Hochgeschwindigkeitsversuchsfahrten zwischen Stolberg Hbf und Bf. Aachen-Rothe Erde im Juli 1967

31. August 2010

Seit je her strebte die Eisenbahn nach einer Erhöhung der Reisegeschwindigkeit im Zugverkehr. Die Deutsche Bundesbahn entwickelte nach der Beseitigung der Kriegsschäden und einer Festigung der Verkehrsverhältnisse in den 1960er Jahren ebenfalls Bestrebungen, ihren Reisezugverkehr deutlich zu beschleunigen und auf einer Vielzahl von Hauptstrecken Fahrgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h zu erreichen. 1961 begann die Deutsche Bundesbahn mit der Entwicklung einer neuen Schnellfahrlokomotive, die dann 1965 in Form der schweren, sechsachsigen Loks der Baureihe E 03 erschien. Zunächst wurden 4 Vorserienloks dieser prestigeträchtigen Schnellfahrlok der Baureihe E 03 gefertigt, die von Anfang an für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt wurden, obwohl es erst wenige Streckenabschnitte gab, auf denen dieses Tempo überhaupt erreicht werden konnte.


Auch im Ausland fand die neue deutsche Schnellfahrlok reges Interesse

Mit den Mitteln der damaligen Zeit konnte das große Ziel natürlich nur schrittweise erreicht werden. Die Grundlage für den Vorstoß in diese Geschwindigkeitsdimensionen war die Einführung des elektrischen Fahrbetriebes und bei Bedarf der punktuelle Ausbau von Strecken.

So beabsichtigte die Deutsche Bundesbahn auch die Modernisierung der Strecke Köln – Aachen als einem wichtigen Teil ihres internationalen Fernstreckennetzes. In Netzkarten aus jenen Jahren wird diese Strecke häufig als „Ausbaustrecke“ dargestellt, die für eine Streckengeschwindigkeit von bis zu 200 km/h ertüchtigt werden sollte.

Bevor zwischen Köln und Aachen die elektrische Fahrleitung installiert werden konnte, war allerdings eine Vielzahl von Anpassungsarbeiten erforderlich. Zu den spektakulärsten dieser Maßnahmen zählte das Aufschlitzen des 1841 erbauten und 727 m langen Nirmer Tunnels  und der Ersatz durch den Neubau von zwei kürzeren Tunnels und einem offenen Einschnitt. So entstanden zwischen 1964 und 1966 der 357 m lange Eilendorfer Tunnel und der 125 m lange (neue) Nirmer Tunnel. Alleine schon wegen der Montage der elektrischen Fahrleitungen errichtete man die neuen Tunnel natürlich mit einem größeren Lichtraumprofil als es der aus der Frühzeit der Eisenbahn stammende alte Nirmer Tunnel besaß. Beide Tunnel waren gleichzeitig schon für die zukünftig angestrebte Fahrgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt worden.

Am 25. April 1966 wurde die elektrische Fahrleitung erstmals mit 15.000 Volt Spannung in Betrieb gesetzt. Die feierliche Eröffnungsfahrt wurde am 18. Mai 1966 mit der belgischen Mehrsystemlok 160.021 veranstaltet. Ab dem 23. Mai 1966 wurde der planmäßige elektrische Fahrbetrieb eingeführt.

Auf dem Weg zum Hochgeschwindigkeitsverkehr war indes noch viel Pionierarbeit zu leisten. Die betrieblichen Anforderungen an die Fahrzeuge, den Oberbau und die elektrischen Fahrleitungen waren in vielerlei Hinsicht noch nicht ausreichend erforscht. Gerade auch zu den Vorgängen bei Hochgeschwindigkeitsfahrten durch Tunnel und bei der Begegnung von zwei Hochgeschwindigkeitszügen in Tunneln sowie dem Zusammentreffen von schnellen Zügen mit gewöhnlichen Zügen innerhalb von Tunnelröhren musste noch viel Forschungs- und Erprobungsarbeit geleistet werden.

So kam es, dass die Deutsche Bundesbahn im Juli 1967 auf der rd. 5 km langen schnurgeraden Strecke zwischen Eilendorf und Stolberg Hbf mit den beiden dort nach neuesten Erkenntnissen erbauten Tunnel ein mehrtägiges, umfangreiches Versuchsfahrtenprogramm durchführte.


Etwa ein Jahr nach der Fertigstellung der neuen Tunnel sind die Spuren des gewaltigen Bauvorhabens noch deutlich sichtbar. Tief unten im offenen Einschnitt rast E 03 004 mit dem Messzug von Aachen-Rothe Erde nach Stolberg.


103 004 mit dem Messzug auf der Fahrt von Stolberg in Richtung Aachen-Rothe Erde am Westportal des neuen Nirmer Tunnels

Um die Vorgänge bei der Begegnung von zwei Zügen in den Tunnelröhren zu untersuchen, mussten die Versuchsfahrten mit äußerster Präzision ablaufen, um die Begegnung exakt an den vorgesehenen Messpunkten zu gewährleisten. So starteten die beiden Züge stets an genau festgelegten Ausgangspunkten. Auch die Beschleunigung auf die in den jeweiligen Versuchen vorgesehenen Geschwindigkeiten musste genau nach vorgegebenen Plänen erfolgen, um den vorbestimmten Treffpunkt zielsicher zu erreichen und den vorbestimmten Ablauf von Zugbegegnungen einzuhalten.


Wie dieser Ausschnitt zeigt, waren die Fahrleitungsanlagen im Bereich der beiden Tunnel in einer Sonderbauart errichtet worden.

Da die Loks der BR E 03 im Jahre 1967 noch spektakuläre Errungenschaften waren, fand der Einsatz der im Juni 1965 in Dienst gestellten E 03 004 in der Region Aachen natürlich in der Bevölkerung viel Interesse und wurde von der Presse verfolgt.

Pressetermin auf dem Stolberger Hauptbahnhof

Wie anhand der gezeigten Fotos sichtbar, wurden die Versuchsfahrten u.a. mit der Lok E 03 004 durchgeführt. Welche Lokomotiven vor dem zweiten Versuchszug im Einsatz waren bzw. zu den Versuchsfahrten sonst noch herangezogen wurden und mit welchen Zugbildungen die Versuchsfahrten durchgeführt wurden, ist mir allerdings nicht bekannt. Für Hinweise hierzu wäre ich dankbar.

kleiner Exkurs:

Die Erfahrungen aus dem Betrieb der Vorserienloks flossen in die Konstruktion der nachfolgenden Serienloks ein. Zwischen 1970 und 1974 wurden insgesamt 145 Loks der verbesserten BR 103 (103 101 bis 103 245) in Dienst gestellt, die bis zum Erscheinen des ICE (1989) die Flaggschiffe der Deutschen Bundesbahn waren. 1997 begann die DB AG, die Loks der BR 103 durch die Nachfolger der BR 101 zu ersetzen. Im Jahre 2003 endete der planmäßige Einsatz der letzten Loks der BR 103.

Die vier Vorserienloks wurden ab 1979 aus dem regulären Zugdienst herausgenommen und bis 1997 als Versuchsfahrzeuge verwendet. Am 14. Juni 1985 erreichte die Lok 103 003-0 zwischen Rheda und Oelde in Westfalen vor einem aus zwei Meß- und einem Reisezugwagen bestehenden Versuchszug mit 283 km/h einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf dem deutschen Schienennetz.

In dieser Zeit waren die Loks 103 001 bis 103 004 häufig in der Region Aachen zu sehen.

Am 16. Dezember 1982 konnte man 103 004 erneut vor einem Messzug auf dem Stolberger Hauptbahnhof erleben.

103 004-8 blieb der Nachwelt erhalten, sie wird im Bahnbetriebswerk Lichtenfels aufbewahrt.


Am 25. Juni 1986 wurde 103 001 von Aachen Hbf aus vor einem Messzug eingesetzt.
(Im Hintergrund ist der Akkutriebwagen 515 624 zu erkennen, der seinerzeit als Eilzug zwischen Aachen und Maastricht verkehrte.)

Kein ! seltenes Foto aus dem Bw Stolberg

27. August 2010

Im Forum “historische Bahn” der Internet-Seite “Drehscheibe-online.de” hat der Eisenbahnfreund Helmut Brinker am 24. August 2010 den Aufnahmeort dieses Fotos gesucht:

Was zunächst so geschienen hat, als hätte die nachfolgende Recherche ergeben, dass das Foto mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zwischen 1925 und 1927 im Bahnbetriebswerk Stolberg aufgenommen worden ist, hat sich nun doch als Trugschluss erwiesen. Das Foto entstand in der zweiten Hälfteder 1930er Jahre  im Bw Remscheid-Lennep….
Die abgebildete Lok 38 2723 gehörte ohnehin nicht zum Bestand des Bw Stolberg. Sie war von 1925 bis 1937 im Bahnbetriebswerk Köln Bbf stationiert.
Dennoch ist es schon verblüffend, wie gleichartig die Eisenbahnarchitektur der preußischen Staatsbahn gewesen ist… Zumindest kann man sich jetzt vorstellen, wie die anhand der Gebäudezeichnungen entstandenen Bauten in Natura ausgesehen haben könnten.

Ich danke Helmut Brinker für seine Einwilligung, sein Foto auch hier einmal zu zeigen.

Es wäre ja auch zu schön gewesen, um wahr zu sein… (seufz)

Wiedereröffnung des Eisenbahnverkehrs von Kornelimünster nach Walheim am 20. August 1950

19. August 2010

Die Reichsbahndirektion Köln verzeichnete am Ende des Zweiten Weltkrieges verheerende Zerstörungen an ihren Bahnanlagen. Schon die zurückweichenden Einheiten der deutschen Wehrmacht hatten in der Region Aachen an der Strecke Stolberg – Walheim am 11. September 1944 die Falkenbachbrücke und den Rüstbachviadukt sowie am 13. September 1944 an der Strecke Aachen-Rothe Erde – Walheim den Iterbachviadukt und eine Straßenbrücke am Bahnhof Kornelimünster gesprengt.



Der Iterbachviadukt bei Kornelimünster nach seiner Sprengung durch Truppen der deutschen Wehrmacht, aufgenommen um 1945


Gesprengte Straßenbrücke am Bahnhof Kornelimünster, aufgenommen zwischen 1945 und 1948

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Hurra, die “Flitsch” ist wieder da!

02. August 2010

Die “Flitsch” hat nichts mit der Eisenbahn in Stolberg zu tun. Dabei handelt es sich vielmehr um den volkstümlichen Namen für die Nebenbahnstrecke von Kall nach Hellenthal in der Eifel. Lies den Rest des Artikels »

Fototagebuch August 2010

02. August 2010

Fotos und Informationen zum Eisenbahnbetrieb in Stolberg im August 2010

die  jüngsten Fotos stehen am Anfang

30. August 2010

Morgens gegen 05:50 Uhr schob die Lok 253 014 eine scheinbar endlose Schlange von Holzwaggons in den ehemaligen Rangierbezirk V. Durch das langdauernde Rangiermanöver durch Gleis 43 musste die Euregiobahn nach Düren und Stolberg-Altstadt von Gleis 2 aus verkehren.
Am Nachmittag stand die Lok immer noch im Bereich der Camp-Astrid-Brücke, ihr Zug war aber schon rd. zur Hälfte beladen.

146 022 mit RE1 nach Hamm passiert 253 014 vor ihrem Holzzug

Am späten Nachmittag rangierte 294 878 einen Transport von 4 weiteren Loks der BR 140 zurecht, der gegen 21:20 Uhr zum Anschlussgleis der Firma Steil nach Eschweiler-Aue gezogen werden sollte. Es handeltesich dabei um die Loks v.r.n.l.  140 497, 140 300, 140 540 und 140 382.

Gegen 18:15 Uhr passierte der von Aachen in Richtung Köln fahrende Intercity-Experimental (BR410), der Urahn aller ICE-Züge der DB, überraschend den Stolberger Hauptbahnhof.

Die Sanierungsarbeiten am Empfangsgebäude des Stolberger Hauptbahnhofs beginnen offenbar. Am Abend des 30. August 2010 war das Gebäude von einem Bauzaun umgeben.

Gegen 20:50 Uhr befanden sich die Schrottloks der BR 140 noch im Stolberger Hauptbahnhof. Kurze Zeit später begann 294 878 die Überführungsfahrt.

Gegen 21:25 Uhr konnte ich die rangierende 294 878 von der Phönixstraße aus beim Rangieren in Eschweiler-Aue fotografieren. Direkt hinter ihr läuft 140 382.

Wenig später waren die 4 Loks 140 497, 140 300, 140 540 und 140 382 auf dem Anschlussgleis der Fa. Steil in Eschweiler-Aue bereitgestellt.

Hier die Lok 140 382 nahe des Bahnübergangs vor dem Firmeneingang.

26. August 2010

Im Zuge der Sanierung des Stolberger Hauptbahnhofs wurde am 26. August mit einem Anstrich der Bahnsteigunterführung begonnen. Die neu gestrichenen Flächen sehen schon gut aus und vermitteln einen Eindruck, welche positive Wirkung bereits eine “Pinselsanierung” erzeugen kann.
Bleibt zu hoffen, dass die frisch gestrichenen Wände möglichst lange so sauber bleiben!

Es bleibt noch viel zu tun…

Wer sich über die  anstehenden Baumaßnahmen  informieren möchte, wird evtl. bei der 2. Ausschreibung von Bauleistungen fündig. Sehr interessant sind bspw. die Ausführungen zur geplanten Anlage eines Wintergartens über dem Eingangsbereich.

25. August 2010

Zu dem Tod eines jungen Mannes auf dem Stolberger Hauptbahnhof wurde am 25. August 2010 wieder in den Stolberger Lokalzeitungen berichtet.


Morgenstimmung mit Vollmond, gesehen am Bahnsteig der Gleise 1 und 2 auf dem Stolberger Hauptbahnhof am 25, August 2010 gegen 05:55 Uhr.

24. August 2010

Seit wenigen Tagen ist das Büro von DB-Schenker wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten aus dem Südflügel des Stolberger Hauptbahnhofs ausgezogen. Ersatzweise müssen die DB-Mitarbeiter ihre Arbeit  in einem Bürocontainer verrichten.

Hier ist die von Stolberg aus im Güterverkehr eingesetzte Lok 294 832 zusammen mit dem Bürocontainer zu sehen.


Das verwaiste DB-Schenker-Büro im Südflügel des Bahnhofsgebäudes.


Der Haupteingang und der Nebeneingang des Südflügels am Bahnhofsgebäude des Stolberger Hauptbahnhofs. Telefonzelle und Briefkasten sind ebenso verschwunden wie die Außenlampe und das Türschild von DB-Schenker…

23. August 2010

Talent-Triebwagen am Bahnsteig des Bf. Stolberg-Altstadt. Das Ausfahrsignal gibt schon freie Fahrt  in Richtung Stolberg Hbf.

22. August 2010

Gegen 3 Uhr in der Nacht von Samstag auf   Sonntag wurde am Stolberger Hauptbahnhof ein toter 19-Jähriger gefunden.  Die Polizei vermutet,  dass der aus Meckenbeuren (Baden-Württemberg) stammende junge Mann Opfer eines Unfalles wurde und von einem Zug erfasst worden ist.  Ein Pressebericht der Aachener Zeitung bei az-web.de befindet sich hier.


Zwischen der Europastraße und der “Rathausumfahrt” (An der Krone) wirkt die Talbahnstrecke beinahe wie ein Fremdkörper. Dennoch bahnen sich die Züge täglich tapfer ihren Weg.

20. August 2010
Ein Schild auf der Außenwand des Bahnhofsgebäudes am Gleis 43 weist die Zweiradfahrer an, ihre Fahrzeuge dort ab dem 30. August 2010 nicht mehr abzustellen. Somit hat das Bahnsteigdach am Gleis 43 noch eine kurze Gnadenfrist. Die Abbrucharbeiten beginnen erst ab dem 30. August 2010.


Stolberg Hbf mit Morgenrot und Abendsonne…

19. August 2010

Die Stolberger Lokalpresse  berichtete über das Potential einer Teilfläche des ehemaligen belgischen Militärgeländes “Camp Reine Astrid” nordwestlich des  Stolberger Hauptbahnhofs mit dem ehemaligen Gleisanschluss des Militärareals.

Gegen 17:55 Uhr konnte im Güterbahnhofsbereich von Stolberg Hbf diese E-Lok der BR 185 beobachtet werden, die auf die Zusammenstellung ihres Übergabezuges nach Köln wartete.

Die EfW-Lok 232 088 weilte bis gegen 18:05 Uhr auf dem Stolberger Hauptbahnhof, bevor sie zu einem Einsatz abrückte. Kurz vor ihrer Abfahrt entstand beim ehemaligen Bezirk V dieses Foto von ihrer Begegnung mit der einfahrenden 146 025 vor einem RE1 von Aachen nach Hamm:

Bevor 232 088 davonfuhr, gelang noch dieses Foto ihrer vollen Breitseite.

Danach verließ sie über das Gleis 43 den Stolberger Hauptbahnhof.

Das “grün” zeigende Vorsignal galt für diesen von 145 CL 014 geführten Güterzug in Richtung Köln.

An der Fassade des Stolberger Bahnhofsgebäudes waren die Spuren der ersten Vorarbeiten zu sehen.
Was unter der Fassadenfarbe so zum Vorschein kommt…

18. August 2010

Schon seit dem Abend des 17. August 2010 weilt die EfW-Lok 232 088 auf dem Stolberger Hauptbahnhof.  Sie fand einen Stellplatz an der Ostseite des ehemaligen Bezirks V nahe der Camp-Astrid-Brücke.  Am Morgen des 18. August 2010 fotografierte ich sie dort gegen 6 Uhr während der Einfahrt eines RE1-Zuges aus Aachen.

Auch am späten Nachmittag des 18. August war 232 088 dort noch zu beobachten.

Die kommenden Sanierungsarbeiten am Gebäude des Stolberger Hauptbahnhofs werfen ihre Schatten voraus. Kleinere Vorarbeiten wie das stellenweise Freilegen der Ziegel an der Fassade zur Feststellung des Ursprungszustandes oder Untersuchungen der Anstriche sind für Außenstehende bereits sichtbar.  Die Beseitigung des Vordaches hatte bis zum Abend des 18. August 2010 noch nicht begonnen.

Am Haltepunkt Stolberg-Rathaus kam es gegen 20:25 Uhr zur Begegnung eines Talent-Triebwagens mit einem Oldtimer aus dem schwedischen Hause Volvo.

17. August 2010

Der Haltepunkt Stolberg-Rathaus mit einem DB-Bus von RheinlandBus bei sommerlichem Schmuddelwetter

16. August 2010

Die Stolberger Lokalzeitungen haben einen Bericht zur Entwicklung des Possenspiels “neuer Pendlerparkplatz” veröffentlicht, siehe hier.

Ein Suchspiel – wer findet die Reste von verschrotteten Loks der BR 140…?

Einfahrt einer von Stolberg-Altstadt kommenden Euregiobahn in den Stolberger Hauptbahnhof, aufgenommen von der Einfahrt zum neuen Pendlerparkplatz aus.

15. August 2010

An diesem Sonntag regnete es in Stolberg den ganzen Tag lang Bindfäden.
Auf dem Bahnhof Stolberg-Altstadt bot sich dennoch dieser im Regen stehende Talent-Triebwagen als Fotomotiv…

14. August 2010

Normaler Alltag am Bahnhof  Stolberg-Altstadt- eine Euregiobahn während ihres nur wenige Minuten dauernden Aufenthalts am dortigen Bahnsteig und die Ausfahrt in Richtung Stolberg Hbf.

(Grüße auch an den freundlichen Fahrdienstleiter, der sich über den Besuch des Fotografen wieder einmal so sehr freute, dass er ihn bei seinem Schaffen quasi als Gegenschuss auch fotografierte… ;-) )  . )

13. August 2010

Immer wieder gut anzusehen sind die blitzblanken, gut gepflegten Busse  der DB-Tochter Rheinlandbus bzw. Regionalverkehr Euregio (rve). Am Morgen des 13. August 2010 war dieses Exemplar auf der Vennbahn-Schienenersatzverkehrslinie 61 unterwegs und gegen 05:55 Uhr am Stolberger Hauptbahnhof anzutreffen:

In diesen Tagen immer wieder interessant ist ein Blick auf den Schrottplatz der Fa. Steil in Eschweiler-Aue. Was macht die Verschrottung von DB-Loks der BR 140 heute??

Gegen 18:10 Uhr war im ehemaligen Bezirk 5 des Stolberger Hauptbahnhofs die abfahrbereite Lok V 204 der Rurtalbahn mit einem Schotterzug anzutreffen.

Nach der Vorbeifahrt der Euregiobahn nach Langerwehe bzw. Stolberg-Altstadt setzte sich die Lok langsam in Bewegung und zog bis unter die Camp-Astrid-Brücke vor.

Auf dem Weg zur Einfädelung in das Gleis 43 des Stolberger Hauptbahnhofs kam es zur Begegnung mit einem nach Paris fahrenden Thalys-Zug.

Wenn an diesem Tag zwischen den dichten Wolken gelegentlich die Sonne hindurch scheinen konnte, ergaben sich reizvolle Licht-Stimmungen. In solch einer Situation verließ gegen 18:20 Uhr eine Euregiobahn den Stolberger Hauptbahnhof in Richtung Aachen…

Dass die Bahn auch andere Reize haben kann, bewiesen diese beiden Jungen, die fasziniert den Fahrkartenautomat des Stolberger Hauptbahnhofs erforschten.

12. August 2010

Am späten Nachmittag dieses regnerischen und zeitweise trüben Tages gab es auf der Ostseite des Stolberger Hauptbahnhofs nahe des Stellwerks “Sr” zunächst eine rangierende Lok der BR 294 zu sehen.

Das Highlight des Tages war aber dieser Talent-Triebwagen der ÖBB (vierteilig, elektrischer Antrieb), der nahe des Stellwerks platziert war.

Die Loknummern waren zwar im Vorbeifahren nicht abzulesen. Möglicherweise handelt es  sich aber um den Salzburger Triebwagen 4024.119, der dann zur Unfallinstandsetzung im Aachener Herstellerwerk weilte.

11. August 2010

Morgenstimmung auf dem Stolberger Hauptbahnhof, noch mit der Bahnsteigüberdachung an Gleis 43:

Bei der Fahrt zwischen Eschweiler Hbf und Stolberg Hbf war zu beobachten, dass jetzt auch die Loks 140 216, 140 443, 140 369 und 140 435 auf dem Schrottplatz der Firma Steil eingetroffen sind.

Im Stolberger Hauptbahnhof wartete wieder ein S-Bahn-Triebwagen der BR 423 zum Weitertransport zur Firma Bombardier in Aachen am Nordbahnhof.

10. August 2010

Während in Eschweiler-Aue bei der Firma Steil in den letzten Wochen mehrere Loks der BR 140 verschrottet worden sind,  konnte man andererseits in Stolberg Hbf immer noch Loks der BR 140 im alltäglichen Güterverkehr erleben. Am Abend des 10. August 2010 waren gleich 2 Loks der BR 140 eingesetzt, um den abendlichen Übergabezug von Stolberg Hbf nach Köln abzufahren.

09. August 2010

An der östlichen Einfahrt des Stolberger Hauptbahnhofs warten immer noch die Loks 140 216, 140 443, 140 369 und 140 435 auf ihren Weitertransport zum Schrottplatz der Fa. Steil in Eschweiler-Aue.

Im Güterbahnhofsbereich von Stolberg Hbf war diese Lok der BR 185 zu beobachten, die gegen 18:30 Uhr den Übergabezug nach Köln beförderte.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteter Quelle zu erfahren war, soll im Zuge der Sanierungsarbeiten am Stolberger Hauptbahnhofs-Gebäude ab dem 16. August 2010 die Bahnsteigüberdachung  an Gleis 43 demontiert werden. Nur noch wenige Tage besteht die Gelegenheit, solche Bilder aufzunehmen:


(mit 146 012 vor RE1-Zug von Aachen nach Hamm)

In der Abendsonne erreichte dieser Talent-Triebwagen gegen 18:07 Uhr den Stolberger Hbf

07. August 2010

Ankunft und Abfahrt einer Euregiobahn nach Stolberg-Altstadt, aufgenommen am Hp. Stolberg-Rathaus:

Auf dem Schrottplatz der Firma Steil in Eschweiler-Aue macht die Verschrottung der 140er Fortschritte. Von 140 345 und einer Schwesterlok ist nur noch das Rahmen übrig geblieben…

Auf der Talbahn fuhr gegen 16:45 Uhr der Talent-Triebwagen 643 202 gen Stolberg

In Stolberg entstand am Abend des Tages dieses Foto eines von Stolberg-Altstadt wegfahrenden Euregiobahnzuges

06. August 2010

Aus Köln-Gremberg sind wieder vier neue Schrottloks in Stolberg Hbf  eingetroffen. Bei der Einfahrt eines 22 Minuten verspäteten RE1-Zuges aus Köln konnte ich im Vorbeifahren durch die zerkratzten und verdreckten Scheiben eines Doppelstockwaggons diese beiden Fotos der Loks aufnehmen.


Es handelte sich um die Loks 140 216, 140 443, 140 369 und 140 435. Wenige Stunden später waren sie schon auf dem Schrottplatz der Fa. Steil in Eschweiler-Aue.

Das Bahnhofsgebäude des Stolberger Hauptbahnhofs aus der Sicht des DB-Regio-Fahrgastes:

Der für 17:57 Uhr eingeplante RE1-Zug traf am Bahnsteig des Stolberger Hauptbahnhofs mit dem RE9-Zug nach Köln um 18:23 Uhr zusammen:

Durch die Verspätungen im Bahnverkehr musste die Euregiobahn im Stolberger Hauptbahnhof aus Gleis 43 nach Heerlen ausfahren.

Ein Sprung an die Stolberger Talbahn. Am Abend entstand in den letzten Sonnenstrahlen dieses Bild eines Talent-Triebwagens

Der Bahnübergang Aachener Straße wird für die Rückfahrt zum Stolberger Hauptbahnhof geschlossen:

Und die Vorbeifahrt:

In der blauen Stunde am Bahnübergang Hermann-Ritter-Straße unweit des Haltepunktes Stolberg-Mühlener Bahnhof.

05. August 2010

Am trüben Morgen des 05. August auf dem Stolberger Hauptbahnhof -
Ankunft der Euregiobahn aus Aachen und Trennung der Züge nach Düren Hbf und Stolberg-Altstadt:

Spätabendlicher Halt einer Euregiobahn aus  Stolberg-Altstadt am Gleis 27 des Stolberger Hauptbahnhofs.

04. August 2010

185 067 hatte den morgendlichen Übergabezug aus Köln nach Stolberg Hbf gebracht. Bevor die Lok nach Aachen-West weiterfuhr, wurden die Begleitpapiere am Gleis 43 den örtlichen Eisenbahnern von DB-Schenker übergeben.

Morgenrot über dem Stolberger Hauptbahnhof

Der RE9-Zug, der Köln Hbf um 20:47 Uhr in Richtung Aachen verlässt, wurde von Oldtimerlok 110 398 bespannt.  Während das Licht in Köln bei der Abfahrt noch für ein gutes Foto ausreichte…

… war es Stolberg schon recht dunkel.

03. August 2010

Dieser Tag begann mit einem wolkenverhangenen Morgen. Der Stolberger Hauptbahnhof zeigte sich den morgendlichen Berufspendlern in trüber  Stimmung.

Flüchtiger Blick aus dem vorbeifahrenden Zug auf den Schrottplatz der Firma Steil in Eschweiler-Aue. 5 Loks der BR 140 warten dort auf den Schneidbrenner.

02. August 2010

Trübe Morgenstimmung mit Euregiobahn auf dem Stolberger Hauptbahnhof:

Am Nachmittag des Tages war Lok V 104 der Rurtalbahn auf dem Stolberger Hauptbahnhof im Einsatz.

Um 18:00 Uhr lief 146 006 vor dem RE1 nach Hamm. Hier hält sie am Gleis 2 des Stolberger Hauptbahnhofs.

01. August 2010

Der erste Tag des Monats begann mit alltäglichem Betrieb. Gegen 08:17 Uhr kam es zu dieser Begegnung bei der Euregiobahn.

Der um 08:25 Uhr in Stolberg eintreffende RE9-Zug wird nicht aus Doppelstockwagen gebildet, sondern mit den klassischen ehemaligen “Silberlingen” gefahren.  Vor der Garnitur war 111 114 im Einsatz.

Aus einem geöffneten Abteilfenster ergab sich dieses Motiv des Stolberger Hauptbahnhofs…

Im Bereich des Güterbahnhofs war über das Wochenende die COBRA-Lok 2826 abgestellt.

Im Bereich des Stellwerks “Sr” konnte die DB-Lok 212 298 gesichtet werden.

Bei der Firma Steil befinden sich auf dem Schrottplatz in Eschweiler-Aue wieder mehrere Loks der BR 140 zur Verschrottung.

EVS kauft das Bahnhofsgebäude des Stolberger Hauptbahnhofs

17. Juli 2010

Nach Angaben der Stolberger Tageszeitungen hat die Firma Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) nach mehr als ein Jahr andauernden Kaufvertragsverhandlungen das Empfangsgebäude des Stolberger Hauptbahnhofs erworben. Der Grundstückskaufvertrag wurde am 23. Juni 2010 notariell beurkundet. Wie es scheint, steht dem 1888 errichteten Bahnhofsgebäude damit wieder eine bessere Zukunft bevor, als sie zuletzt die DB-AG geboten hat.

Der DB-Konzern hat das denkmalgeschützte Gebäude rücksichtslos verwahrlosen lassen und private Initiativen zur Erhaltung, wie sie beispielsweise das Vennbahnmuseum hätte bieten können, vor den Kopf gestoßen. Es ist interessant, an diesem Schnittpunkt einmal festzuhalten, wie weit die DB-AG das Bahnhofsgebäude hat verkommen lassen und in welchen Zustand die DB-AG es weiterreicht.

So sieht etwa der ehemalige Haupteingang des Bahnhofsgebäudes aus. Durch diesen Eingang hatten Generationen von Stolbergern die Schalterhalle betreten, um Fahrkarten zu kaufen oder Gepäck aufzugeben.

Die Plakette zur Kennzeichnung des Denkmals wirkt da beinahe schon wie Hohn.

Die schmucke Bahnhofsuhr, einstmals das Symbol für die mit der Eisenbahn einziehende „neue Zeit“ und der Stolz eines jeden Bahnhofsgebäudes, ist verblichen. Vernachlässigung und fehlende Instandhaltung ließen sie vom Statussymbol zu einer durch Bauschäden erzeugten Gefahrenstelle werden.

Die verwitterte Fassade der Westseite ist meist die erste Ansicht, die Besucher des Stolberger Hauptbahnhofs wahrnehmen. Im unteren Bereich für den ersten Blick ein wenig Pinselkosmetik, die weithin sichtbare obere Giebelseite hat aber seit 1976 keine Pflege mehr erhalten.
Für den einstigen Bahn-Chef Dürr gab es zwischen Herkunft und Zukunft noch einen Zusammenhang. Die Börsenbahn zeigte hier kein Interesse mehr an ihrem Erbe. Dass die Historie dieses in seltener Bauform errichteten Bahnhofsgebäudes auf das Jahr 1888 zurückgeht, wirft keinen unmittelbar sichtbaren Profit ab.

Das „Aushängeschild“ der DB-AG sagt in seinem Zustand mehr als viele Worte.

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15. September 1944 – Tieffliegerangriff auf einen Zug bei Hücheln

05. Juli 2010

Zur Geschichte der Eisenbahn gehören nicht nur Glanzpunkte wie die Einführung neuer Zugverbindungen oder der Einsatz spektakulärer Fahrzeuge, sondern ebenso Schattenseiten wie etwa Zugunglücke oder andere menschliche Tragödien. Auch auf der Strecke Köln – Aachen hat es solche Katastrophen gegeben. So waren bei der Entgleisung des D 23 Paris – Köln – Berlin – Warschau am 25. August 1929 im Bf. Buir 13 Tote, 40 Schwer- und 60 Leichtverletzte zu beklagen. 5 weitere Unfallopfer erlagen später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. Und am 27. Mai 1983, als der Wien-Oostende-Expreß mit 130 km/h beim Bf. Großkönigsdorf im Bereich des aufgeschlitzten ehemaligen Königsdorfer Tunnels in einen Erdrutsch raste, gab es 6 Tote und 18 Verletzte.

Zu den eher vergessenen oder unbekannten Tragödien der Eisenbahn rund um Stolberg gehört der Tieffliegerangriff auf einen Flüchtlingszug, den es noch schlimmer traf, als er am 15. September 1944 kurz nach seiner Abfahrt vom Eschweiler Hauptbahnhof bei Hücheln von Tieffliegern der US-Air Force angegriffen wurde. Auch wenn die Zahl der Opfer dieses Tieffliegerangriffes hier nicht exakt angegeben werden kann (für ein Gedenken an dieses grässliche Kriegsgeschehen letztlich aber auch nicht von ausschlaggebender Bedeutung ist), so ist dennoch festzuhalten, dass an jenem 15. September 1944 bei Hücheln mehr Menschen getötet worden sind als bei den anderen schweren Eisenbahnunglücken auf der Strecke Köln – Aachen. Obwohl die amerikanischen Jagdbomber den Zug nicht auf dem Gebiet der Stadt Stolberg angegriffen hatten, waren die meisten der Opfer Frauen und Kinder aus Stolberg, die nach Westfalen evakuiert werden sollten, weil die Frontlinie an diesem Tag bereits mitten durch Stolberg verlief.

Mit diesem Beitrag soll der Versuch unternommen werden, mehr als 65 Jahre danach noch einige Mosaiksteinchen von diesem Schicksalstag zusammen zu tragen. Lies den Rest des Artikels »

Erhaltene Fahrzeuge der Aachener Straßenbahn in der Umgebung von Stolberg

24. Juni 2010

Von den Fahrzeugen der Aachener Straßenbahn ist in der Region Aachen nur wenig erhalten geblieben. Das heute überhaupt noch ehemalige ASEAG-Straßenbahnfahrzeuge im Original erhalten sind, ist im Wesentlichen ein Verdienst des “Förderkreises für historische Aachener Technik e.V.” , der sich der Bewahrung der Aachener Straßenbahngeschichte verschrieben hat.

Im Betriebshof der ASEAG an der Neuköllner Straße ist im Freien der ehemalige Triebwagen 1016 aufgestellt worden. Nachdem sein planmäßiger Einsatz bei der ASEAG 1973 endete, wurde er an die Mainzer Straßenbahn verkauft. Am 17.  Dezember 1993 wurde er vom „Förderkreis für historische Aachener Technik e.V.“ nach Aachen zurückgeholt. Ein Bild des Triebwagens im Zustand vom 12. Juni 2005 gibt es hier bei wikipedia zusehen.

Der vom „Förderkreis für historische Aachener Technik e.V.“ sichergestellte und restaurierte, im Jahre 1957 von der Aachener Firma Talbot eigens für die Aachener Straßenbahn gebaute Großraumwagen Nr. 1006 konnte in Aachen keine Heimat finden und wird deshalb im Straßenbahnmuseum Lüttich ausgestellt.
Daneben befindet sich dort auch der ehemalige ASEAG-Triebwagen 2603. Auch von ihm wird hier bei wikipedia ein Bild gezeigt.

Auch in Stolberg ist ein ehemaliges Fahrzeug der Aachener Straßenbahn zu finden. Hier gehört der einstmals von der Aachener Straßenbahn zur Unkrautvernichtung eingesetzte ehemalige Sprengwagen als Leihgabe des vom „Förderkreises für historische Aachener Technik e.V.“ zum Bestand des Industriemuseums „Zinkhütter Hof“. Allerdings ist der Waggon am Rand des Museumsgeländes nahe der Parkplatzeinfahrt an der Cockerillstraße im Freien aufgestellt und dem Vandalismus ausgesetzt. Am 27. April 2010 präsentierte das Museum „Zinkhütter Hof“ seinen Besuchern das Fahrzeug in diesem Zustand:

Eine andere Art, Fahrzeuge der Aachener Straßenbahn für die Nachwelt zu erhalten, bietet der Modellbau. So hat der im „Förderkreis für historische Aachener Technik e.V.“ engagierte Aachener Heinz-Peter Walther in liebe- und mühevoller Arbeit aus Messing ein detailgetreues Modell des ehemaligen ASEAG-Triebwagens 6219 erschaffen, der in den 1950er Jahren auch in Stolberg auf der Linie 8 eingesetzt wurde.

30. Mai 1980 – Stillegung der Strecken Jülich – Hochneukirch und Aachen Nord – Jülich

30. Mai 2010

Das Amtsblatt Nr. 15 der Bundesbahndirektion Köln vom 03. April 1980 enthielt unter den laufenden Nummern 133 und 134 die offizielle Ankündigung der dauernden Einstellung des Reisezugbetriebes auf den Nebenbahnen Aachen Nord – Jülich und Jülich – Hochneukirch. Mit Ablauf des 30. Mai 1980 sollte auf beiden Strecken der Reisezugbetrieb auf Busbedienung umgestellt werden.

In diesem letzten Fahrplanabschnitt wurde die Nebenstrecke Aachen Nord – Jülich unter der Kursbuchnummer 454 geführt. Über der Fahrplantabelle fand sich bereits der eingerahmte Hinweis „Mit Einstellung des Schienenverkehrs muss jederzeit gerechnet werden“. Die Nebenstrecke Jülich – Hochneukirch wurde zusammen mit der Strecke Stolberg – Jülich (- Mönchengladbach) unter der Kursbuchnummer 455 geführt. Alle in den Fahrplänen aufgeführten Reisezüge waren mit dem Symbol „a“ versehen und verkehrten nur von Montag bis Freitag. Obwohl der Winterfahrplan 1979/80 erst am Samstag, den 31. Mai 1980 endete, verkehrten auf den beiden Strecken also schon am Freitag dem 30. Mai 1980 die letzten Züge.

Am Nachmittag des 30. Mai 1980 wurde auf dem Bahnhof Jülich mit 515 625 letztmals ein Triebwagen nach Aachen Nord bereitgestellt.

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Der dampfgebügelte Büstenhalter – Lausbubengeschichten vom Schienenstrang

03. Mai 2010

Die Spielwelt der Kinder aus den 60er und den frühen 70er Jahren ist nicht mehr mit derjenigen von Kindern und pubertierenden Jugendlichen von heute zu vergleichen.  Die Erzählungen muten deshalb schon wie Geschehnisse aus einer anderen Welt an. Heutzutage würden die beschriebenen Ereignisse wohl als schwerer Eingriff in den Schienenverkehr gewertet und hätten erhebliche strafrechtliche Konsequenzen. Und zur Nachahmung sind sie natürlich nicht empfohlen! – waren sie seinerzeit übrigens auch schon nicht ;-)
Aber nach 30 Jahren sind die meisten Schandtaten wohl verjährt.

Zudem ist die Eisenbahn von heute auch gefährlicher geworden. Waren die lauten Dampfloks schon von weitem zu hören, so sind die heutigen Lokomotiven und Triebwagen erheblich leiser und vor allem auch wesentlich schneller. Gleichzeitig sind die Menschen heute stärker abgelenkt. Mit dem Kopfhörer von MP3-Player oder Handy im Ohr ist ein herannahender Zug schließlich kaum noch wahrzunehmen. Außerdem ist heute leider auch das Bewusstsein für die Gefahren des Bahnbetriebs längst nicht mehr so ausgeprägt wie vor 30 Jahren, weil sich die Eisenbahn aus vielen Gebieten zurückgezogen hat und damit aus dem Blickfeld der Menschen verschwunden ist.

Diese Geschichten spielten sich an der Bahnstrecke Stolberg Hbf – Münsterbusch ab, einer unbedeutenden Güterzugstrecke, auf der die wenigen Züge nur mit Geschwindigkeiten von 15 – 25 km/h verkehrten. Sie könnten sich in jenen Jahren aber ebenso an vielen anderen Nebenstrecken oder Anschlussbahnen in anderen Städten zugetragen haben.

Blicken wir also zurück in jene Zeit, als Wohnen und Arbeiten noch dicht beieinander lagen und solche Schienenwege völlig selbstverständlich zum Wohnumfeld dazugehörten…

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