschluss.  Den zweiten Teil der Bahnreise durch Österreich wird er vsl. am 20. August 2017 präsentieren.
Am 08. August 1993 fotografierte Stefan Danners auf dem Bf. Eisenerz den ÖBB Schienenbus 5081.562 der Erzbergbahn vor seiner Rückfahrt nach Vordernberg Markt. Im Hintergrund steigt der imposante steirische Erzberg empor. In der Mitte im Bildhintergrund ist der Schichtturm zu sehen, der in der Frühzeit des Erzbergbaus die Bergleute zur „Schicht“ aufgerufen hat.

Rückblick auf den Frühschoppen vom 16. Juli 2017:


An diesem Vormittag wurde das Ende der ehemaligen Güterzugstrecke von Stolberg Hbf nach Münsterbusch im Jahre 1982 betrachtet.  Anhand von Fotos und Dokumenten aus der Sammlung von Roland Keller aus den Jahren 1975 bis 1982 wurden die letzten Bahnkunden, das Bild der letzten Züge und der Rückbau der Gleisanlagen betrachtet. Als besondere Gäste konnten Richard Versteeg und Paul Ros vom niederländischen Modellbahnklub „Spijkspoor“ begrüßt werden, die eine rd. 240 km lange Fahrt von Spijkenisse bei Rotterdam nach Stolberg zurückgelegt hatten. Richard Versteeg stellte das Projekt „Stolbergbahn“ vor, bei dem der MSC Spijkspoor zur Zeit eine Spur 0-Anlage baut, die Motive der Strecke nach Münsterbusch aufgreift. Außerdem präsentierte Franz-Rudolf Völl von ihm eingefangene  Filmaufnahmen vom Abschluss der „Stoomtreindagen 2017“, die interessante Fahrzeugkombinationen und Rangierabläufe bei der ZLSM in Simpelveld zeigten.

Richard Versteeg vom MSC Spijkspoor erläutert das Projekt „Stolbergbahn“, bei dem im niederländischen Spijkenisse eine Spur 0-Anlage mit Motiven der Strecke Stolberg Hbf – Münsterbusch entsteht (oben und unten).
Das Fabrikgebäude, das noch heute am ehemaligen Gleisanschluss der „Aktienspinnerei Aachen“ (ASA) steht, wurde mit Hilfe von Lasertechnik authentisch ins Modell umgesetzt.

Als Dankeschön für ihren Besuch erhielten Richard Versteeg (links) und Paul Ros (rechts) ein Originalstück der Strecke nach Münsterbusch, das künftig vielleicht die Präsentation ihrer „Stolbergbahn“ bereichern kann.

 

 

5 Gedanken zu „Frühschoppen für Eisenbahnfreunde“

  1. Hallo Herr Keller,
    ich würde mich sehr dafür interessieren, ob ich noch irgendwie in den Genuss des Films zum „Abschied vom Dampflokbetrieb im Aachener Bergbaurevier“, kommen kann? Besteht hier irgendeine Möglichkeit?

    Mit freundlichen Grüßen

    Christoph Kuckelkorn

  2. Hallo Herr Keller,

    ich muss einfach auch mal ein Lob loswerden, auch wenn ich machmal die eine andere oder Kritik übe. Toller Zug mit dem Stammtisch. Im Grunde halte ich es für wichtig, dass die Vergangenheit über den Eisenbahnbetrieb in der Aachener Region aufrecht gehalten wird. Sicher sehe ich die Eisenbahn als einen Betrieb, der sich heute dem Wettbewerb stellen muss, dass ist so gewollt. Wie man dazu steht, dass muss jeder selber wissen.
    Achja, der „Gammelbahnsteig“ in Stolberg Hbf…wird….irgendwann komplett erneuert, die Unterführung ist dann Geschichte, das Thema wird sich von selber erledigen. Da sieht man wie schnell etwas Geschichte werden kann. Im Grunde ist die Region für ihre Verhältnisse auf einem guten Weg. Man sollte auch die Fortschritte sehen wollen. Ich denke aktuell an den Ringschluss…am Ende wird alles gut. Die ersten Gedanken gab es vor 30 Jahren schon zur Realisierung der Vennbahn.

    Ich finde es schön, dass sich dieser Stammtisch gebildet hat und vielleicht wenn ich Zeit und Lust hab schau ich mal vorbei. Meistens ist es aber so…dass man als Berufsbahner auch mal die „Eisenbahn einfach Eisenbahn“ läßt. Naja und dann fordert auch der Modellbau…immer die Heimat im Hinterkopf … seinen Tribut.

    In diesem Sinne viel Spaß.

    MFG

    Michael

    1. Hallo Herr Bettighofer,

      vielen Dank für die anerkennenden Worte. Ich freue mich auch, dass die Idee mit dem Frühschoppen Resonanz gefunden hat. Es ist ein angenehmer Kreis und ein wirklicher Austausch von Erfahrungen, Erkenntnissen und neuem Wissen, sozusagen eine fruchtbare Umgebung.
      Als zwangloses Treffen ist jeder herzlich willkommen. Das Ihnen als Berufseisenbahner auch gelegentlich der Sinn nach anderem steht, ist nachvollziehbar und verständlich. Aber wenn Sie einmal Lust und Zeit haben, schauen Sie gerne vorbei!

      Was den Mittelbahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs anbelangt, so muss man sagen, dass diese „Schmuddelecke“ schon eine sehr lange Tradition hat. Und wenn man die erbärmliche Unterführung tatsächlich einmal durch einen barrierefreien neuen Zugang ersetzen sollte, wird der möglicherweise auch seine Schwachstellen haben. Ein Aufzug kann bspw. leicht das Opfer von Vandalismusschäden werden. Und Vandalismus wird ja nicht durch die Bahn als Infrastrukturunternehmen verursacht, sondern durch asoziale Zeitgenossen. Wie die Verhältnisse am Mittelbahnsteig zeigen (bspw. die zerstörte Glasscheibe in einem Wartehäuschen), bewegen diese Frevler sich offenbar auch gerne im Umfeld des Stolberger Hauptbahnhofes, aber auch an vielen anderen Stellen in Stolberg. Bei einem kürzlichen Urlaub in Niederbayern war ich angenehm überrascht, wie gut gepflegt vergleichbare Bahnanlagen in bayerischen Städten, nicht nur in Provinzstädten, sind. Das ist offenbar auch eine Mentalitätsfrage. Da gibt es zwischen vielen Menschen, die in Stolberg wohnen und den Menschen in den von mir besuchten bayerischen Landstrichen offenbar sehr deutliche Unterschiede….

      Mit vielen Grüßen

      Roland Keller

  3. Hallo meine Freunde des Stammtisches, Hallo Herr Keller,

    ich möchte euch allen ein frohes sowie ruhiges Weihnachtsfest im Kreise eurer Familien wünschen.
    Leider haben wir uns durch die anderen Öffnungszeiten nicht mehr vor den Tagen gesehen. Der Stammtisch im Allgemeinen, aber vor allem die Beiträge von Roland und Stefan Danners waren im vergangenen Jahr sehr, sehr interessant.
    Ich möchte an dieser Stelle einmal ein großes DANKE besonders an euch beide los werden.

    Bleibt alle gesund und kommt gut ins neue Jahr 2016, bis bald

    Herbert Poetz

  4. Hallo Roland, hallo Eisenbahnfreunde,

    da ich normalerweise berufsbedingt nicht am Frühschoppen teilnehmen kann, konnte ich – da ich Urlaub habe – jetzt die Gelegenheit beim Schopf packen. Ein großes Lob an Stefan Danners für die Filme und Bilder aus Österreich. Und für mich ergab sich so die Gelegenheit, mit einigen – bisher nur „www.eisenbahn bekannt“ – auch mal perönlich ins Gespräch zu kommen. Kurzum: ein toller Sonntagvormittag!

    Herzliche Grüße
    Karlheinz

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